WSOP aktualisiert – Gavin Smith stört den Spielablauf und wird ermahnt

Pokerspieler Gavin Smith

Gestern war der erste Tag des WSOP $5,000 No-Limit Hold'em Events. Die Spannung war groß: Würden die Platzierungen mit dem jetzten Jahr vergleichbar sein? Wie groß wird das Teilnehmerfeld sein? Es wurde im allgemeinen sehr großes Interesse an diesem Event gezeigt, da es sich um das erste „Big-Buy In" Event dieser WSOP handelt und demnach auch zu erwarten war, daß der eine oder andere „Superstar of Poker" an diesem Turnier teinehmen würde. Schon morgens in der Frühe habe ich mir die fünfzig bereits vorbereiteten Tische im Amazon angesehen. Um 11.30 Uhr standen die Dealer bereit und warteten auf den Spielbeginn. Als ich mich gerade mit dem „Floor Boss" unterhielt, kam einer der Angestellen zu ihm und berichtete, daß bereits 90 Player eingetragen waren und darauf warteten an die Tische verteilt zu werden. Gesagt, getan – 10 Tische wurden freigegeben und die Player an den Tischen verteilt. Wie ich später hörte, haben insgesamt 622 Spieler an diesem Turnier teilgenommen, was wieder eine erhebliche Steigerung der Teilnehmeranzahl, gegenüber dem Event im letzten Jahr, bedeutet.

Es ist natürlich ein wenig einfacher von einem Turnier zu berichten, wo die Teilnehmeranzahl mit ca. 600 noch einigermaßen überschaubar ist, im Gegensatz dazu, waren die Turniere in der letzten Woche teilweise mit der 4 -fachen Teilnehmeranzahl gestartet, was natürlich die Berichterstattung nicht wirklich einfacher macht.

Die Spieler sitzen alle auf einer Seite des Amazon Poker Rooms, das macht die Sache recht übersichtlich und erleichtert mir meine Berichterstattung erheblich. Die ersten beiden Stunden verbrachte ich etwas räumlich beengt, zwischen fünf interessanten Tischen Das Line-up war folgendermaßen: Liz Lieu war an „meinem" Tisch #1 mit 9 unbekannten Gegnern, rechts – nahe der Tür an Tisch #2 konnten wir folgende Spieler finden: Josh Arieh, Gavin Smith, Bill Edler und einige andere Spieler, die wohl irgendwie aus dem Bekanntschaftskreis von Gavin Smith stammten, da an diesem Tisch rege Konversation betrieben wurde. Direkt dahinter an Tisch #3: Scotty Nguyen, Allen Cunningham, Kathy Liebert und Chris Gregorian. Direkt daneben an Tisch 4: Dave „Devilfish" Ulliot, Evelyn Ng und eine Spielerin in einem sexy grünen Outfit, welche es mir manchmal sehr schwer machte, mich auf das Spielgeschehen zu konzentrieren. Ihr wisst schon warum! OK, zurück zur Turnierberichterstattung. Einige Schritte entfernt konnte ich Hasan Habib, Clonie Gowen, Annie Duke, Mark Seif, Michael Mizrachi und Barry Greenstein entdecken alle verteilt auf neun verschiedene Tische in dem weitläufigen Pokerroom. Um mir das Spiel von Tony G. anzusehen, mußte ich fast 100 Schritte gehen. Mit den Namen der Spieler, welche ich während meiner Streifzüge durch den Pokerroom gesehen habe, könnte ich bestimmt noch mehrere Seiten füllen.

Tony G. saß an einem Tisch zusammen mit Sam Grizzle und Byrant King. Das war „Prime Time Poker" vom feinsten.

Hier nun einige der Kommentare und Unterhaltungen während des Turniers. Weiterhin möchte ich euch einige Hände erläutern und über ein paar bemerkswerte Begegnungen berichten.

Liz Lieu spielte an einem Tisch, welcher ausschließlich mit unbekannten Spielern besetzt war; um genau zu sein, dort gab es keinen einzigen Spieler der mir bekannt war und wie ich später in meinen gesprächen feststellte, war keinem der Spieler der Name Liz Lieu geläufig. Alle waren bereit uns Ihr bestes Spiel zu zeigen: Liz hatte AK Karo findet einen Low-card Fop mit ausschließlich schwaren Karten; Sie hatte AQ Pik und findet im Flo nur low-cards Karo und Herz. Ich denke, Liz sah in diesen beiden Stunden mehr Flops, als in irgend einem anderen Turnier vorher. Leider hat sie aber während dieser Zeit kaum einen Turn, oder einen River gesehen. Manchmal ist „Lady Luck" halt ein wenig launisch.

Der Gavin/Josh/Bill-Tisch war natürlich ebenso interessant. Ich mag es, Spielern zuzusehen, die ihre Gegner nicht kennen und denen es trotzdem gelingt freundschaftlich miteinander umzugehen.

Ich mag es diesen Spielern zuzusehen, weil Sie ihr Spiel durchziehen und dem Gegner das Leben so schwer wie möglich machen, manchmal schwerer als es eigentlich sein müßte. Dieses Verhalten sagt vieles über die Integrität des Spiels und über den persönlichen, freundlichen, aber intensiven Wettbewerb, aus.

Hatte ich schon erwähnt, daß Gavin etwas spät auftauchte, anscheinend hatte er gestern bis spät in die Nacht gefeiert. Gavin grüßte seine Mitspieler in seiner typischen Art und erhielt dafür postwendend eine zehn minütige Strafzeit. Aber „Lady Luck" war ihm wohlgesonnen, auch wenn es scheint, daß er ein wenig unkonzentriert war. Warum nur? Könnt Ihr es mir erklären?

Während ich die Tische beobachtete, konnte ich mir nacheinander viele verschiedene Hände ansehen: Profi oder Amateur, Fisch oder Hai, ich habe sie mir alle gerne angesehen. Es wäre auch unhöflich vom Tisch wegzugehen, nur weil ein No Name Player sich den Flop ansieht. Hier ist meine „Hand des Tages" welche zwischen zwei völlig unbekannten Spielern ausgetragen wurde.

Drei Spieler sahen den Flop - 8 7 2 - für 300 Chips (die Blinds waren 50/100), einer setzt 400 Chips, eine Spieler callt, der andere foldet. Der Turn ist eine weitere 2; Bet 500 , der verbleibende Gegner callt. Auf dem River finden die beiden verbleibenden Spieler einen König, Bet 1000, Gegner geht all-in mit 2400. Der Spieler, welcher bisher die Aktionen initiiert hatte, denkt lange nach, kratzt sich am Kopf, denkt wieder nach und sagt schließlich folgendes:

„ Ich werde meine Karten niederlegen (folden) aber ich würde dir 100$ geben , wenn du mir deine Pocket King's zeigst"

„Ich bin dabei" sagte ein anderer, der am Tisch sitzenden Spieler.

„Was meinst du damit?"

„ Ich meine damit, daß ich dir auch 100$ gebe, wenn du die Könige hast"

„Ok, du bist dabei"

„Ich auch" sagt ein weiterer Spieler.

Innerhalb von 15 Sekunden hatten letztendlich 4 Spieler jeweils 100$ auf die Frage gewettet, ob der Spieler, welche die Hand gewonnen hat, nun Pocket Kings hat oder ob er nur geblufft hat.

„Ok, dann ist ja alles was ich noch tun muss, euch meine Pocket Kings zu zeigen" und zeigte den Mitspielern seine Karten - ...... Pocket Kings

Ich wüsste nicht welche andere Schlussfolgerungen unsere Spieler aus dieser Aktion ziehen könnten, außer Call, Call, Call. Ein Spieler, der auf diesem Board mit Pocket-Kings All-In geht, gibt seinen Mitspielern natürlich sehr zu denken. Aber egal, jeder lachte über die gelungene Aktion, der Spieler erhält seine 400$ und der einzige professionelle Spieler am Tisch, konnte nur noch den Kopf schütteln und sich ärgern, weil er nicht derjenige war, der die Wette gewonnen hat und somit 400$ mit nach Hause nehmen kann.

Herzlich willkommen in der Welt des Pokers. WSOP Event #9: 5000$ Buy-In No-Limit Hold'em

Doch was machen unsere anderen „Superstars of Poker"? Liz musste mit KK gegen AA antreten und konnte sich von 90% Ihres Chip-Stacks verabschieden. Leider hatte ich das Ausscheiden von Tony G. verpasst, als ich aber an den Tisch ging, fiel mir Bryant King auf, der einen bemerkenwert großen Chip-Stack vorweisen konnte. Ich fragte ihn, wieviele der Chips, die vor Ihm lagen, vorher im Besitz von Tony G. gewesen wären? Er antwortete mir:"Eine ganze Menge".

Gavin hatte ja anfänglich einen guten Run und sein Spiel war zu Beginn sehr erfolgreich, es sah so aus, als wäre er der dominierende Spieler an diesem Tisch. Als ich mir den Tisch später wieder angesehen habe, war von seiner babyblauen Full Tilt Baseball Cap nichts mehr zu sehen. Wenn ich Ihn wiedertreffe, werde ich Ihn mal fragen was passiert ist und warum er ausscheiden musste.

Bevor ich am frühen Abend den Austragungsort verlies, machte ich noch einen kleinen Rundgang durch den Turnierbereich. Hier einige Infos über die letzten drei verbleibenden Tische, die ich mir angesehen habe, bevor ich den Ort der Veranstalltung endgültig verlassen habe:

Table #1-Greg Raymer, Steve Dannenmann, Jason Stern, Dewey Tomko; Table #2-Amir Vahedi, Chip Jett, Jean-Robert Bellande; Table #3-Evelyn Ng, Michael Mizrachi, Humberto Brenes, und natürlich unsere mysteriöse Frau in Grün. Ich bin richtig erschöpt, durch die vielen Gedanken die mir wegen der Frau in Grün durch den Kopf gegangen sind, die Gedanken haben mich zu oft vom eigentlichen Pokergeschehen abgelenkt. Ich bin froh, daß ich den Rat von Liz Lieu angenommen habe: „Mach niemals ein Date mit einer Poker-Spielerin". Morgen ist der nächste Tag des Turniers. Neuer Tag , neue Farben!


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