EPT Kopenhagen - Das Finale

EPT Kopenhagen - Das Finale 0001

Am Anfang sah es so aus, als würde es nicht allzu lange dauern, bis der Sieger der EPT in Kopenhagen feststehen würde, da in der ersten Stunde ein Spieler nach dem anderen das Turnier verlassen musste und nur noch 4 Spieler übrig waren. Das richtige Finale hatte ja erst in dem Moment angefangen, als nur noch 8 Spieler von den insgesamt 12 Spielern übrig waren, welche an diesem Tag zum Finale angetreten waren. Der Spieler, welcher am Final Table Bubble ausscheiden musste, war Cole Morrow. Er ist ausgeschieden, nachdem er mit A 10 All-In gegangen ist und von Thomas Holms mit A K gecallt wurde.Der Flop, der Turn und der River brachten keine Verbesserung für Cole und somit musste er kurz vor dem Final Table auf dem 9.Platz aus dem Turnier ausscheiden.

Die Finalisten standen somit fest: Thomas Holm (Dänemark), Samir Shaktoor (Schweden), Bertrand "Elky" Grospellier (Frankreich), Magnus Petersson (Schweden), Richard Toth (Ungarn), Alexandre Poulain (Frankreich), Anders Wijk (Schweden) und Theo Jörgensen (Dänemark). Der Turnierdirektor Thomas Kremser stellte die Finalisten einzeln vor und eröffnete das eigentliche Finale mit den Worten: "Shuffle up and deal". Die ersten 20 Minuten vergingen, ohne daß irgend etwas bemerkenswertes passierte, scheinbar wollte niemand als Erster am Final Table ausscheiden. Die meisten Spieler in diesem Finale saßen das erste mal Live an einem Final-Table.

In diesem Moment schien es so, als würde es noch einige Zeit dauern, bis wieder ein Spieler nach Hause gehen müsste. Die Situation änderte sich aber wieder sehr schnell, nachdem der erste Spieler ausscheiden musste, schieden drei weitere Spieler so schnell aus dem Turnier aus, daß die Journalisten gar nicht mehr mit dem Fotografieren nachkamen. Der Erste, welcher gehen musste, war der Schwede Anders Wijk, er ging All-In mit A J und wurde von Richard Toth mit KK gecallt.

Der Nächte welcher gehen musste, war Thomas Holm, nach dem er bei einem Board 9-8-7 mit AQ All-In ging und von Toth gecallt wurde, welcher mit seinen 77 auf dem Flop sein Set getroffen hatte. Direkt danach musste Alexandre Poulain ausscheiden, gefolgt von Samir Shaktoor, der mit A3s All-In ging und von Elky mit QQ gecallt wurde. Samir fand zwar auf dem Flop ein Ass, hat aber dennoch gegen Elky verloren, da dieser auf dem Flop seine dritte Queen gefunden hatte. Es hat also weniger als 1 Stunde gedauert, bis von den 8 Spielern am Final Table, vier Spieler ausgeschieden waren und es sah so aus als wäre dies der schnellste Final-Table in der Geschichte der EPT.

Es verblieben also noch 4 Spieler, Toth und Elky hatten zusammen zu diesem Zeitpunkt ungefähr 75% der Gesamtchips. Mit seinem guten Spiel und einer menge Glück, schaffte es Elky jedoch mit einer "Crazy Hand" fast alle Chips von Toth zu gewinnen. Toth hatte ca. 1,5 Millionen Chips, Elky ca. 1,2 Millionen Chips und die beiden anderen jeweils 400.000 Chips. Elky raiste Pre-Flop auf 45K, Toth re-raiste Ihn auf 116K. Elky re-re-raiste auf 250K und Toth callte. Der Flop kam mit J-4-3 , beide checkten, Der Turn brachte eine Queen, Toth checkte und Elky setzte 250.000, Toth überlegte eine Weile und callte dann. Der River kam mit einer 6 und Toth checkte erneut, Elky ging All-In , Toth überlegte wieder eine Weile und callte dann den All-in von Elky. Elky zeigte 7-5 - eine Straight - Toth muckte. Toth saß am Tisch, schüttelte seinen Kopf und wunderte sich lange Zeit darüber was er wohl falsch gemacht hatte.

War jetzt Frustration oder On-Tilt der Grund warum Toth mit seinen verbleibenden Chips und Q9s All-In ging - wir wissen es nicht, auf jeden Fall wurde sein All-In von Jörgenssen mit AA sofort gecallt. Der Flop kam mit T-4-7. Ein J auf dem Turn gab Toth die Chance auf einen Open Ended Straight Draw und einen Flushdraw. Auf dem River bekam Toth seinen Flush und schickte Jörgenssen auf Platz 4 nach Hause.

Somit verblieben noch 3 Spieler, wobei Elky der große Favorit war. Zu diesem Zeitpunkt hatte er mehr als 50% der gesamten Chips. Toth hatte sich auf den 2. Platz hochgearbeitet und der Schwede Magnus Petersen war als Short Stack auf dem 3. Platz. Magnus hatte mir in der Pause erzählt, daß er am Tisch ein sehr tigthtes Image hätte, was Ihm sehr viele Vorteile bringen könnte. Und er sollte recht behalten. Er bluffte sehr oft und konnte durch seine Bluffs einige Pötte gewinnen. Wenn er einen Caller hatte, fand er immer die passenden Karten und gewann Pott um Pott. Bei einem Stone Cold Bluff, ging er mit 7 2o All-In, Toth Callte Ihn mit A 9, Magnus fand eine 2 auf dem Flop und der Pott gehörte ihm. Nach dem Toth mehrmals Pech hatte, ging er mit A 5 All-in und wurde von Elky mit AQ gecallt. Flop, Turn und River brachten keine Verbesserung für Toth und so musste er auf dem 3.Platz ausscheiden.

Als es ins Heads-UP ging, hatte Elky ungefähr doppelt so viele Chips wie Magnus. Magnus hat zu diesem Zeitpunkt angefangen aggressiver zu spielen und konnte durch die aggressive Spielweise, einige Pötte ohne Showdown gewinnen. Er schaffte es sogar seinen Chip-Stack fast bis zum Gleichstand mit Elky auszubauen. Elky sah ganz schön frustriert aus, als er sich mit A2 gegen 33 geschlagen geben musste und Magnus einen schönen Double up verschaffte. Es dauerte nur noch einige wenige Hände bis die Kontrahenten beide wieder All-In gingen. Magnus mit Q6 fand bei einem Flop mit Q-7-6 zwei Paare. Elky hatte mit AJ den Nut-Flush Draw und fand auf dem Flop noch einen J, was die Anzahl seiner Outs natürlich extrem verbesserte. Der River brachte ein Blank und somit stand der Gewinner der EPT 2007 in Kopenhagen fest. Der Turnierdirektor Thomas Kremser überreichte dem glücklichen Gewinner Magnus Peterssen einen Scheck über 4 Millionen dänische Kronen. Da Magnus regulär als Finanzberater arbeit, weis er sicher ganz genau, was er mit seinem Preisgeld machen wird. Das war die erste EPT-Teilnahme von Magnus und es hat sich gelohnt. Mit Ruhm und Ehre und einer beachtlichen Gewinnsumme, kann er jetzt beruhigt nach Schweden heimkehren.

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