Wir erklären ihnen in diesem Artikel was Sie berücksichtigen müssen, wenn Sie anfangen Mixed Games Turniere zu spielen, und wie Sie ihr Spiel anpassen müssen, wenn Sie diese spielen.
Da die meisten Cash Game und Turnierspieler fast nur noch Pot-Limit oder No-Limit Games spielen und vor Fixed Limit Games zurückschrecken, möchten wir uns diese Woche eine Fixed-Limit Holdem Hand ansehen, eine Pokervariante, welche bei fast allen Mixed Games gespielt wird. In den nächsten Wochen werden wir uns dann einige weitere Hände aus exotischeren Spielvarianten ansehen, welche bei Mixed Games gespielt werden.
Es hat natürlich bestimmte Konsequenzen, wenn mach sich entscheidet Fixed-Limit bei einem Mixed Game zu spielen anstatt Pot-Limit oder No-Limit. Eins Sache ist, dass Drawing bei dieser Variante eine größere Bedeutung hat, im speziellen dann, wenn an dem Tisch eine Menge loose spielender Gegenspieler sitzen. Außerdem ist das Bluffen schwieriger. Damit will ich nicht sagen, dass es unmöglich wäre, bei Fixed Limit zu bluffen. Es gibt bestimmte Zeitpunkte, an welchen ein Bluff durchaus erfolgreich sein kann, aber die Möglichkeit einen Gegner auf dem Turn oder River durch ein hohes Raise vor die Entscheidung zu stellen, ob er alle seine Chips in die Tischmitte schieben soll oder nicht, haben die Fixed Limit Spieler nicht. Abschließend sollte man sich beim Fixed Limit unnötige Einsätze ersparen, wenn man schon geschlagen ist bzw. noch einen extra Bet erzwingen, wenn man vorne liegt. Diese Vorgehensweise kann sich entscheidend auf ihren Erfolg auswirken.
Um ihnen die Vorgehensweise beim Sparen eines Einsatzes bzw. beim Squeezing eines Bets vor Augen zu führen, möchte ich als Beispiel eine Hand aus einem Fixed-Limit Game zur Hilfe nehmen, welche ich vor kurzem gespielt hatte. Ich saß noch nicht lange am Tisch und bekam dann in letzter Position

. Drei Spieler hatten bereits gelimpt bevor ich an der Reihe war, ich entschied mich zu callen anstatt zu raisen.
Da das Big Blind den Flop gratis sehen konnte, sahen 5 Spieler den Flop. Der Flop kam sehr gut für mich 9c-4s-2d. Als ich an der Reihe war, setzte ich, um zu sehen, wie meine Gegner reagieren. Nur ein Spieler aus mittlerer Position callte den Bet. Ich hatte in der kurzen Zeit in welcher ich am Tisch saß, schon vorher beobachtet, daß er eine Hand falsch gespielt hatte und nahm deswegen an, daß er ein weak Spieler ist.
Der Turn bracht eine weitere gute Karte für mich – die
. Mein Gegner machte einen Einsatz und nun musste ich mir überlegen, welche Handrange er haben könnte. Es war sehr unwahrscheinlich, daß er eine 9 auf der Hand hatte. Mit einer 9 auf der Hand, hätte er am Flop gesetzt und wenn ich gecallt hätte, hätte er den Turn vermutlich gecheckt und gehofft mich zu check-raisen. Aus den gleichen Gründen, schloss ich auch ein 4er Set und ein 2er Set aus. Sein Set wäre zu einem Full House geworden und da ich durch meinen Bet auf dem Flop eine 9 repräsentierte, gäbe es für ihn keinen Grund anzunehmen, daß ich am Turn keinen Einsatz machen würde. Da kein Preflop Raise erfolgt war, konnte ich alle großen Paare, welche höher waren als die Karten, welche auf dem Board lagen, ausschließen. Somit blieben mir nur noch 3 Optionen, ein mittleres Paar, ein schlecht durchgeführter Bluff mit zwei Overcards oder ein Draw.
Viele Spieler in meiner Position würden an diesem Punkt die Hand passiv down Callen bis zum River und hoffen, daß Sie mit den 2 Paaren, 9er und 7er, gewinnen. Ich entschied mich zu raisen und hatte auch einige Gründe für meine Entscheidung. Erstens, raisen am Turn ist die konsequente Fortsetzung meines Spiels am Flop. Durch meinen Flop Bet repräsentierte ich eine 9 auf meiner Hand und ich möchte durch meinen Raise am Turn, weiterhin die 9 repräsentieren. Außerdem war ich mir aufgrund meiner Überlegungen sicher, daß ich am Turn die beste Hand hatte. Deshalb habe ich aus Value Gründen geraist und somit versucht meinen Gegner zu einem extra Bet zu zwingen, obwohl er eigentlich hinten liegt. Drittens, möchte ich durch meinen Turn Raise maximalen Druck auf meinen Gegner ausüben. Er muss dadurch zwei weitere Einsätze zahlen, wenn er beim Showdown dabei sein will.
Am wichtigsten aber ist, daß es sehr viele Karten gibt, welche auf dem River kommen könnten und sehr gefährlich für mich wären. Da ich eine gute Position im Bezug auf meinen Gegner hatte, könnte mein Raise natürlich auch dazu führen daß ich einen gratis Showdown bekäme, wenn ich diesen haben möchte. Wenn der River mit einer ungefährlichen Karte kommt, kann ich einen weiteren Einsatz machen und kann meinen Gegner vielleicht zu einem weiteren unnötigen Einsatz zwingen.
Haben Sie den Unterschied zwischen den beiden unterschiedlichen Vorgehensweisen bemerkt. Passiv spielen und die Hand bis zum River down zu callen, verschafft mir 2 Big Bets wenn ich gewinne und kostet mich 2 Big Bets, wenn ich verliere. Indem ich auf dem Turn raise und dann entscheiden kann, ob ich den gratis Showdown will oder nicht, kostet mich das 2 Big Bets, wenn ich aber verliere, lasse ich mir die Möglichkeit offen einen dritten zusätzlichen Big Bet gewinnen zu können, wenn mein Gegner auf dem River eine Karte findet, welche hoch genug für ihn ist, um einen River Bet zu callen.
Wie ich ja bereits erwähnte, raiste ich in dieser Hand auf dem Turn und mein Gegenspieler callte. Die 8s auf dem River, führte dazu, daß 3 Spades auf dem Tisch lagen und sorgte dafür daß der wahrscheinlichste Draw nun möglich war. Er checkte und ich checkte ebenfalls. Er zeigte 5s-2s für einen Flush und gewann den Pot. Ich hatte also zu diesem Zeitpunkt einfach Pech gehabt --- vor dem River war ich 3.5 zu 1 Favorit --- aber ich hatte die Hand wenigstens so gespielt, daß ich den maximalen Value für die Hand erwarten konnte. Manchmal ich das einfach alles was man tun kann.

















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