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Poker Strategie: Wie man sich im Turnier einen Stack aufbaut

Poker Strategie

Es gibt im Poker kein schöneres Gefühl, als einen großen Stack vor sich stehen zu haben. Deine Gegner fürchten sich. Und jede Action am Tisch läuft über dich. Es ist als würdest du sie sprechen hören, dass sie deine Reraises nur mit den besten Händen annehmen können.

Die Macht eines großen Stacks ist unglaublich, es gibt aber ein Problem: Die meisten Spieler bekommen ihren Stack gar nicht so groß. Jene, die das trotzdem schaffen, tun dies meist aufgrund von Glück oder wahnwitzigen Aktionen. Seltener passiert das aber auch durch Skill: Spieler wie Gus Hansen, Daniel Negreanu oder Phil Ivey sind Meister darin, sich Chips zu besorgen und sich dadurch selbst in eine gute Ausgangsposition bei Turnieren zu bringen.

Muss man sich einen großen Stack aufbauen können, um ein guter Turnierspieler zu werden? In diesem Artikel machen wir uns auf die Suche nach der Antwort auf diese Frage.

Große Stacks bauen sich früh im Turnier meistens Spieler auf, die keine Konfrontation scheuen. Dich nach welcher Art von Konfrontation muss man Ausschau halten? Im Idealfall eine gegen einen der folgenden drei Spielertypen:

1) Der Folder – die einfachsten Gegner. Sie spielen nur mit, wenn sie gute Hände haben und werfen weg, wenn das nicht der Fall ist. So raisen sie etwa mit A-K, folden aber, wenn sie damit den Flop nicht treffen. Oder sie raisen mit Zehnern und werfen am Flop weg, sobald zwei Overcards am Bord sind. Diese Spieler treten mit ihren Hole Cards quasi offen an. Welche bessere Möglichkeit gibt es also um sich Chips zu beschaffen als gegen diese Leute?

2) Der Caller – bezahlt immer, wenn er gar nicht sollte. Obwohl es auch ein gewisses Risiko beinhaltet gegen „Calling Stations“ zu spielen, ist es in der Regel sehr lukrativ. Gegen sie kann man höhere Pots gewinnen, als gegen normale Spieler, denn sie hassen es zu folden! Spiele hoch an und sieh zu, wie dein Stack wächst.

3) Der Raiser – früh im Turnier sind Spieler, die immer raisen und sich damit Post-Flop commiten, die idealen Gegner. Wieviele Leute kennst du, die größte Paare oder Over-Pairs am Flop niemals wegwerfen? Wohl nicht viele. Es gilt, diese herauszufiltern, billge Flops gegen sie zu sehen und im Falle eines Treffers 50 bis 75 Big Blings einzusacken, für die man selbst Pre-Flop gerade einmal deren drei riskiert.

Sich einen großen Stack aufbauen, heißt, nach guten Gelegenheiten Ausschau zu halten und diese zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen. Obwohl mit dem Suchen der Konfrontation ein gewisses Risiko einhergeht, kann kalkuliertes Risiko der große Vorteil zu deinen Gunsten sein. Und es ist immer noch besser, als sich zurückzulehnen und darauf zu warten, gute Karten zu bekommen. Früh im Turnier schenken schlechte Spieler ihre Chips oft her – hol sie dir und lass sie nicht deinen Gegnern!

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