WSOP Finales Update - Wie hat er das gemacht?

Pokerspieler Jamie Gold

Sagen Sie mir wie er das gemacht hat? Wie hat hat er das größte Live-Poker-Turnier Teilnehmerfeld mit 8773 Spielern geschlagen, wie hat er 7 von 8 Spielern, inklusive dem WSOP Spieler des Jahres 2005 - Allen Cunningham, besiegt?

Sogar für einen durchschnittlichen Beobachter, welcher das Spielgeschehen am Donnerstag beobachtete, war es offensichtlich was Gold machte und was er vorhatte auch weiterhin zu tun, und zwar so lange bis ihn irgendjemand dazu zwingen würde, etwas anderes zu tun. Gold startete an diesem Morgen zu Turnierbeginn als Chip-Leader und konnte bereits einen beachtlichen Stapel Chips vorweisen. Er nutzte seinen Chip-Vorsprung hervorragend aus und nahm jeden Pot mit, den er irgendwie mitnehmen konnte.

Er spielte mehr Hände als irgend ein anderer Spieler, er setzte und raiste mehr als jeder andere am Tisch und dadurch bedingt, foldete er auch mehr als jeder andere Spieler am Tisch. Wenn er an einem Pot beteiligt war, wußte jeder, was er vorhatte, er würde am Flop betten und versuchen den Pot zu gewinnen - und niemand konnte etwas dagegen unternehmen.

Die restlichen Spieler versuchten nur selten gegen Gold anzukämpfen, und wenn Sie es taten präsentierte Gold wahre Monsterhände. Zweimal versuchten Spieler am Finaltable, den Preflopraises von Gold mit Pocket Jacks, etwas entgegen zu setzen. Beide male trumpfte Gold mit Pocket Queens auf. Ein anderes mal, bedrängte ein Spieler Gold mit Pocket Kings preflop - und Gold präsentierte ebenfalls ein paar Könige. Jedes mal wenn einer der Gegenspieler von Gold Preflop eine gute Hand vorweisen konnte und All-In ging, foldete Gold seine Hand, und verbuchte diese kleine Investition in den Pot als geringfügigen Verlust, oder er konnte eine noch größere Monsterhand vorweisen.

Die beliebteste Strategie unter den Spielern war, da Gold fast jedesmal bis zum Flop wettete, ihn in eine Falle zu locken - leider führte das Fallenstellen fast nie zum erwünschten Ergebnis. Wenn Gold ab und zu mal in die Falle tappte, war er smart bzw. weak genug um die Aktion ohne größere Einbußen zu überstehen.

Doug Kim, der auf dem 7.Platz ausscheiden musste, erklärte:" Er hatte einen sehr großen Chip-Stack und konnte mich dadurch schnell in große Bedrängnis bringen. Deshalb war meine Strategie , zu Versuchen, Ihn in eine Falle zu locken. Es ist mir leider nicht gelungen, das einzige Mal wo ich Pocket Queens vorweisen konnte, hat er gefoldet".

Die meisten Spieler, welche größere Turniere gewinnen, finden sich oft in Situationen, wo Sie All-In gehen müssen und eine Menge Glück oder eine "Wunderkarte" benötigen , um Ihre Gegenspieler zu besiegen und selbst im Turnier bleiben zu können. Der Chip-Stack von Gold, war in dieser Nacht so groß, daß er nicht ein einziges Mal All-In gehen musste und dabei mehr als die Hälfte seines Chip-Stacks einsetzte. Er baute seinen Chip-Stack während des Tages kontinuierlich soweit aus, das der Turnier Zweite - Paul Wasicka, im Heads-Up kaum eine Chance hatte.

Nach diesem Match werden sich viele Fragen, was passierte mit Allen Cunningham? Bevor die erste Hand am Final-Table ausgeteilt wurde, debattierten viele Experten schon über das scheinbar unvermeidliche Heads-Up Finale zwischen Gold und Cunningham. Eine Auseinandersetzung schien unvermeidlich: Gold als Chip-Leader und Cunningham als der Spieler mit dem besten Skill. Aber die Glücksfee hat, bedingt durch einige glücklose Situationen und wenigen entscheidenden Händen für Cunningham, anders entschieden.

Gold und Cunningham kämpften sich durch das Match, ohne daß sich einer der beiden als klarer Gewinner präsentieren konnte. Ungefähr zur Hälfte des Matchs, machte Cunningham einen Monstercall und callte Gold mit A-9 nachdem er eine Bluff von Gold auf dem River vermutete. Es schien so als hätte Cunnigham Gold durchschaut. Wie auch immer, Cunningham verlor einige große Coin-Flips und wurde von Wasicka aus einem großen 10,5Mio Chips Pot raus geblufft, als Wasicka den Raise von Cunnigham mit einem All-in am Turn beantwortete. Wasicka hatte nichts als einen King High und einen Gutshot Straight Draw! Als nur noch vier Spieler am Final Table saßen, war Cunningham der Short-Stack und ging mit 10-10 Preflop All-In, Gold callte mit K-J suited. Der Flop brachte einen König - und Cunningham war raus.

Nachdem Cunnigham ausgeschieden war, benötigte Gold nicht lange, um die beiden verbleibenden Spieler zu eliminieren. In einer Hand, welche wohl die am meisten diskutierte Hand der nächsten Jahre sein wird, hatte Gold die Möglichkeit, seine beiden Gegner gleichzeitig nach Hause schicken.

Paul Wasicka und Michael Binger, waren die verbleibenden Spieler im Kampf gegen Gold, alle 3 Spieler sahen sich einen Preflop geraisten Flop an. Der Flop kam mit 10c-6s-5s, Wasicka Checkte, Binger machte einen größeren Einsatz und Gold ging All-In. Wasicka, der durch diesen Pot einen Triple Up gemacht hätte und damit wären Ihm fast die Hälfte aller im Spiel befindlichen Chips sicher gewesen, wiederholte immer wieder:"Das ist krank!". Letztendlich foldete er und und erklärte später, daß er mit 7s-8s die Chance auf einen Open Ended Straight Flush Draw hatte, während Binger Top Pair / Top Kicker vorweisen konnte. Gold hatte zu diesem Zeitpunkt das "Dummy" End eines Straight Draws. Auf dem Turn konnte Gold seine Straigth completen, Wasicka hätte den Pot gewonnen, wenn er gecallt hätte, da er auf dem River seinen Flush bekommen hätte. Binger war somit raus und Wasicka hatte gegen den Monster Chip Stack von Gold, nur eine sehr geringe Chance. Wasicka wurde wegen seines Folds schon heftig kritisiert und wird sich die kritischen Kommentare wohl noch einige Monate lang, anhören müssen.

Es ist eine unbestreitbare Tatsache, daß Gold, während der letzten Tage, eine Menge "Lucky Cards" hatte. Der 5.Plazierte Rhett Butler sagte, daß das wohl die größte Glückssträhne war, welche er in über 20 Jahren Pokerspiel gesehen habe, während der 3.Plazierte Michael Binger einfach nur:"Unglaublich" sagte. Wie auch immer, die restlichen Teilnehmer gratulierten dem Gewinner, sowohl zu seinem Spiel, als auch zu seinem Glück.

Rhett Butler, gab die Gefühle vieler Final-Table Teilnehmer wieder, als er sagte:" Die Spieler nehmen Ihn nicht als einen guten Pokerspieler wahr, aber er spielt einen Stil, der extrem schwer zu analysieren ist. Er hat gute Karten bekommen - und ich habe niemals zuvor einen solchen "Run" gesehen, aber er forderte seine Gegenspieler zum Spielen heraus".

Es wird interessant sein, zu sehen, ob Gold ein beliebter und anerkannter WSOP-Champion sein wird.Als ESPN das erste Mal von Golds Sieg berichteten, sagten viele Leute (vor allem die Fans von Cunningham), daß Gold ein "wilder" Spieler mit unglaublichem Glück, wäre.Jeder der das vergangene Turnier Hand-für-Hand verfolgt hat, wird in der TV-Berichterstattung erkennen können, was dazu führte,daß Gold die Vorherrschaft in diesem Tunier erringen konnte - Gold managte seinen Chip-Stack, als würde er eine Firma managen, er versuchte aus jeden Spielers, der sich Ihm in Weg stellt, Kapital zu schlagen.

Das ist einer der Gründe, warum sich Johnny Chan entschlossen hatte Gold zu betreuen und es ist weil Gold einige fragwürdige Entscheidungen getroffen hat, er weiss ein wenig, wie richtiges Poker gespielt wird und hat unglaubliche Fähigkeiten einen "Big Stack" perfekt zu managen. Michael Binger, der 3.Plazierte, sagt:" Er ist wie ein Staubsauger, er hat sich alle Pots geholt, die sonst niemand wollte"

Wir werden Gold im nächsten Jahr genau beobachten und feststellen, ob sein Gewinn in Höhe von 12 Millionen Dollar und sein Bracelet gerechtfertigt waren oder ob es einfach nur Zufall war. Auf die Frage, ob er seinen Titel das nächste Jahr verteidigen möchte, sagte er:" Davon kann mich nur ein Krankenhausaufenthalt abhalten, ich werde hier sein. Ich kann es kaum noch erwarten wieder zu spielen".

Ed note: Go for Gold -sichern Sie sich Ihren Sitz in der WSOP - melden Sie sich noch heute bei PokerStars an

MEHR ARTIKEL

Ähnliche Spieler

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Was denken Sie?
Registrieren Sie sich um einen Kommentar zu hinterlassen oder loggen Sie sich mit Facebook ein