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Börsencrash - dramatischer Kurseinbruch für Online Gaming Anbieter an der Londoner Börse bedingt durch die neuen Gesetze in d

London Stock Exchange

Die Aktienwerte der großen, an der englischen Börse gelisteten Online Gaming Anbieter gerieten gestern aufgrund der neuen Gesetzgebung in den USA massiv unter Druck und es wurden teilweise dramatische Kurseinbrüche verzeichnet. Der Gesetzentwurf gegen OnlineGaming (Unlawful Internet

Gambling Enforcement Act of 2006) konnte durch einen geschickten Schachzug der Online-Glücksspielgegner durch den Senat anerkannt werden, der Gesetzentwurf wurde einfach an ein, an sich harmloses und relativ unbedeutendes, Gesetzespaket "The Safe Poker Act" angehängt und wurde deshalb vom Senat ohne weitere Einwände anerkannt.

Nach den ersten 90 Minuten Aktienhandel an der Londoner Börse wurden folgende Aktienkurse notiert:

PartyGaming plc (Inhaber von Party Poker) 48p - minus 55%

888 Holdings plc (Inhaber von Pacific Poker) 95p - minus 35%

Sportingbet plc (Inhaber von Paradise Poker) 76p - minus 58%

Party Gaming, 888 und Sportingbet, sind die Online Glücksspielanbieter mit dem größten Anteil an Spielern aus den USA. Firmen wie Ladbrokes plc und William Hill plc waren nicht von den Kurseinbrüchen betroffen, da beide Anbieter es nicht erlauben daß Spieler, welche in den USA wohnhaft sind, ihre Online Gaming Angebote nutzen (Ladbrokes hatte noch nie Spieler aus den USA akzeptiert, William Hill hatte sich erst vor kurzem entschlossen keine Spieler mehr aus den USA zu akzeptieren)

Der neue Gesetzentwurf betrifft ausschließlich Spieler aus den USA, er will verhindern, dass US-Banken und Kreditinstitute dazu genutzt werden, um Geld zu Online Gaming Seiten zu überweisen. Es handelt sich bei diesem Gesetzentwurf also nicht um ein Verbot des Online Glücksspiels, der Gesetzentwurf hat einfach nur zur Folge, dass Banken und Kreditinstitute keine Überweisungen mehr an Online-Gaming Seiten vornehmen dürfen. Die ganzen Auswirkungen dieser gesetzlichen Änderung sind noch nicht absehbar, da sich viele der Institute, welche von Einwohnern der USA zum Geldtransfer auf Online Gaming Seiten, benutzt werden, nicht in den USA ansässig sind und Ihre Firmensitze außerhalb der USA haben. Viele Spieler benutzen spezielle Firmen, die sich auf den Online Geldtransfer zu Gaming Seiten spezialisiert haben, sogenannte "e-wallets", um Einzahlungen bei Online Gaming Seiten vorzunehmen. Dazu gehören z.B. Neteller plc (Firmensitz ist die Isle of Man) und Firepay (eine Tochterfirma der FireOne Group plc mit Firmensitz in Irland), beide Firmen werden an der Londoner Börse gehandelt.

Beide Firmen machen den überwiegenden Teil Ihrer Umsätze durch Online Gaming Spieler bzw. durch Transferdienstleistungen zu Online Gaming Anbietern, es war also anzunehmen, daß die Aktienkurse dieser beiden Firmen ebenfalls durch den neuen Gesetzentwurf in Bedrängnis geraten würden. Gestern wurden die beiden Firmen folgendermaßen an der Börse notiert:

Neteller plc (Inhaber von Neteller e-wallet) 144p - minus 59%

FireOne Group plc(Inhaber von Firepay e-wallet) 64p - minus 63%

Die Aktienkurse von Ladbrokes plc, William Hill plc, Paddy Poker plc und UK Betting blieben im wesentlichen unverändert, da diese Firmen keinen Bezug zum US Markt haben.

PokerNews wird Sie über die weiteren Entwicklungen an der Börse auf dem laufenden halten.

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