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Die Idee mit dem Sandwich All-In mit 5 BB find ich gut, leider komm ich selten so weit runter mit den Chips.
Hab mir mal ausgerechnet dass ein Verzweiflungs-All-In mit 87s genauso viele Odds hat wie mit KT (35 % in 1.Pos, 50 % in 3. Pos, usw.). Es zeigt sich aber dass 87s gegen einen tighten Spieler etwas besser ist, und KT besser gegen einen loosen Spieler.
lg
2009-06-18 13:59
Eine Hand zum Überleben
Was macht ihr, wenn ihr nur noch so viele Chips habt um den Big Blind zu setzten und ihr seid UTG? Wie gut muss eure Hand sein, um mit einem All-In zu callen? Oder auch anders gesagt: Wie schlecht muss eure Hand sein, um diese wegzuwerfen und anschließend mit einer zufälligen Hand auf eurer Glück im Big Blind zu vertrauen? Hoffentlich passiert euch dies nicht allzu oft, aber es ist hilfreich zu wissen, welche überdurchschnittlich sind und welche nicht.
Ich gebe euch jetzt eine Liste aller Hände, die eine zufällige Hand in mehr als 50 % der Fälle schlägt.
• Jedes Paar
• Jedes Ass
• Jeder König
• Jede Dame mit gleichfarbigen Kicker und jede
Dame mit ungleichfarbigen Kicker bis Q 5
• JT, J9, J8, J7, J6s
• T9, T8s, T7s
• 98s
Genau genommen solltet ihr UTG mehr als die Hälfte eurer Hände spielen, da die Blinds Dead Money sein werden, wenn jemand raist. Demzufolge wären diese Hände spielbar, die unterhalb der 50 % Marke liegen, wie J5s. In der Tat wächst eurer Stack auf 4,25 BB, (1BB + 1SB (0,5 BB) + Antes (0,75) –Raise (1 BB) + Ihre Bet) an, wenn ihr UTG eure letzten Chips setzt, jemand raist, alle folden und ihr eure Hand gewinnt.
Schlagt ihr einen Gegner mit euren letzten Chips im Big Blind, steigt euer Stack nur auf 3,25 BB an. Deshalb solltet ihr UTG einige mehr Hände spielen. In der Praxis ist eure Lage mit 3,25 und 4,25 BB jedoch weiterhin so ernst, dass die zusätzlichen Chips vermutlich weniger wert sind, als eine Chance mit einer besseren Hand zu suchen.
Ihr habt die Auswahl. Selbst wenn ihr mit einer schwachen Hand gewinnt, kurz bevor euch der Big Blind zum All-In zwingt, habt ihr weiterhin einen derart kleinen Stack, dass ihr durch Warten nicht allzu viel verliert. Die Pot Odds allerdings weisen darauf hin, dass eure Hand hierbei keine Rolle spielt. Das Dead Money der Blinds und Antes bieten einen derart großen Ertrag für eure letzten Chips, dass es sich mit jeder Hand lohnt, diese zu investieren.
Jetzt wünsche ich euch wie immer viel Erfolg, Glück und gute Karten, bis bald,
eure Stefanie
2009-06-28 00:04
Mit kleinem Stack im Preisgeld
Sobald ihr im Preisgeld seid, setzt alle genannten Strategien aggressiv ein, bis ihr euch unter den ersten 4 befindet. In den meisten Turnieren geht der größte Anteil an die ersten drei Plätze. Es ist wichtig, seine Chancen auf die ersten drei Plätze zu bewahren.
Viele spielen zu tight, um sich von Platz 7 auf Platz 6 zu verbessern und verzichten im Gegenzug für sehr wenig darauf, korrekte Spielzüge zu machen. Langfristig fahrt ihr besser, wenn ihr eure Chancen sucht und die bestmöglichen Spielzüge mit einem kleinen Stack macht, wenn ihr versucht, euch um einen Platz zu verbessern (bis ihr unter die letzten 4 Spieler gekommen seid).
Habt ihr mit diesen Strategien Erfolg, gewinnt ihr bei Turnieren schlussendlich mehr als euren durchschnittlichen Anteil.
Unter den letzten vier Spielern kann es Situationen geben, bei denen es mehr Sinn ergibt, eine gute Gelegenheit auszulassen. Hat jemand noch weniger Chips, ist es sinnvoll, diesen vor sich ausscheiden zu lassen, da der Unterschied im Preisgeld zwischen Platz 4 und Platz 3 in der Regel ziemlich erheblich ist und zwischen Platz 3 und Platz 2 auf jeden Fall.
Jetzt wünsche ich euch wie immer viel Erfolg, Glück und gute Karten, bis bald,
eure Stefanie
2009-07-04 01:16
Verteidigung mit einem kleinen Stack
Habt ihr einen kleinen Stack, werden eure Blinds häufig von den größeren Stacks angegriffen. Dies passiert auf der Bubble ständig.
Alle Profis werden euch sagen, dass ihr euch wegen des Ausscheidens auf der Bubble keine Gedanken machten solltet: Die unteren Ränge des Preisgeldes belaufen sich auf kaum mehr als euer Buy-In und der Aufbau eures Stacks ist der Weg, um Turniere zu gewinnen usw.
Ich stimme dem zu, aber mir ist auch klar, dass nicht jeder, der dies liest, 20 Turniere bei der WSOP mitspielt. Einige Spieler, die diese Strategien für das Hauptturnier der WSOP in Betracht ziehen, haben sich über ein Qualifikationturnier mit einem Buy-In von 200 die Teilnahme gesichert, weshalb die unteren Preisgeldränge von 15.000 bis 20.000 $ einen gigantischen Ertrag darstellen.
Ist dies Eure Ausgangslage, solltet ihr euch zurückhalten, ins Preisgeld rutschen und sich nicht dafür schämen. Spielt ihr regelmäßig Turniere und wollt ihr euch verbessern als auch eure Siegchancen wahren, müsst ihr auch mit einem kleinen Stack Kapital aus der Bubble schlagen.
Habt ihr 15 BB, gehen eure Kontrahenten davon aus, dass ihr auf der Bubble nicht ausscheiden wollt. Ein Spieler mit einem ordentlichen Stack raist vermutlich mit zwei beliebigen Karten in später Position, wenn ihr in den Blinds seid. Genau dies ist eine Situation, in der ein aggressiver Reraise von euch funktioniert.
Gelegentlich werdet ihr falsch liegen und in eine starke Hand laufen. Oder eure Einschätzung war richtig, aber ihr werdet gecallt und habt Pech. Es tut weh, auf der Bubble auszuscheiden, vor allem wenn ihr erst vor kurzem mit Turnierpoker angefangen habt. Spielt ihr aber mehr Turniere, werdet ihr mit den Ergebnissen zufriedener sein, wenn ihr die Bubble dafür benutzt, euren Stack zu vergrößern, anstatt anzusehen, wie euer Stack kleiner wird, und darauf zu hoffen, dass ein anderer Spieler vor euch ausscheidet.
Bis bald,
Eure Stefanie
2009-07-18 00:33
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