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Hallo Freunde,
da ich einige Tage geschäftlich weg war, konnte ich leider nicht allzuviel Zeit mit meinen Pokerstrategieteil verbringen. Wenn euch neue Dinge oder Erlebnisse aus meinem Leben interessieren könnt ihr jederzeit auf www.stefaniebergener.de mal auf meinen Blog schauen.
Zwar fliege ich am 06.08. für 10 Tage nach Griechenland, doch möchte ich auch von dort aus ein wenig am neuen Thema Verhaltensmuster und Handanalysen weiter schreiben.
Aber jetzt beginne ich mal: 
Wie wichtig ist es beim Turnierpoker, Hände zu analysieren und gegnerische Verhaltensmuster zu erkennen?
Es ist wichtig zu erkennen, dass die ganz unterschiedliche Fähigkeiten sind. Beide erfordern allerdings scharfe Konzentration und Beobachtungsgabe. Handanalyse ist die Fähigkeit, die Stärke oder Schwäche der gegnerischen Hand aufgrund der Setzmuster und der Zusammensetzung des Boards einzuschätzen. Das Erkennen der Verhaltensmuster ist die Fähigkeit, physische oder verbale Hinweise zu entdecken, die mit der Qualität der gegnerischen Hand in Verbindung stehen. Die beiden Fähigkeiten sind bei No-Limit-Turnieren sehr wertvoll.
Da heutzutage immer mehr Internetspieler an Live-Turnieren teilnehmen, werden verräterische Verhaltensmuster immer verbreiteter, ich werde mir mit euch zusammen einige der heutzutage am häufigsten anzutreffenden ansehen.
Das Fallenlassen von Chips
Eines der häufigsten Verhaltenmuster, dass am häufigsten übersehen wird, am weitesten verbreitet ist, besteht aus dem Umgang mit den Chips bei einem Bluff, bei dem Sie versehendlich fallen gelassen werden. Da unerfahrene Spieler etwas nervöser als sonst sind, fällt es ihnen offenbar schwerer ihre Chips in einer gleichmäßigen, fließenden Bewegung zu setzten, weshalb eventuell ein oder zwei Chips vin ihrer Bet oder ihrem Stack herunterfallen. Callt eher eine Bet von einem Spieler, dem dieses Missgeschick passiert und er ein wenig nervös zu sein scheint, als von jemanden bei dem dies reibungslos abläuft. Vor allem sind diese Verhaltensmuster vor allem dann verlässlicher, wenn ihr Hände, an denen ich zuvor nicht beteiligt wart beobachtet habt und zwischen den fallen gelassenen Chips Schwäche oder die umgekehrte Situation feststellen konntet.
Spieler die im Live-Spiel noch unerfahrener sind, kämpfen oftmals gegen ihre innere Nervosität an, indem sie versuchen, ihre Regungen unter Kontrolle zu halten. Beim Bringen der Einsätze ist dieser innere Kampf um die äußere Gelassenheit am häufigsten. Inneres Unbehagen kommt oft beim Umgang mit Chips zum Ausdruck.
Mir ist am Anfang meines Livespiels aufgefallen, dass ich immer bei Monsterhänden gezittert habe, ich habe dies heute unter Kontrolle, allerdings kommst es häufig noch bei anderen Spielern vor.
Ein wahrnehmbares Zittern kommt fast nie von einem Bluff.
Bis bald, Eure Stefanie 
2009-07-31 23:07
Feiner Beitrag, thx Stefanie...
Was mir bei Leuten mit Monsterhänden auch aufgefallen ist, sie haben oft Mühe, ganz normal weiter regelmässig zu atmen, die Atmung wird irgendwie...'strange', manche beissen dann - wohl um weitere Tells zu vermeiden - so hart sie können auf die Zähne...krasse Fälle versuchen so extrem, Tells zu vermeiden, dass ihre Halsschlagadern direkt rausdrücken, Blut sammelt sich im Kopf, sie kriegen ne hochrote Birne...
Hätt da gleich noch ne Frage, die Du Stefanie vielleicht beantworten kannst. Grad gestern hab ich ma wieder gemütlich ne alte WPT-Show geguckt und ich seh wieder und wieder dasselbe Verhalten: Die Hand ist gespielt...und der Spieler schaut sich die Hand nochmals an, bevor er sie gen Dealer schiebt...
Und ich frag mich seit eh und je...wtf soll das eigentlich sein? ein Abschied an die geliebte Hand so a la: bye machts noch gut ihr schätzchen, habt fein geholfen...? Oder: Scheisse mein Gedächtnis lässt echt zu wünschen übrig, schon wieder vergessen was ich eigtl. hatte, gleich nochmal schauen...ahhh, jo okay...oder sonst n stranges Ritual? Ich seh den Sinn einfach nicht, wenn ich ne Hand gespielt hab, wozu the heck soll ich mir diese beiden Karten nochmals anschauen?
Viel Sonne in Griechenland (hast eh, wenn sie niemand geklaut hat^^)
2009-08-02 12:28
Hi OMGI,
das mit der Atmung und der Halsschlagader kenne ich gut. Wichtig ist nur heraus zu finden ob der Spieler diese Reaktion hat, weil er Blufft oder gute Karten hat.
Bei der letzten World Womans Open saß ich ja mit Soraja Homam, die ich gut kenne an einem Tisch und ich spielte Pocket 10, gegen ein Raise vom Button mit einem Reraise.
Der Spielerin am Button pumpte dermaßen die Halsschlagader, daß ich sie auf Könige oder Assen setzte.
Nach dem Flop, der unbedeutend war, raiste ich und sie callte nur. Ich checkte nach dem Turn und sie raiste worauf hin ich foldete. Soraja sagte "gute Entscheidung" und im Nachhinein haben wir erfahren, dass meine Gegnerin nur Pocket 9 spielte und meine Hand gewonnen hätte.
Genau diesen Tell muss man sich dann unbedingt merken.
Das mir dem ansehen der Hand ist mir ebenfalls schon sehr oft aufgefallen. Meiner Meinung hat es genau den Zweck, den es bei Dir erreicht hat, nämlich zu irritieren. Wenn ein Spieler dieses Verhalten bei mir macht, gehe ich zwar davon aus, daß er nur geblufft hat, jedoch ist dies kein Tell auf den ich mich verlasse. Meiner Meinung nach sollte man dieses Verhalten bei einem Gegner einfach ignorieren und sich davon nicht aus der Ruhe oder von seinen anderen Tells abbringen lassen.
Anders als während eines Spiels, bei dem viele dazu neigen, wenn sie ein Monster haben sich nochmals davon zu überzeugen, daß kein Irrtum vorliegt.
Gute Sendungen um sich ein bisschen mehr Eindruck von diesen Tells zu machen sind die Pokerturniere bei denen die Hände komplett mit aufgezeigt werden, gerade Turniere aus Fernsehstudios sind hierfür super geeignet. Die Spieler machen nach einiger Zeit ihr "normales" Spiel und man kann sie als Zuschauen gut zu Informationszwecken lesen.
Wehe mir klaut jemand die Sonne in Griechenland 
Wünsche Dir hier aber auch viele sonnige Tage
LG Stefanie
2009-08-02 17:03
Hallo Freunde,
heute ein weiterer Tipp zum Verhaltensmuster beim Spiel und Handanalysen.
Zum Fallenlassen der Chips gehört ein weiteres Verhaltensmuster, nämlich das Sortieren der Chips. Falls Chips von einem Stapel gesetzter Chips fallen, werden Bluffer häufig versuchen, dies wieder schnell in Ordnung zu bringen und sortieren diese. In der Verbindung mit fallen gelassenen Chips, ist die ebenfalls häufig ein Zeichen von Schwäche. Ähnlich wie Verbrechern wollen Bluffer ihrer Tat den Anschein der Normalität verleihen und deshalb diesen Chipstapel wieder richten. Die Punkte Fallenlassen und Sortieren sind ein starkes Zeichen für einen Bluff. Falls die Chips liegen gelassen werden, kann man vom Gegenteil ausgehen.
Die beiden genannten Punkte können auf der anderen Seite nur schwer als irreführendes Verhaltensmuster eingesetzt werden, d.h. ein Spieler verursacht diese Situation absichtlich um in die Irre zu führen. Es ist einfach sehr schwer absichtlich Chips fallen zu lassen und wieder zu sortieren.
LG
Stefanie
2009-08-03 18:14
Ich finde loose Spieler sind viel schwerer zu lesen weil sie gerne und oft bluffen.
lg, zawi
2009-08-04 12:47
Hallo,
da muss ich Dir Recht geben, bei loosen Spieler, ist es wirklich schwierig.
lg
Stefanie
2009-08-04 22:35
Hallo Freunde,
als nächstes ist zu beachten, wie nachdrücklich eine Bet ausgeführt wird. Ihr müsst nach Mustern suchen, wie eure Gegner ihre Chips in die Mitte schieben. Achtet darauf, mit welchem Nachdruck die ihr Chips abstellen. Es heißt bei Pokerspielern „stark bedeutet schwach und schwach bedeutet stark". Häufig weisen nachdrücklich ausgeführte Bets auf Schwäche hin. Im Gegensatz dazu bedeutet häufig sanft platzierte Bets meistens eine starke Hand. Zwar ist dies nicht so zuverlässig wie andere Verhaltensmuster, weil es ebenso Spieler gibt, die es mit einer starken Hand nicht erwarten können ihr Chips in die Mitte zu schieben, jedoch sollte man gerade auf seine eigene Körpersprache bedacht auf diesem Verhaltensmuster Beachtung schenken. 
LG
Stefanie
2009-08-04 22:58

Top Thread!
Sehr interessant!
Es gibt nix schöneres als ein SnG mit einem Royal Flush zu beenden!
2009-08-05 12:06
Hallo Steffi,
Ich komm mit dem Überfluss an Infos am Live Tisch nicht klar, bzw. verliere nach wenigen Stunden die Konzentration.
Sind die Pros denen du begegnest wirklich so perfekte Pokermaschinen oder verlassen die sich vornehmlich auf ihre Erfahrung und spontanen Instinkte. Merken sich diese Supermaschinen jedes wesentliche Detail am Tisch, haben die so ein tolles Gedächtnis?
Hab gerade gelesen das Phil Ivey ab 8 schon regelmäßig gepokert hat, solche von Kind auf erworbenen Instinkte kann man doch niemals trainieren.
lg, zawi
2009-08-06 16:59
Hallo Zawi,
bitte entschuldige, daß ich erst heute antworte, es war leider keine vernüftige Internetverbindung von meinem Hotel aus zu bekommen. Aber jetzt ist der Urlaub vorbei und ich bin wieder da.
Die Superpros sind auch keine Gedächtnisgenies. Ich vergleiche es einbisschen mit Autofahren, Am Anfang mußt Du über jetzte Bewegung und Situation nachdeken. Nach Jahren allerdings steigst Du ins Auto ein und fährst einfach los, allerdings gibt es selbst dann noch Situationen bei denen du Reagieren und dich konzentrieren mußt. Den super Pokerspielern ghet esfast genauso. Viele Situationen beherschen sie zu jeder Tages und Nachtzeit, dies gibt ihnen einen Vorsprung, den wir aber alle einholen und erlernen können.
Auch für mich es es zeitweise noch anstrengend mich über viele Stunden zu konzentrieren, aber mit der Zeit mehrkt man das es immer besser wird.
Was man als Kind lernt gibt einem natürlich einen großen Vorsprung, allerdings, wie oftspielt man schon gegen Phil Ivey?
Liebe Grüße und viel Erfolg,
Stefanie
2009-08-22 15:30
Hallo Freunde,
die ein bisschen aus meinem Urlaub sehen wollen, auf meinem blog www.stefaniebergener.de, berichte ich ganz viel darüber.Außerdem könnt ihr ein bisschen lachen, wenn eine "alte Schachtel" noch mit Windsurfen beginnt

Viel Spaß dabei und bis bald,
Stefanie
2009-08-22 15:34
Hallo Freunde,
und gleich geht's weiter mit Verhaltensmustern im Umgang mit Chips.
Eines davon ist auch das Werfen oder Schnippen von Chips und zwar das Werfen der Chips in die Mitte des Tisches (auch hier gilt, stark bedeutet schwach). Eine andere Möglichkeit ist das Schnippen d.h. ein Spieler befördert seine Chips mit einem Schnippen der Finger in die Mitte des Tisches, auch die deutet ebenfalls auf Schwäche hin.
Als weiteren Punkt solltet ihr darauf achten, wo ein Spieler seine Bet platziert. Stellt er diese nur kaum aufs Spielfeld, so ist seine Hand im Allgemeinen stärker, als wenn er sie weit in die Mitte schiebt.
In den meisten Fällen ist eine Bet die agressiver ausgeführt wird, mit einer schwächeren Hand verbunden. Auch hierfür gilt das Prinzip, stark bedeutet schwach!
Jetzt wünsche ich euch noch viel Erfolg, Glück und gute Karten, bis bald,
eure Stefanie

2009-08-22 15:54
das bläst aber ordentlich der wind
für eine anfängerin nicht schlecht
. hab auch vor 2 jahren mit dem windsurfen begonnen. in einer woche geht es für 2 wochen nach soma bay, soll der ideale surfspot für alle könnerstufen sein.
wo war das stefanie?
glg
mani
2009-08-22 19:39
@ Mani Glaube auf Rhodos
@ Steffi
Hey sieht ja fesch aus, hoffe hattest genug Railbirds. *hehe*
Glaube wenn ich es mal auf das Brett schaffen sollte, würde ich anschließend schnurstracks auf hohe See abtreiben. 
P.S. Solange ich dann aber eine Insel mit Strandbar erreiche geht's aber. 
He came with the name Cincinnati, a kid with no ace in the hole,
on a hot poker pot, Cincinnati, had staked his heart and soul. (Lyrics by Ray Charles)

Member APAT Team European Region
2009-08-22 20:46
Hallo Mani,
das war in Ixia auf der insel Rhodos, am zweiten Tag war noch mehr Wind, ich konnte kaum das Segel halten und der Muskelkater war unglaublich. Habe in meinem Ehrgeiz gleich immer zwei Trainerstunden auf einmal genommen.
Danke für dein Kompliment.
Ich beneide Dich um deinen Urlaub, nächstes Mal fange ich gleich zu Surfen an, nicht erst die letzten Tage.
Ganz liebe Grüße
Stefanie
2009-08-22 22:43
Hey Mani,
noch ein Tip. Es gibt Waveboards, coole Teile ist wie skaten und surfen, mach ich auch seid ein paar Tagen. Hält nicht nur fit soder macht auch ultra Spaß. Man stößt sich nicht ab sondern holt aus der eigenen Bewegung Schwung, super Training für surfen und Windsurfen!
Ganz liebe Grüße
Stefanie
2009-08-22 23:03
Hi Cincinnati,
stimmt Rhodos, aber das mit der Strandbar fällt aus. Hatte 24 Stunden wirklich super viel spaß mit meinem Sohn und habe auch für ihn Surfen gelernt, kann ihn ja noch nicht alleine auf hoher See lassen. Außerdem lernt man auch zu wenden, das ist hilfreich ;-)
Ganz liebe Grüße
Stefanie
2009-08-22 23:06
hallo stefanie,
danke für den tipp mit den waveboards, ist ja echt cool
.
wer weiß, vielleicht versuch ich's ja mal. 
glg
mani
2009-08-23 00:06
Hallo Freunde,
jetzt machen wir aber weiter mit auffälligen Verhaltensmustern im Umgang mit Chips wie auch ein verfrühtes Vorbereiten einer Bet.
Dies ist ein verräterisches Verhaltensmuster unerfahrener Spieler im Umgang mit Chips ist, ein Raise oder eine Bet vorzubereiten, bevor sie an der Reihe sind. Gerade bei No-Lomit Holdem ist dies ein hilfreiches Verhaltensmuster. Wenn ihr beobachtet, wie ein Spieler eine Bet vorbereitet, könnt ihr eure Aktionen entsprechend angleichen. Wollt ihr Stehlen, foldet stattdessen eventuell, da ihr vermutlich gecallt oder geraist werdet. Auf der anderen Seite könnt ihr mit einem Monster nur callen, da ihr wisst, dass eine gute Chance besteht, geraist zu werden.
Jedoch laßt euch warnen! Dies hier ist eines der meist verbreiteten und am leichtesten auszuführenden irreführenden Verhaltensmuster. Beobachtet ihr einen schlauen, erfahrenen Spieler beim Vorbereiten einer Bet, ist dies vermutlich gespielt, um euch von einem Einsatz abzuhalten. Da ein ausgekochter Spieler erkennt, dass ihr diese Aktion als Stärke wahrnehmt, kann er dies als Trick verwenden, um einen billigen Pot zu spielen. Also Vorsicht!
Viel Erfolg und gute Karten, bis bald,
eure Stefanie
2009-08-23 23:06
Hallo Freunde,
weiter gehtes mit den Verhaltensmustern.
Ebenfalls auffällig ist ein flüchtiger Blick auf die Chips. Dies ist ebenfalls ein sehr verbreitetes Verhaltensmuster und tritt immer dann auf, wein ein Spieler auf seine Karten blick und anschließend sofort flüchtig auf seine Chips sieht. Dies bedeutet in der Regel, dass er eine starke Hand hat und eine Bet vorbereitet. Dieses Verhaltensmuster kann genauso für das Gegenteil verwendet werden wie das vorbereiten einer Bet.
Viel Erfolg und gute Karten, bis bald,
Eure Stefanie
2009-08-27 23:04
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