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Bankrollaufbau: Omaha Hi/Lo – Teil 2

Im ersten Teil dieses Artikels gingen wir darauf ein, weshalb die geringe Varianz und die soften Gegner dafür sorgen, dass Omaha Hi/Lo sich ganz besonders zum Aufbau eines Bankrolls eignet. Nun ist es an der Zeit etwas tiefer zu gehen. Schauen Sie sich unsere Tipps von den Pros an und setzen Sie ihr neues Wissen zu Gunsten ihres Bankrolls ein.

Tipps von den Pros:
• Es schadet nie zu lernen. Egal ab Sie mit Omaha Hi/Lo neu anfangen oder bereits über gewisse Erfahrungen verfügen, Sie sollten sich auf jeden Fall ein Omaha Hi/Lo Buch zu Hand nehmen und ihren Skill durch intensives Lernen verbessern. Kaufen Sie sich z.B. das Buch“Super System 2” und lesen Sie das exzellente Omaha Hi/Lo Kapitel von Bobby Baldwin und Mark Gregorich. Wenn Sie sich lieber einige konkrete Analysen anschauen möchten, sollten Sie sich Mark Tenner & Lou Krieger's “Winning Omaha 8 Poker,” oder Ray Zee's “High-Low Split Poker For Advanced Players” durchlesen.

• Spielen Sie auf beide Hälften des Pot's. Die meisten Anfänger bei Omaha Hi/Lo verstehen eines der Schlüsselkonzepte bei Omaha Hi/Lo nicht – man muss immer versuchen einen Draw auf beide Hälften des Pot's zu haben. Ein Grund warum Omaha Hi/Lo so profitabel ist, bedingt auf der Tatsache, dass es eine große Anzahl von Spielern nur auf eine Hälfte des Pot's abgesehen hat, aber es eigentlich das Ziel sein muss, den kompletten Pot zu gewinnen.

Wenn man sich entscheidet eine Hand zu spielen bzw. nicht zu spielen, muss man sich vorher über das Potenzial dieser Hand Gedanken machen. Habe ich ein Ace? Aces sind sehr wichtig bei Omaha Hi/Lo Starthänden, da diese dazu beitragen die Nut Low, den Nut Flush oder die Nut Straight zu bekommen. Als Anfänger könnte man eigentlich jede Starthand ohne ein Ace einfach wegwerfen.

Dann sollte man darüber nachdenken, wie hoch die Wahrscheinlichkeiten sind, den High Pot zu gewinnen. Eine Hand wie z.B. {A-Spades}{2-Diamonds}{K-Hearts}{Q-Spades} hat viele Chancen auf den High Pot – Sie könnten z.B. den Nut Flush, die Nut Straight oder Top Two Pair treffen. Zum Abschluss müssen Sie noch über ihre Chancen auf den Low-Pot nachdenken. Mit der A-2-K-Q Hand können Sie aber auch die Nut Low treffen, somit ist diese Hand eine ausgezeichnete 2-Way Hand und man hat mit ihr durchaus eine gute Chance beide Hälften des Pots zu gewinnen.

Hände mit einem guten Low Potenzial beinhalten immer A-2 oder A-3 oder A-2 oder A-3 mit einer weiteren zusätzlichen “backup” Low Card. Die {A-Clubs}{2-Diamonds}{Q-Spades}{K-Diamonds} ist nicht unbedingt für die Low geeignet, wenn der Flop z.B. mit {A-Diamonds}{2-Spades}{3-Diamonds} kommen sollte, aber mit {A-Clubs}{2-Diamonds}{4-Spades}{K-Diamonds} haben Sie immer noch mit A-4 einen Draw für die Nut Low und einen Draw für den Nut Flush High.

• Treffen Sie etwas oder geben Sie ihre Hand auf. Wenn Sie etwas auf dem Flop treffen, wie z.B. in der A-2-4-K Hand, in welcher Sie auf jeden Fall raisen und setzen sollten, was das Zeug hält. Wenn der Flop jetzt z.B. Mit {J-Hearts}{9-Diamonds}{8-Spades} oder {Q-Spades}{4-Clubs}{2-Clubs} kommt, sollten Sie ihre Hand aufgeben. Die Profite bei Omaha Hi/Lo entstehen, wenn man einen guten 2-Way Draw floppt und weil viele Spieler bis zum River drawen, obwohl sie eigentlich nur einen halben Pot gewinnen können. Sie möchten derjenige sein, welcher das Geld gewinnt und nicht derjenige, welcher sein Geld verschleudert.

• Machen Sie sich Notizen über ihre Gegner. Immer wenn Sie in eine Hand involviert sind bzw. auch dann, wenn Sie eine Hand nur beobachten, sollten Sie sich Notizen über die Spielweise ihrer Gegner machen. Handelt es sich um einen Spieler, welcher meistens die Nuts aufdeckt? Oder ist es ein Spieler, welcher auf das "Bad-End" einer Straight drawt, wenn ein möglicher Flush auf dem Board liegt? Versucht er einen Low-Flush zu treffen, obwohl das Board sich bereits zwei Mal gepairt hat? Drawrer nur auf die Nut-Flush Draw oder auf jeden Low?

Wenn Sie einige Tage in einem Limit spielen, wird Ihnen auffallen, dass immer wieder die gleichen Spieler an den Tischen sitzen. Merken Sie sich die regelmäßigen Spieler – auch wenn diese regelmäßig spielen, bedeutet dies noch lange nicht, dass diese regelmäßigen Spieler zu den regelmäßigen Gewinnern gehören. Um mehr Daten über ihre Gegenspieler zu bekommen, sollten Sie überlegen, sich eine Pokersoftware wie z.B. Poker Tracker Omaha oder Omaha Manager zu zulegen. Sie bekommen zwar nur Daten von den Spielern gegen welche Sie direkt spielen, erhalten aber zusätzlich die Möglichkeit ihre eigenen Daten zu analysieren und Tendenzen festzustellen.

Wenn Sie gerne mal Omaha Hi/Lo ausprobieren möchten, sollten Sie einfach einen Account bei einem der von uns empfohlenen Online Poker Rooms eröffnen. Twittern Sie doch mal mit PokerNews!

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