Ehemaliger CEO muss sich von der französischen Regierung unbequeme Fragen stellen lassen!

Ehemaliger CEO muss sich von der französischen Regierung unbequeme Fragen stellen lassen! 0001

Nicht zum ersten Mal stellt sich die französische Regierung die Frage was die Online Glücksspiel Firmen denn eigentlich so machen. Um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, wurden in den vergangenen Monaten bereits mehrmals Verantwortliche des österreichischen Anbieters Bwin.com befragt. Nun möchte sich die französische Regierung mit dem ehemaligen CEO der 888 Holding PLC unterhalten.

In einem Statement an die Londoner Börse, sagte die 888 Holding plc:

"888 ist sich darüber bewusst, dass es diverse Pressespekulationen über die Aktivitäten der französischen Regierung im Bezug auf das Online Glückspiel gibt. 888 bestätigt dass unser (nicht geschäftsführender) Direktor und ehemaliger CEO, John Anderson, eine Anfrage betreffend eines Gespräches mit der französischen Regierung erhalten hat. 888 berät sich noch mit seinen Rechtsvertretern bezüglich dieser Anfrage der französischen Regierung. Weitere Statements werden wir wenn notwendig zeitnah bekannt geben.
Der Gewinn und die Einnahmen, welche wir durch unsere französische Kunden erzielen, ist nur ein verschwindend geringer Prozentsatz unserer Gesamteinnahmen."

Der Aktienkurs fiel aufgrund dieser Ankündigung um 10%. Die Konkurrenten der 888 Holding, wie z.B. Party Gaming, Ladbrokes, Paddy Power und William Hill verzeichneten nur geringe Kursrückgänge, da sich die in England und Irland ansässigen Anbieter durch ihre eigenen Wettbüros eine bessere Abgrenzung zu diesem Thema geschaffen haben.

Es gibt keine Informationen darüber, über was sich die französische Regierung mit Mr. Anderson unterhalten will. Einige Berichte spekulieren darüber, ob es vielleicht um den geplatzten Sponsoring -Deal betreffend des französischen Fußball-Clubs FC Toulouse gehen könnte.

Abgesehen von den Verhaftungen in der BWin Affäre, hat sich das Klima für Online-Glücksspiel Firmen in Frankreich in der letzten Zeit stark verschlechtert, diese negativen Tendenzen hatten auch schon erste Auswirkungen auf die Live-Turnier Poker-Szene. Eines des großen europäischen Live-Pokerturniere, ein Ableger der European Poker Tour in Deauville, wurde von den Veranstaltern ohne große Begründung abgesagt, was für einige Verwirrung in der Szene sorgte. Die EPT wird hauptsächlich durch PokerStars.com gesponsert, viele Szenekenner sind der Meinung, dass die Turnierabsage hauptsächlich durch die vorherigen Aktionen der französischen Regierung, bedingt war.

Verschiedene Quellen behaupten, dass Frankreich selbst Interesse (im Rahmen einer Monopol-Stellung) daran hat ausländischen Firmen das Leben in Frankreich schwer zu machen, da der französische Staat selbst Eigentümer einer Firma für Sportwetten (Pari-Mutuel-Urbain) und einer Firma für Online-Gaming (Francaise de Jeux), ist. Was natürlich die eine oder andere Reaktion der französischen Regierung erklären würde, die hier wohl versucht Ihre Monopolstellung in Frankreich zu stärken.

Es ist im Allgemeinen bekannt dass Frankreich nicht zimperlich ist, wenn es darum geht staatseigene Industrien gegen die ausländische Konkurrenz abzusichern, und zwar nicht nur im Gambling-Sektor!

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