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Poker Strategie: Heads Up Poker - Preflop

Poker Strategie

Neben 10max- und 6max Tischen, bieten viele Seiten auch Heads-up Tische an. Sie müssen diese nicht zwangsläufig spielen, meiner Meinung nach ist es jedoch für jeden Spieler wichtig ein gutes Heads-up-Spiel zu entwickeln. Jeder Spieler befindet sich früher oder später in einer Heads-up-Situation und nachdem sich Heads-up doch deutlich vom normalen Poker unterscheidet, erfordert es ein Umdenken bevor man die richtige grundlegende Strategie findet. Zudem sind sie evtl. gezwungen an einen leeren Cashtisch zu gehen, falls keine anderen guten Tische verfügbar sind und dann erst ein paar Runden Heads-up spielen bevor sich der Tisch füllt.

Hierbei handelt es sich um eine komplett andere Art zu spielen: je weniger Spieler am Tisch sitzen, desto öfters sind Sie in den Blinds. Somit ist das Stehlen und Verteidigen der Blinds besonders wichtig. Nachdem man im Heads-up nur in den Blinds sitzt, muss man diese Situationen gleich von Beginn an meistern, um nicht zu viele Chips zu verlieren. Gegen einen Gegner mit einem gewissen Preflopraise-Wert, muss man eine gewisse Anzahl Hände verteidigen, damit der Raise des Gegners durch die eigene Foldequity nicht unmittelbar profitabel wird.

Angenommen ein Spieler raist aus dem Small Blind jede Hand (wir gehen davon aus, dass das Verhältnis von Small Blind zu Big Blind 1:2 ist und ein Preflopraise die Größe des Pots (3BB) beträgt).Jedes Mal wenn der SB raist, investiert er 2,5BB um 1,5BB zu gewinnen. Wenn man also nur die Preflopsituation betrachtet, muss der Spieler zu 62.5% gewinnen um auf ein Nullsummenspiel zu kommen (62,5x gewinnt er 1,5BB = 93,75BB, 37,5x verliert er 2,5BB = 93,75BB). Sollten Sie also jede Hand erhöhen, muss Ihr Gegner seinen Blind zu 37.5% verteidigen (oder es durch profitables Spiel postflop und oop kompensieren), um nicht langfristig Geld zu verlieren. Die Werte der meisten Spieler liegen jedoch weit entfernt von 37,5%.

Wie Sie bereits sehen können, wird im Heads-up sehr loose gespielt. Eine profitables und looses Spiel vom Small Blind/Button ist nicht schwer, oop vom Big Blind ist es jedoch schon eine Herausforderung. Die meisten Regulars/aggressive Spieler erhöhen etwa 75% ihrer Hände aus dem SB und gegen die meisten Gegner ist es nicht schwer mehr als 30% Ihrer Hände profitable zu verteidigen. Um aber die Winrate im Heads-up zu bestimmen, brauchen Sie natürlich mehr als nur Ihre Stats gegen einen SB-Raise. Auf eine Erhöhung zu folden hat einen neutralen Erwartungswert, man kann jedoch viel durch das Spielen von profitablen Händen kompensieren.

Außerdem sind sie zu 50% im SB und können somit relativ einfach den Big Blind angreifen.

Theoretisch ist es also korrekt jede Kartenkombination aus dem Small Blind zu raisen. Im Big Blind kommt es stark auf die Openingrange des Gegners an. Wenn er aggressiv ist und 75% seiner Hände erhöht, müssten Sie zu ungefähr 25-30% Ihren Blind verteidigen. Wie oft und mit welchen Händen Sie reraisen oder nur callen hängt ab von seinem Postflopspiel und wie er auf Reraises reagiert.

Grundsätzlich gilt, je aggressiver der Gegner postflop ist, desto weniger Chips möchten Sie am Tisch haben. Es ist viel einfacher Ziel von selektiver Aggression zu werden, wenn sie nur einen kleinen Teil Ihres Stacks preflop investieren. Oft muss man eine sehr starke Hand halten um reraisen zu können, da das Geld in reraised Pots mit Händen wie Top Paar sehr schnell in die Mitte geht. Somit sollte man eher reraisen, wenn man auch postflop die Aggressivität fortführen möchte. Somit reduziert man den Nachteil oop zu sein und nimmt gleichzeitig die Initiative an sich, so dass der Gegner reagieren muss.

Es ist ebenfalls wichtig zu wissen wie die Gegner auf Reraises reagieren. Sollte dieser oft folden, können Sie ihn mit einer polarisierender Range (sehr starke und gleichfalls sehr schwache Hände) reraisen. Wenn Ihr Gegner viel foldet, zeigt ein Call eine starke Hand an, so dass es evtl. besser wäre eine Hand wie anstatt zu halten. Sollte der Gegner viele Ihrer Reraises callen, wird er ebenfalls viele marginale Hände in seiner Range haben und somit wäre es wieder besser statt zu haben.

Schwieriger wird es, wenn Ihr Gegner oft 4-bettet. Wenn Sie beide mit einem Stack von 100BB spielen, ist es nicht schwer zu ermitteln welche Hände gut genug sind um auf seine 4-Bet All in zu gehen. In Heads-ups sitzt man jedoch oftmals mit mehr als 100BB am Tisch, was es schwer macht richtig auf die kleinen 4-Bets des Gegner zu reagieren. Meistens hat man zu viel Geld am Tisch, um ein All in profitabel spielen zu können. Ihre Investition ist im Verhältnis größer als das im Pot befindliche Geld. Zudem wird der Gegner nur tighter callen und Sie dann eine bessere Equity benötigen, falls er tatsächlich callt. Manchmal kann man auf eine kleine 4-Bet nur callen, was aber eigentlich schon als floaten angesehen werden kann. 4-Betting-Ranges sind sehr oft polarisiert, so dass man nicht mit dem Ziel Top Paar zu treffen callt (man hat bereits einen großen Teil seines Stacks inverstiert), sondern um herauszufinden, ob es sich um die Bluff-Sektion der Range handelt.

Auch die Größe des Reraises sollte hier erwähnt werden. Natürlich wollen Sie mit der Höhe des Reraises keine Informationen über Ihre Hand Preis geben und sollten immer um den gleichen Betrag erhöhen. Falls Sie aggressiv reraisen (was der richtige Spielzug in den meisten Heads-up-Begegnungen ist), wäre ein Fold Ihres Gegners für den größten Teil Ihrer Range der Idealfall. Sie spielen eine weite Reraising-Range hauptsächlich aufgrund der Foldequity Ihrer Gegner und je größer Ihr Reraise, desto mehr Foldequity können Sie generieren (außer wenn Ihr Reraise zu groß ausfällt und Ihr Gegner profitabel mit einer 4-Bet All in gehen könnte). Sie müssen also die richtige Balance zwischen Ihren Setzgrößen, sowie das richtige Verhältnis zwischen Foldequity und der Größe des Reraises finden.

Sind die Stacks um die 100BB, würde ich raten die Reraises auf ca. 10% des gesamten Stacks zu machen. Bei Reraises von mehr als 4x der ursprünglichen Erhöhung, müsste der Gegner zu 73% folden um den Spielzug profitabel zu machen, was eigentlich nie vorkommt. Viele aggressive Gegner werden oft mit einem Stack von mehr als 150BB in Position 4-betten. Wenn Sie also Ihren 12BB-Reraise mit einer 26BB-4-Bet beantworten, wird es schwer mit diesen Stackgrößen zu verteidigen. Sie können diese Situationen vermeiden, indem Sie die Größe Ihrer 3-Bets reduzieren und lediglich flat-callen.

Sie können auch ein wenig mit der Höhe Ihres Open-Raises experimentieren. Wenn Sie beispielsweise nur auf 2,5BB anstatt auf 3BB raisen, riskieren Sie weniger Geld um den Pot zu gewinnen und zwingen Ihren Gegner mehr Hände zu spielen. Sollte dies nicht gelingen, verlieren Sie jedes Mal einen halben Big Blind weniger wenn er nochmals erhöht und gewinnen nach wie vor 1,5BB sollte er folden. Sie können dies auch als eine Art defensive Anpassung verwenden, wenn Sie mit der Anzahl oder der Höhe der gegnerischen Reraises Probleme haben. Der Gegner gewinnt dann weniger, wenn Sie auf seinen Reraise folden und müssen somit nicht Ihre Opening-Range anpassen.

Der Nachteil dieser Spielart ist, dass der Pot relativ klein bleibt. Es stimmt, dass sich Positionsvorteil erhöht, wenn sich auch das Verhältnis zwischen Stackgröße und Potgröße erhöht.

Anders ausgedrückt: je kleiner der Pot in Relation zu den Stacks ist, desto mehr Optionen haben Sie Ihre Position auszunutzen.

Es gibt viele Gegner, die nicht genug erhöhen, jedoch viel oop callen. Dies sind hauptsächlich schwache Gegner, gegen die auch höhere Open-Raises Sinn machen. In diesem Artikel ging es jedoch eher um das Spiel gegen aggressive Gegner.

Natürlich ist es schöner gegen einen Fisch zu spielen, auch wenn das eine andere Strategie erfordert. Man möchte denken, nachdem die Fische mehr callen, kann man nicht mehr so aggressiv agieren. Das genaue Gegenteil ist jedoch der Fall. Spieler die nicht auf Foldequity (Aggressivität) spielen, sondern hoffen ihre Blatt zu treffen, sollten noch deutlich mehr unter Druck gesetzt werden, da diese viel öfter das Board verfehlen als dass sie es treffen werden.

Besonders preflop machen diese Spieler viele Fehler. Je größer die Stacks sind, desto unwichtiger wird preflop die Auswahl der Starthände. Indem Sie also mehr raisen, erreichen Sie zwei Dinge: Erstens, sie verringern die Stacks im Verhältnis zu Potgröße, woraus folgt, dass Ihr Gegner weniger gewinnt, wenn er trifft. Zweitens, sie bekommen Value während er bereit ist Geld in den Pot zu investieren (preflop) und gewinnen dann den Pot, wenn er weniger bereit ist Geld in den Pot zu investieren (postflop)

In Position haben Sie nun also die neue Optionen seinen Limp zu raisen. Gute Spieler werden kaum am Button limpen, weil es schwer ist gegen einen aggressiven Buttonraiser zu verteidigen. Schwächere Spieler limpen regelmäßig am Button und wie oft ich seinen Limp raise, hängt nur davon ab, wie viel Foldequity ich meiner Bet zuschreibe. Im Gegensatz zum Spiel in Position bringt es aber nichts aus dem Big Blind einen großen Pot mit einer schlechten Hand aufzubauen.

Sie sind evtl. geneigt seinen Limp zu raisen, da es eigentlich Schwäche bedeutet. Sein Limp ist jedoch bereits besser für Sie als die Alternative. Wenn er raist, müssen Sie die meisten Hände folden und Sie können immer noch die meisten Hände raisen, die Sie sowieso for Value spielen würden.

Wenn man sagt, man sollte gegen jeden Gegner jede mögliche Starthand im SB raisen, so wäre das etwas übertrieben. In einigen Fällen wäre die Chance auf ein Reraise höher als normalerweise, was sich aus dem Spielverlauf begründet. Sollten Sie die letzten 5 Mal in Folge vom Button geraist haben und bekommen nun 85o, wäre es ein guter Zeitpunkt zu folden. In der nächsten Hand können Sie dann wieder Hände erhöhen, die sogar noch schlechter sind als 85o. In Heads-up-Partien ist der Spielverlauf (game flow) den Teilnehmern deutlich bewusster als in 6-max-Spielen. Ihr Gegner foldet deutlich häufiger, wenn ihre Aggressivität gar nicht bemerkt, oder wenn er an einem anderen Tisch in einen großen Pot involviert ist.

Wie Sie sehen können erfordert Heads-up eine ganz andere Spielart und erfordert einige Umstellungen um weiterhin sein A-Game spielen zu können. Glücklicherweise ergeht es Ihrem Gegner nicht besser und sollten Sie relativ schnell darauf einstellen können, haben Sie einen riesigen Vorteil.

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