Anna Kournikova gewinnt 2. Pre Challenge zum Rhine Poker Cup 2007

Anna Kournikova gewinnt 2. Pre Challenge zum Rhine Poker Cup 2007 0001

Am 16. 12. 2006 fand die CasinoClubPoker Pre Challenge im Regent Hotel in Köln statt. Eine "Pre Challenge" ist ein Freeroll Qualifikationsturnier zum mit bis zu 20.000 Euro dotierten Rhine Poker Cup 2007. Durchgeführt wurde das Event vom Pokerturnierveranstalter Rhinepoker in einem für den Rhine Poker Cup angemessenen gehobenen Ambiente. Drei weitere Hold'em Sportler sollten sich für das im Dezember 2007 stattfindende Finale qualifizieren. Wegen der gewohnt durchorganisierten Turnierstruktur von Rhinepoker konnte sich jeder der 225 gemeldeten Spieler auf seine individuelle Startzeit verlassen.

Sowohl in den Vorrunden als auch im Finale wurde diesmal ausschließlich im Multitable-Modus gespielt, der bei Hold'em Spielern als die sportlichste und am wenigsten vom Kartenglück abhängige Turnierform angesehen wird und sich daher, im Gegensatz zu Shoot Out Turnierformaten, größter Beliebtheit erfreut.

Nach und nach mußten sich dann Spieler, die ihren gesamten Chipstapel verloren hatten, aus dem Turnier verabschieden und ein Tisch nach dem anderen mußte geschlossen werden, um die Tischbalance zu wahren. Die Vorrunden wurden so lange weitergespielt, bis sich nur noch insgesamt zehn Spieler im Turnier befanden, die sich für das pünktlich um 21:30 Uhr stattfindende Finale qualifizieren sollten.

Ein besonderes Kabinettstückchen gelang dabei Peter Bielak aus Bonn, der es seinem Bruder Waldemar, dem drittplazierten der ersten Pre Challenge, gleichtun wollte und sich mit einem Stack von 3.700 Chips im Finale einfinden konnte. Leider gelang es ihm nicht, sich dann ebenfalls für das große Main Event im Dezember 2007 zu qualifizieren. Er schied als 34. aus.

Das Finale startete dann mit insgesamt 225.000 im Spiel befindlichen Chips, so dass der durchschnittliche Stack (4.500 Chips) bei Blinds von 50/100 mit einem "M" von 30 startete. So dauerte es naturgemäß einige Zeit, bis sich die ersten Finalisten aus dem Turnier verabschieden mussten. Doch ein wesentlicher Faktor von Turnierpoker ist der, dass die Blinds kontinuierlich steigen, und immer mehr Spieler aus der Komfortzone herausfallen. Deren einzige Chance besteht dann darin, mit einer marginalen Hand All In zu gehen, zu hoffen, die Blinds zu stehlen, oder gegen eine sie callende, stärkere Hand durch glücklichen Fall der Gemeinschaftskarten ihren Stapel zu verdoppeln. Da dies nicht immer gelingen kann, war es unvermeidlich, dass nach und nach immer mehr Spieler ihren Platz am Tisch räumen mußten. Bei noch 36 im Spiel verbliebenen Spielern wurde dann der erste Tisch aufgelöst. Bei 27 Spielern der zweite, und als noch 18 Spieler im Spiel waren, konnten die im Saal anwesenden Zuschauer die stetig wachsende Anspannung der Kontrahenten förmlich spüren. Wer sollte es an den Final Table schaffen?

Einen wahren Triumphzug in Richtung Finaltisch legte dabei die Kölnerin Vera Pandolfi hin, die trotz ihrer eher tighten Spielweise die richtigen Momente fand, um mit voller Wucht zuzuschlagen und so einige ihrer zu diesem Zeitpunkt ausschließlich männlichen Kontrahenten schlagartig aus dem Turnier beförderte und sich deren Stacks einverleiben konnte. Leider wurde sie dann, an dritter Stelle liegend ebenfalls vom späteren Sieger Marc Pauly und dessen Hand (Ass und König) besiegt. Sie selber hielt zwei Damen, aber das Board brachte ein Ass. Nichtsdestotrotz freute sie sich riesig über ihren bisher größten Turniererfolg und über die Tatsache, dass sie die erste für das Main Event qualifizierte Frau ist.

Das Heads Up wurde dann kurz und schmerzlos. Die Turnierleitung stellte die zu gewinnenden Pokale auf den Finaltisch. Die beiden Finalisten Gerd Felten und Marc Pauly setzten sich an die gegenüberliegenden Enden des Tisches und versuchten sich wie zwei Boxer durch gegenseitiges Anstarren Respekt einzuflößen. Sie versuchten dies solange, bis sie beide in schallendes Gelächter ausbrachen, was die freundschaftliche Atmosphäre, welche den gesamten Tag zwischen allen Spielern geherrscht hatte, nur noch unterstrich. Die 21. Hand des Heads Up brachte dann im klimaktischen und finalen Showdown die Entscheidung: Felten ging am Button sitzend mit Ass und Bube All in und wurde von Pauly, der Ass und König (Anna Kournikova) hielt, ohne zu zögern gecallt.

Das Board:

9-6-Q-2-Q

Vielleicht beinhaltet der Spruch: "Anna Kournikova: Sieht gut aus, gewinnt aber selten." ein Stückchen Wahrheit. In diesem Falle aber hielt Paulys Hand und er kann nicht ohne Stolz auf einen sehr erfolgreichen Turniertag zurückblicken und sich über einen großen Pokal, die kostenfreie Teilnahme an einem Rhinepoker Advance Seminar sowie über die Qualifikation zum Main Event freuen.

Bisher für den Rhine Poker Cup 2007 qualifiziert:

Ali Büyükyacili aus Düsseldorf

Maximilian Schuier aus Düsseldorf

Waldemar Bielak aus Hilden

Marc Pauly aus Remscheid

Gerd Felten aus Köln

Vera Pandolfi aus Köln

Die nächsten Pre Challenges finden am 06.01.07 in Köln (bereits ausgebucht) und am 13.01.07 in Düsseldorf (Anmeldung über www.rhinepoker.de) statt.

Siegerfoto: Andreas Rüßel

*"M" ist der von Dan Harrington in seinem Buch "Harrington on Hold'em Vol. II" beschriebene Wert, der angibt, wie viele Runden des Dealerbuttons man überleben könnte, ohne eine einzige Hand zu spielen, also immer zu folden. Einen "M" von über 20 bezeichnet er als Komfort-Zone.

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