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(bezieht sich rein auf Online Poker + evt ist der Beitrag auch in Allgemeine oder fortgeschrittene Poker Strategien aufgehoben --> @Mod: Wenn ja, dann einfach verschieben)
Was für nen Thema 
und da dies SEHR vielschichtig ist will ich es gleich mal eingrenzen!
Es geht mir hier nicht um Tells bezüglich Karten (limpen Assen etc).
Sondern viel mehr um 2 ganz spezielle (vor allem da sie mich betreffen).
1. Tell: Zeit die vergeht bevor man eine Aktion ausführt.
Bsp: schnelles checken, oder langes nachdenken bis kurz bevor die Uhr abläuft.
Bevor ich zu meiner Verfahrensweise damit komme, folgende Fragen:
1. Wie wichtig stuft ihr dies ein (also im richtigen moment zu checken/callen/beten/raisen etc.)?
2. Wie sieht eurer Strategie dazu aus? Oder habt ihr gar keine?
Nun zu mir: In diesem Sinne liebe ich Pokerstars, denn es ist (fast) der einzige Pokerraum bei dem von Begin des eigenen Zuges an eine Uhr läuft (in Form vom Blinken des eigenen Platzes), bei den meisten anderen Räumen läuft erst eine Uhr nach 15s oä.
Warum ist das mir so wichtig - da man 1. so genau beobachten kann, wann ein Gegner eine Aktion macht und 2. ich meine Auktion genauer planen kann.
Meine Taktik besteht eigentlich darin, genau zw. dem 3 und 4 Blinken (ca. 6-8s) zu handeln, EGAL ob Fold (auch bei nem Fold ist diese Verfahrensweise extrem wichtig, weil es zeigt das man IMMER so handelt, egal welches Blatt) oder Raise usw.
Das hat meiner Meinung nach den Vorteil, dass es verschleiert, was für eine Hand man hält. Bsp: ich sehe immer wieder Leute die in SnG zu höheren Blindstufen folgendes tun - ein Limper, SB fold, der BB checkt (schnell) - Flop kommt, und der BB checkt wieder sofort - hier ist es doch eindeutig das der Limper einfach so mit einer MinBet den Pot mitnimmt...
Nachteile: man muss extrem geduldig sein, und kann nur bedingt Multitablen (max 2 Tische).
Das Prinzip ist also reicht einfach, dafür die Auswirkungen recht groß - kleine ursache große Wirkung.
Wie seht ihr das? Wieviel Bedeutung würdet ihr einer solchen Verfahrensweise zuordnen im online(turnier)poker?
Eine Schwachstelle sehe ich nur darin, dass wenn man gezwungen ist länger über einen Move nachzudenken, dieser unterschiedlich interpretiert werden kann. Und es schwierig ist, diese Interpretation nachzuvollziehen.
Bsp: ich AJ (Button), AK in MP+2
MP2 raist 3BB, ich call, rest Fold
Flop A36
MP2 setzt 2/3 Pot (sieht nach ValueBet aus)
nun ist es schwierig zu entscheiden was er hat... nehmen wir einfach an... ich fange an zu überlegen, was ich mache (raise um zu sehen wo ich stehe, call um zu sehen was er auf den Turn macht/ meine Position zu nutzen, oder fold). Diese Überlegung dauert natürlich länger als meine sonst üblichen 6-8s.
Was denkt nun der Gegner wenn ich kurz vor Ende der 30s erst meinen Move mache...
- er könnte der Meinung sein, ich bluffe oder ich versuche eine Falle zu stellen, oder spiele einfach nur meine Hand
aber abhängig davon wird er seine Hand dementsprechend weiterspielen und es ist nun an mir herauszufinden aus welcher der 3 Motivationen er seine Hand weiterspielt - was es nun für mich extrem schwierig macht, weiterzuspielen.
Hätte ich im Gegensatz dazu gleich in 6-8s (so wie immer) gehandelt, wäre die Denkstruktur von mir nur darauf beschränkt: was hat er in welcher Höhe gemacht - und kann dementsprechend spielen.
Man sieht, diese Verfahrensweise hat auch Nachteile.
So wie jede Änderung in der Spielweise bei einem Gegner zu irritationen führt:
Frage: Wann/ in welcher Situation ist es angemessen, den Gegner mit einer längeren/ kürzeren "Überleg"Phase zu verwirren - und mit welchem Ziel verfolgt man dies?
Also entweder schreibe ich gerade totalen Nonsense, oder das wird ne tolle Diskussion 
2. Tell zu dem ich Fragen habe: Was bringt es euch Karten zu zeigen?
Mit welcher Strategie macht ihr das?
Bringt es nicht eher mehr Nachteile etwas über sich preiszugeben als Vorteile?
Welche Nachteile habt ihr bemerkt?
(Ok das wird wohl eher ein beleuchten der beiden Seiten: Karten zeigen/mucken - als eine Anregende Diskussion, aber vielleicht schildert der ein oder Andere hier mal, warum und wieso er das macht/ nicht macht. Und vor allem wo er dann die daraus erfolgten Vorteile zieht.)
Es gibt nix schöneres als ein SnG mit einem Royal Flush zu beenden!
2009-04-05 12:11
also ich hab jetzt kein bock mit nem roman zu antworten, bin grad wach 
aber soviel kann ich sagen, ich nutze das auch
wenn ich ein monster oder die nuts habe, lass ich auch zeit verstreichen, bis ich calle,
um den eindruck zu erwecken, ich würd voll mit mir kämpfen, ob ich callen soll oder ned.
danach setzten die meist nochmal gut oder gehen all in und ich hab viele chips 
karten zeigen macht auch sinn.
man kann den gegner schon leichter die blinds klauen, wenn man ein tightes image am tisch hat und ein paar monster gezeigt hat
mfg
2009-04-05 14:03
In einem anderen Thread gab es bezüglich des ersten Tells schon einige Überlegungen.
Es wurde angeführt, dass es viele Multitabler, Toilettengänger, I-pod-Einsteller und Email-Leser gibt, die man mit schnellem Checken oder langem Warten nicht beeindrucken kann, weil man einfach nicht weiß was diese Leute gerade machen.
Auch ich versuche mit langem Warten bei einer Scarecard auf dem River manchmal ein check behind oder ein Raise zu induzieren, muss aber zugeben, dass ich damit nur minder erfolgreich bin.
Gerade im NoLimit legen sich Spieler gewisse Lines zurecht wie zb. (min)checkraise Flop, push any Turn und so lässt es mich eigentlich kalt ob der Gegner schnell oder langsam das Geld in die Mitte schiebt.
Grundsätzlich finde ich es sehr gut wenn die eigene Aktion immer nach einer bestimmten Zeit erfolgt. Bei 4-6 Tischen bin ich dafür aber leider nicht in der Lage.
Wenn mir andere Leute ihre Karten zeigen bin ich immer sehr dankbar.
Viele Leute wollen sich damit ein Image aufbauen, um dies dann in späteren Phasen für sich nutzbar zu machen. Hotti hat das auch vor kurzem so erzählt und ich muss zugeben diesbezüglich etwas skeptisch zu sein.
Ich bin der Meinung, dass man dadurch einem aufmerksamen Spieler mehr Informationen gibt als man selber möchte. Dies basiert auf meinem Lieblingsthema dem Line-Balancing. Gerade im NoLimit ist es schwer beispielsweise einen Checkraise am Flop zu balancen, weil man dann am Turn wirklich viele Chips hinterherschmeißen muss. Bei einer guten Hand gar kein Problem, aber man kann eben nicht nur mit guten Händen den Flop checkraisen.
Wenn nun ein Spieler nach einem Checkraise oder Call-Flop-Minraise-Turn, etc. die Hand am River zeigt möchte er damit folgendes Aussagen.
"Ich habe mit AK legitim vom Hijack geraist und spiele die Hand aggressive weiter, weil ich ein gutes Blatt habe".
Er möchte sich ein tightes oder wie auch immer Image aufbauen, um nachher davon zu profitieren.
Ich sehe aber einen Spieler, der mir ohne Grund sein gesamtes Arsenal zu Füßen legt.
Seien wir mal ehrlich. Wenn man einige Tische spielt kann man nicht so aufpassen wie man es gerne möchte. Wenn man nicht in der Hand involviert ist, passt man gar nicht auf; enn man selber im Pot ist, ist man deutlich aufmerksamer; aber wenn mir jemand seine Karten zeigt, dann gibt es erstmal 2 Zeilen Notes für den Kandidaten.
Das gute ist auch, dass man ein Image nicht mit einmal Karten-zeigen aufbauen kann, sondern man muss dies öfters tun, weil ja auch die Spieler am Tisch wechseln und die Kartenzeiger auch irgendwie ein inneres Bedürfnis haben allen ihr Image am Tisch kund zu tun. Sollte also jemand seine Karten zeigen steht der bei mir auf der Beobachtungsliste ganz an erster Stelle, weil ich weiß dass er dies öfter tun muss um sein Image zu etablieren. Im laufe eines Turniers kann man dann ohne im Pot involviert zu sein wichtige Reads erhalten, welche die Person gar nicht von sich preis geben möchte.
Und genau hier liegt der Knackpunkt. Evtl. übertreibe ich jetzt ein bisschen, aber es sollte klar werden, was ich damit ausdrücken möchte.
Der Kartenzeiger baut sich seiner Meinung nach ein tightes Image auf. Er spielte auch relativ tight und musste seine Bluffs nicht zeigen.
Wir sind kurz vor der Bubble. Er hat vom Cutoff mit 6 BB geraist und gewann die Blinds. Im folgenden Orbit raist er vom Hijack und gewinnt wieder die Blinds. Dann pusht er im SB first in und bekommt vom BB mit KJo ein Snap-Call und verliert gegen die bessere Hand.
Was ich damit sagen will ist, das der Spieler nicht mitdachte und sein tightes Image nur für Phasen galt, wo man noch genügend Chips für "normales" Spiel hat. Wenn es hart auf hart kommt müssen nun mal die Raising Ranges deutlich looser werden, weil es das Spiel und die Blinds einfach verlangen. Auch sind dann die Stacks deutlich wichtiger als das Image. Der Spieler konnte somit sein Image nicht ausnutzen bzw wollte an einer falschen Stelle im Turnier davon profitieren.
R_R
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Blog: www.river-ratten.blogspot.com
2009-04-05 22:21
Also es macht grundsätzlich mal einen Unterschied ob man MTT bzw. Sit&Go's oder Cash Game spielt! Bei ersterem zeige ich nie meine Karten, ausser ich muss!
Beim Cash Game, mit welchem ich mich ja seit kurzem intensiver befasse, verfolge ich das eigentlich komplett anders! Da muss man allerdings dazu sagen, dass ich auf Carbon spiele und hier die Möglichkeit besteht, auch nur eine Karte zu zeigen.
Das Wichtigste ist meiner Meinung: Das Spiel zu varieren!! Von der Aktion immer genau nach 6-8s halte ich relativ wenig, da du keine Aufmerksamkeit bekommst. Setzt du die Aktion aber manchmal sofort oder manchmal erst spät und das aber auch mit Monster sofort und mit schlechten Karten ganz spät erregst du Aufmerksamkeit und es werden sich mehr Spieler am Tisch auf dich konzentrieren.
Die Frage ist wieso will ich das? Also ich bin fest der Überzeugung, dass, wenn man ein auffälliger Spieler ist, sich mehr Spieler dafür interressieren mit dir in einem Pot zu sein und genau das will ich im Cashgame!
Wichtig dabei ist, dass wenn man einen Bluff spielen möchte früh genug erkennt ob der Gegner mit ziehen wird oder nicht und falls er das vor hat, in der Lage ist die Karten weg zu schmeissen!
Ich provoziere das auch oft und investier etwas von meinem Stack für die Gegner. Das die meinen, der geht ja auch mit schlechten Karten bis zum Ende mit --> leichtes Geld! So ist die Chance größer bei einem Monster mehr Mitgeher zu haben, bzw. reicht ja auch einer der sein ganzes Geld für dich rein stellt!
Eine andere Sache ist das Karten zeigen. Ich zeig sowohl ein Monster aber auch Bluffs! Speziell wenn man einen Spieler mit zB 68 gegen seine AK den Pot weg schnappt kommt öfters die Bemerkung --> du spielst solche Karten? Dann versuch ich diesen Spieler auch wieder zu provozieren und raise zB seinen Call und wenn er wegschmeisst zeig ich ihm meine schlechten Karten, damit er denkt der blufft mich die ganze Zeit! Ich versuch ihn zu reizen, denn gereizte Spieler machen Fehler!
Auch eine Karte zu zeigen macht Sinn --> speziell wenn man mit zB mit einer Hand wie J6 mitgeht und am Flop kommt As irgendwas. Man macht ne Bet und der Gegner raist oder setzt erst am Turn in first position. Dann zeig ich nach Überlegung den J und mach ihm weis, dass das der Kicker war und ich für ihn wegschmeiß!
Schlussendlich muss ich sagen, dass mir diese Spielweise sehr gut liegt, man diese aber keineswegs in Turnieren anwenden darf 
Es ist auch gefährlich so zu spielen, allerdings gewinne ich mit Sicherheit in kürzerer Zeit mehr Geld als ein tighter Spieler!
Anderes Thema ist noch das Multitablen! Ich spiele grundsätzlich nur einen Tisch, weil ich nicht in der Lage bin, mich auf mehr als einen zu konzentrieren, speziell mit dieser Spielweise! Mir ist aber nichts lieber als einen Multitabler am Tisch zu haben, denn die spielen Tight und wenn ich eins vor ihm sitze stehl ich fast jede Hand seinen BB!
(h) Matl

2009-04-06 08:05
Hallo Leute,
also Leute ich muss mich hier der Meinung von Road Runner anschließen, das mit dem Warten bis man setzt beim Onlinepoker ist natürlich möglich und kann ggf. auch mal hilfreich sein. Jedoch ist es Fakt, dass einfach viele an Multitable spielen und somit erstens nicht so aufmerksam alle Spieler beobachten und zweitens es immer wieder auch andere Gründe geben kann warum man selbst oder auch andere einfach langsamer reagieren.
Ich denke dass diese „Strategie" auch vielen anderen bekannt ist und deshalb beim Onlinepoker ein Tell ist, den man nur nebenbei Beachtung schenken kann. Es gibt dort wesentlich wichtigere Tells als die Wartezeit.
Beim Livepokern ist dies eine ganz andere Sache. Hier ist es wichtig immer relativ gleich zu reagieren oder wenn man bei einem Bluff oder einer Falle schauspielerische Einlagen macht ist man sich hier der kompletten Aufmerksamkeit des Tisches einfach sicher. Was bedeutet, dass man bei der nächsten ähnlichen Situation wieder komplett anders agieren muss, da sich sicher jeder Spieler am Tisch (falls man ihn bis dahin noch nicht gewechselt hat) genau die vorherige Situation eingeprägt hat. Ich mache gerne schnelle Raises oder auch Calls, wenn ich einen Bluff vorhabe, da dies eine Reaktion ist, die in den meisten Fällen nur von Spielern mit extrem guten Karten gemacht wird.
Die Situationen für gestellte, veränderte „Überleg"Phasen sind Monsterhände, Bluffs und Semi-Bluffs.
Zu dem Beispiel mit AJ von Ocramj. Meiner Meinung nach hast Du Dich bereits vor dem Flop mit dem Call mit AJ in eine schwierige Situation gebracht.
Eines unserer größten Hilfsmittel um eine Antwort auf die Frage „Welche Karten hat mein Gegner" zu bekommen sind unsere Bets. Wenn der andere Spieler raist warum callst Du dann mit AJ. Wir sind hier wieder bei einem der wichtigsten Grundsätze. Ich drücke es hier noch mal einfach aus, denn ich werde später noch mehr dazu schreiben. Deine Hand für einen Call muss immer besser sein als die für einen Raise. Mit AJ oder A10 bist Du immer in Schwierigkeiten wenn im Board ein A kommt, es sei denn Du hast 2 Pair getroffen oder bekommst einen Flash oder Straight Draw. Wenn Du also AJ gefoldet hättest, wäre es von Anfang an für dich einfacher gewesen.
Bei Cashgame ist dies alles ein wenig verändert, jedoch bei Turnieren und dementsprechend auch Sit'n Go's bist Du ganz einfach raus wenn Du keine Chips mehr hast!
Zum Thema das Zeigen der gespielten Karten. Ich persönlich zeige meine Karten nie. Wenn ihr eure Karten zeigt um ein bestimmtes Image am Tisch zu erzeugen, dann weiß dass doch jeder Spieler, der sich einigermaßen mit Poker beschäftigt sofort oder denkt ihr dass sich alle anderen nicht mit diesem Thema beschäftigen?
Wenn ihr jedoch eure Karten niemals zeigt, dann sind selbst die besten Spieler chancenlos daraus einen Tell auf euch zu ziehen.
Auch wenn mir jemand nur eine Karte zeigt, wie will er mich hiermit beeindrucken? Im Gegenteil, es ist für mich wieder ein Tell, den er mir über sich gibt.
Da es aber beim Showdown dazu kommt, dass letztendlich die anderen Spieler früher oder später die Karten mit denen ich Spiele zu Gesicht bekommen kann ich auch hier die Tells die ich den anderen Spielern gebe beeinflussen indem ich auch Karten bis zum Showdown spiele, die ich sonst nicht spielen würden. Anders gesagt es ist kein Problem wenn ihr bei einem Bluff die Karten zeigen müsst aber ansonsten ein tighter Spieler seid und umgegehrt.
Hiermit erreich ich wieder das gleiche Ziel. Keiner kann beurteilen mit welchen Karten ich gerade spiele und dies ist einer der größten Vorteile die ich mir am Tisch verschaffen kann.
Das Wichtigste ist das ihr eure Tells bekommt und einfach keinen einzigen gebt!
2009-04-06 14:52
Also ich messe dem reagieren nach einer bestimmten Zeit, trotzdem noch immer mehr Bedeutung zu als, die hier (momentan) vertretene Meinung.
OK - wir brauchen hier nicht über MTT reden und sicher auch nicht über <10$ SnG. Da ich mit 9er SnG wenig Erfahrung habe, beschränke ich es mal auf meinem Fall: 6er SnG.
Und da bin ich der Meinung man kann relativ gut, Multitabler identifizieren. Sei es durch die Spielersuche bei Pokerstars (welche alle Tische anzeigt an denen der Spieler gerade sitzt) oder anhand seiner Variablen aber NIE schnellen Setzzeit.
Was ich gelten lasse, ist der Einwand: man weiß nicht wie aufmerksam die Gegner das geschehen verfolgen oder ob jemand wirklich gerade seine Emails liest...
Aber bei 25$ Spielen sollte man von einer wenigstens interessierten Aufmerksamkeit ausgehen - obwohl ich mich manchmal selber beim Forum lesen erwische...
Aber das sind dann auch die Spiele, die eher schlecht enden...
Bleibt die Frage: Bleibt ihr bei eurer Meinung, wenn man es auf einen Shorthanded SnG Tisch beschränkt mit einem mittleren bis hohen Buy-In?
Mit dem Karten zeigen, halte ich es wie Stefanie. Warum sollte ich für lau irgendetwas preisgeben?
Es ist doch wie bei der Polizei: "Alles was Sie sagen (zeigen) kann und wird gegen Sie verwendet."
Ich kann mir keine Situation vorstellen und der mir das zeigen eines Blattes mehr Vorteile als Nachteile bringt.
Ich tu mich sogar schwer damit, absolute Top Karten zu zeigen, wenn ich angenommen Quads habe... auch wenn ich dafür wenigstens zweimal "nh" oder "vnh" bekomme... es sind doch auch wieder nur Informationen die ich preisgebe - wie spielt er ein absolutes Monster. Auch wenn man dagegen halten könnte, man wird selten zweimal absolute Monster gegen denselben Spieler spielen. Und selbst wenn muss er sich an den letzten Move erinnern und genau in der Situation dieses annehmen...
SteffiBergener geschrieben
Die Situationen für gestellte, veränderte „Überleg"Phasen sind Monsterhände, Bluffs und Semi-Bluffs.
Zu dem Beispiel mit AJ von Ocramj. Meiner Meinung nach hast Du Dich bereits vor dem Flop mit dem Call mit AJ in eine schwierige Situation gebracht.
[...]Mit AJ oder A10 bist Du immer in Schwierigkeiten wenn im Board ein A kommt, es sei denn Du hast 2 Pair getroffen oder bekommst einen Flash oder Straight Draw. Wenn Du also AJ gefoldet hättest, wäre es von Anfang an für dich einfacher gewesen.
2 Anmerkungen dazu:
Da Semi-Bluffs ja zu einem Monster oder Bluff werden, gibt es also nur Monster und Bluffs die sich für veränderte Überlegphasen eignen - aber ist das wirklich Sinnvoll?
Ich glaube dafür brauche ich nur noch ein gutes Beispiel um mich davon überzeugen lassen. Ich für meinen Teil folde lieber einmal mehr als zu wenig, dh. sobald jemand es unvorhergesehenes macht (langes warten/ extrem All-In raisen), und ich habe nur ein solides Blatt, dann folde ich lieber als mich darauf einzulassen - und so habe ich das bei meinen Gegnern auch eher erlebt.
Heißt wenn ich ein Monster plötzlich anders spiele, dann folden alle und ich habe weniger als hätte ich es wie (normale TPTK-) Value aussehen lassen... im Gegensatz dazu fliegt ein so gemachter Bluff meistens auf und ich bin am Ar***.
Dies kann man evt damit erklären das ich dann unvernünftige bets mache, die wirklich nach Bluff aussehen, es aber im umkehrschluss nicht schaffe bei Monstern auch solche unverhältnismäßigen Bets zu machen, sondern "anders" spiele.
Deswegen wäre meine Meinung dazu, einfach eine solid gute Hand mal zu varieren und dann den Bluff/Monster danach wieder normal zu spielen. Das hat den Vorteil, man gewinnt die varierte Hand, da die anderen plötzlich denken "uuups da ist was anders - bin mir nicht sicher folde mal". Und wenn man danach ein Monster bekommt und es völlig normal spielt, die Gegner davon ausgehen: "ok gerade hatte er nen Set mit PP aber jetzt doch nur wieder KQ und ich kann ihn mit AJ schlagen", wobei man AK auf der hand hält. Bei Bluff verhält es sich schwieriger, da kann man nach einer varierten Hand nur den Gegner spielen (wenn man ihn spielen kann!), um den Bluff durchzubekommen.
2. Anmerkung: ich kann doch nach einem 3 BB raise nicht AJ wegschmeißen?! Und für ein Raise ist die Hand dann doch zu schwach - jedes PP wird danach All-In gehen, genauso wird AK reraisen.
Calle ich jedoch AJ nur... und er macht am Flop/Turn vor mir keine Mörderaktion, kann ich mir sicher sein die Hand zu gewinnen.
Das Beispiel sollte nur demonstrieren, was passiert wenn man bei einer solchen Hand in Aktion gerät UND man plötzlich sein Setzverhalten ändert.
Bin aber der Meinung mit AJ zu callen ist völlig in Ordnung. ODER?
Es gibt nix schöneres als ein SnG mit einem Royal Flush zu beenden!
2009-04-06 16:28
Hallo Ocramj,
ich spiele auch sehr gerne und viele Shorthandet SnG Tische und mit Sicherheit gibt es dort Spieler die auch wirklich nachdenken. Bloß um es als einen Tell zu nehmen, woran willst Du egal ob im Live-oder Onlinegame herausfinden ob es echt ist? Ich habe gerade in diesem Bereich schon echt gute Schauspieler erlebt. Wenn Du zuvor sicher feststellen konntest, dass dein Gegner ein schlechter Spieler ist, dann vielleicht schon.
Nach wie vor bin ich allerdings der Meinung, dass nur ein relativ kleiner Tell ist.
Da man zum Beispiel bei Everest Poker nicht nachsehen kann ob ein Spieler an mehreren Tischen sitzt, habe ich dort vermutlich auch eine etwas härtere, im Nachhinein gesehen vielleicht dadurch auch bessere Schule gehabt.
Zu Deiner zweiten Anmerkung, welche Gründe gibt es denn Deiner Meinung nach sonst noch für eine verlängerte Überlegphase?
Entweder ich will mit meinem Spiel jemanden in die Irre führen oder ich habe ein sehr gutes Blatt und überlege ob der Gegner besser ist oder mich bluffen will. Gut, die andere Möglichkeit ist die, dass ich mir noch nicht sicher beim Spiel bin und dann ggf. sowieso immer ein bisschen länger zur Entscheidung benötige oder ich spiele alle Hände einfach immer langsam, damit ich bei schwierigen Händen ohne das es anderen auffällt mir meine Bedenkzeit nehmen kann.
Beim variieren habe ich ja nichts anderes behauptet als das man seine Spielweise am besten immer unterschiedlich gestaltet. Nur ist dies in schwierigen Situationen naturgemäß nicht immer möglich, das passiert auch den besten Spieler. Mit Sicherheit kennst Du dieses Video schon. Ich zeige es trotzdem als Erklärung für eine schwierige Situation:
Zu deiner dritten Anmerkung habe ich bereits mehr oder weniger schon geantwortet, warum solltest Du AJ nicht wegschmeißen könnten, Du bist doch sogar gegen AQ nur guter zweiter. Ich betone es noch einmal und das ist mit Sicherheit nicht auf meinem mist alleine gewachsen, ich weiß es zwar auch aus eigenen Erfahrungen. Aber du kannst auch mal ein Pokerbuch z.B. von David Slansky lesen oder andere Pro's fragen, ein Call mit AK, ok aber mit AJ ist einfach unvernünftig warum habe ich Dir aber schon erklärt. Bitte sei mir nicht böse, aber wenn Du mir nicht glaubst, dann frag halt andere Spieler danach.
2009-04-15 23:33
die Kohle, welche Negreanu hier verliert könnte ich gut gebrauchen 
(h) Matl

2009-04-16 14:13
1. Tell: Zeit die vergeht bevor man eine Aktion ausführt.
Halte ich persönlich für unwichtig. Achte lieber auf die Spielzüge der Gegner. Beispielsweise ob jemand mit starken Händen preflop nur callt und wenn ja, in welcher Position. Ob jemand oft raist und wie er dann gegebenenfalls auf ein re-raise reagiert.
Das soll aber nicht heissen, dass es in bestimmten Situationen nicht nützlich sein kann schneller oder langsamer zu reagieren als üblich. Ist schon möglich, dass ich in der richtigen Position mal eine schnelle Overbet mache um meine starke Hand schwächer aussehen zu lassen. Funktioniert aus dem SB gegen den BB oft ziemlich gut 
Bsp: ich sehe immer wieder Leute die in SnG zu höheren Blindstufen folgendes tun - ein Limper, SB fold, der BB checkt (schnell) - Flop kommt, und der BB checkt wieder sofort - hier ist es doch eindeutig das der Limper einfach so mit einer MinBet den Pot mitnimmt...
Falsche Denkweise. Angenommen der BB callt dein "MinBet" .. dafür braucht er keine Monsterhand, denn dein Versuch den Pot zu stehlen ist relativ leicht durchschaubar. Gibst du am Turn auf oder nicht? Das kann sehr schnell sehr teuer werden, denn du hast keinerlei Infos über seine Hand.
Bin aber der Meinung mit AJ zu callen ist völlig in Ordnung. ODER?
Du kannst aber auch die einfache Option wählen und folden. Du hast noch nichts in den Pot investiert und wie Steffi schon erwähnt hat, bist du ohne Flush / Straight / 2 Pair oft arm dran. AJ ist eine gute Hand um zu raisen .. ein Raise callen? Lieber nicht.
Was bringt es euch Karten zu zeigen?
Mache ich grundsätzlich nie. Ich baue mein Image durch meine Spielweise auf.
2009-04-16 17:38
Hallo Leute
ich zeige euch heute mal ein Video mit zwei Händen aus der World Womn's Open, wenn ich hier bei beiden Händen auf die Geschwindigkeit wie meine Gegnerinnen gesetzt haben geachtet hätte, wäre vermutlich alles falsch gelaufen. Wirklich wichtig waren wie gesagt ganz anderen Tells.
Beider ersten Hand war es der verdächtige Call und die scheinbare Teilnamslosigkeit meiner Gegnerin.
Bei der zweiten Hand die ständigen kleinen min. Beds, die meine Gegnerin machte, wenn sich sich nicht sicher war.
2009-04-26 22:35
Omg, die bettet 5k in einen >30k pot.
Da wurde ja hochklassiges Poker gespielt.
Darf ich fragen was das für ein Turnier war?
2009-04-28 10:12
deine gegnerin war da aber wirklich net stark oder?
die zweite mein ich *lach*
2009-04-28 10:45
Ihr dürft euch hier nicht täuschen, die erste Gegnerin spielt seid früherster Kindheit poker und ist letztes Jahr zweite geworden. Normalerweise spielte sehr gutes und aggressives Poker. Ihr Name ist Maria Demetriou.
Die ältere Dame gebe ich zu sieht wirklich komisch aus, ist aber wohl professionelle Pokerspielerin. Es tut mir leid aber es gibt wohl bei jedem Pokerturnier Menschen die etwas seltsam aussehen, was noch lange nicht heißt, daß sie nicht Poker spielen können.
2009-04-28 11:13
Vielleicht gefällt euch dieses Video ja besser, meine Gegnerin ist hüpsch und ich denke jeder von euch kennt sie.
Allerdings hat das ganz nur ein klein wenig mit Tells zu tun, u.a. weil sie auf einen Tell von mir wartet.
2009-04-28 11:18
ich habe kein wort über das aussehen von wem geschriebn - würd ich auch net tun
ich meinte die spielt kein starkes poker....egal wieviele jahre sie schon spielt...das war sehr schwach von ihr
und ich meinte die zweite dame
2009-04-28 11:32
Das ist ja ne schöne Hand!
Meiner Meinung hat Sie preflop schon den Fehler gemacht mit suited connectors das RR zu callen!
(h) Matl

2009-04-28 15:02
Haha, und was ist das nun für ein Turnier?
So ein Benefizturnier für Aids Stiftungen oder sowas?
2009-04-28 15:27
World Women's Open.
2009-04-28 16:23
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