Turnier Side Pots mit Howard Lederer
April 25, 2011, Howard Lederer

Team Full Tilt Poker Pro Howard Lederer diskutiert einige interessante Side Pots Konzepte beim No Limit Holdem Sit and Go.
Ich möchte gerne eine Hand nocheinmal durchgehen, die ich kürzlich bei Poker After Dark gespielt habe. In dieser Hand musste ich gegen einen soliden Spieler um einen Sidepot spielen.
Gabe Kaplan war sehr short in Chips und als erstes an der Reihe. Bei Blinds 300/600 fand er eine annehmbare Hand mit ![]()
und pushte All-In für seine letzten 2,500. Mark Gregorich callte vom Button mit Pocket Fives. Einige Spieler hätte an seiner Stelle vermutlich geraist, aber es hätte ihm wohl nichts ausgemacht, wenn jemand nach ihm gecallt hätte, da es ein six-handed Sit-n-Go war und man versuchen sollte, jemanden auszuknocken.
Ich finde ![]()
und dachte darüber nach, Mark aus der Hand zu verjagen, aber das war ein Spot, in dem er auch gut möglich mit einer starken Hand, wie etwa Asse oder Könige, Slowplay betreiben hätte können in der Hoffnung, ich würde nochmal raisen – also machte ich den Call, der auch unsere Chancen vergrößerte, Gabe zu eliminieren.
Der Flop brachte ![]()
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und gab Gabe zwei Paare. Aber das war jetzt unwesentlich, denn der Main Pot war nicht alles, was interessant war. Ab sofort ging es um den Side Pot. Dies ist eine dieser kranken Turnier-Situationen, in denen ein Spieler All-In ist und die Action zwischen den anderen beiden Spieler nocheinmal Fahrt aufnimmt. Mark spielte 3,000, was sehr ungewöhnllich ist, aber er hoffte wohl, ein größeres Paar als seines würde folden und hoffe, Gabe hätte King-Queen oder Queen-Jack. Ich musste vorsichtig sein, denn Mark ist ein sehr solider Spieler und er bettete in einen neuen, trockenen Side Pot, also war meine einzige Option zu checken und seinen Bet zu callen.
Der Turn war
und wir checkten beide. Der River brachte die
und ergab eine interessante Situatuion, da ich mich gut und sicher fühlte, die beste Hand zu halten. Aber es hätte noch hart werden können, eine Auszahlung zu bekommen. Und ich wollte mich selbst verteidigen, sodass ich keine große Bet callen muss oder mich in eine schwierige Situation bringen würde. Also entschied ich mich, eine richtig kleine Bet zu platzieren und spielte nur 1,600 in der Hoffnung, gecallt zu werden von einem Ass mit schlechterem Kicker. Es lagen ja auch schon 13,000 in der Mitte und Mark und ich würden eh nur um die 6,000 spielen. Wenn ich also, wie hier, nur 25 Prozent des Side Pots anspiele, dann kann ich mich vor einer großen Bet von ihm schützen oder vor einem Raise, da Mark hier wohl nicht bluffen würde.
Mark foldete und ich drehte meine Hand um, um den Side Pot zu gewinnen und damit Break Even aus dieser Hand herauszugehen. Gabe kam dann zurück und gewann diesen Sit-n-Go noch. Das spricht mal wieder dafür, dass man nie aufgeben sollte – auch in den späten, teilweise aussichtslosen, Turnier-Phasen.
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