Eine kleine Geschichte über Poker – TEIL II oder Das Poque/Pochen und As-Nas

Eine kleine Geschichte über Poker – TEIL II oder Das Poque/Pochen und As-Nas 0001

Eines der ältesten bekannten Kartenspiele (15. Jahrhundert), das sehr ähnliche Spielzüge wie Poker aufwies, war Poque bzw. Pochen oder Poch, das in Frankreich und Deutschland besonders beliebt war, erstmals kamen hier die Farben Pik, Herz, Karo und Kreuz zum Einsatz. Das Interessante daran, waren die 3 verschiedenen Spiele, die mit einer gegebenen Hand ausgespielt wurden – das „Melden", „Pochen" und „Ausspielen". Das Zentrum bildete ein Brett, auf dem sternförmig die Symbole für Ass, König, Dame, Bube, Zehn, und ein Bild für „Mariage", „Sequenz" und „Poch" aufgemalt waren auf dessen Felder jeder seinen Geldeinsatz platzieren musste. Jeder Spieler erhielt 5 Karten, dann wurde aus dem Talon die oberste Karte aufgedeckt, sie definierte die Trumpffarbe.

Nun begann das 1. Spiel, das „Melden": Wenn ein Spieler Trumpf-Ass, -König, - Dame, -Bube oder –Zehn hielt durfte er sich den Einsatz des jeweiligen Wertigkeitsfeldes vom Pochbrett nehmen, hatte er König/Dame durfte er sich auch den Betrag vom „Marriage" Feld nehmen, ansonsten blieb der Einsatz bis zur nächsten Runde liegen. Das war also reine Glücksache.

Nicht so beim 2. Spiel dem „Pochen": Es kommt Pokern schon sehr nahe, denn nun konnte derjenige der 1 Paar, 2 Paare, Drilling oder einen „Vierling" in Händen hielt sagen: „Ich poche!". Und seinen Einsatz auf das „Poch"-Feld des Pochbrettes legen. Ein anderer Spieler, der von der Güte seiner Karten ebenfalls überzeugt war konnte mit „ich halte" entgegnen und den Einsatz am Pochbrett bringen oder erhöhen. War das Setzen erledigt mussten die Karten gezeigt werden, außer es blieb nur ein Spieler übrig, weil er mit seinen Einsätzen die restlichen Spieler ausbooten konnte. Der Gewinner konnte sich das Geld vom Pochbrett nehmen.

Das 3. und letzte Spiel war das „Ausspielen" (beachte, dass immer noch mit denselben 5 Karten gespielt wurde, es gab noch kein neuerliches Geben!): Hierbei durfte der Gewinner der „Pochen" Runde eine beliebige Karte ausspielen, der Spieler, der die ranghöhere Karte derselben Farbe hatte musste diese nun darüber legen. Konnte kein Spieler mehr eine Karte auf den Stoss legen, durfte derjenige, der als Letzter eine Karte spielen konnte wieder mit einer beliebigen Karte beginnen. Gewonnen hatte derjenige, der als erster keine Karten mehr in Händen hielt und sackte den Einsatz vom „Sequenz" Feld des Pochbrettes ein.

Auch sehr nah an Poker angelehnt ist „As Nas". Es entstand im 17. Jahrhundert, im ehemaligen Persien und wird heute noch gespielt. Je nachdem ob vier oder fünf Spieler teilnehmen gibt es ein 20-Kartenpaket mit 4 Farben oder ein 25-Kartenpaket mit 5 Farben. Jede Farbe hat 5 verschiedenwertige Karten -vergleichbar wie 10, Bube, Dame, König, Ass. Mögliche Kombinationen sind ein Paar, zwei Paare, Drilling, „Vierling" oder ein Full. Jeder Spieler bekommt 5 verdeckte Karten ausgeteilt und dann darf in der Reihenfolge nach gesetzt, erhöht, geblufft und gefeilscht werden. Der Spielablauf ist also dem Draw-Poker sehr ähnlich.

Die nächsten Spiele, die man als Urahnen des heutigen Pokers bezeichnen könnte, werden nächste Woche in Teil III beschrieben.

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