Entwicklungen verlaufen typisch nach dem Muster Fortschritt, Wiederstand, Fortschritt Wiederstand usw bis man das was man erreichen kann erreicht hat. Also im günstigen Fall.
Dabei ist es egal ob es sich zb um die eigene Spielstärke oder um die Verbreitung von Poker in der Gesellschaft handelt.
Da sich meine eigene Spielstärke grade mal wieder in Wiederständen verhakt hat kann ich mich kurz mit letzterem beschäftigen.
Inspiriert haben mich da zwei Overcardsbeiträge. Der eine ist von Eddy „Auf zu Kirmes" der andere von Buzzer „Poker und Konjunktur, Konjunktur und Poker".
Die beiden Beiträge sind vor allem ein 180 Grad Wechsel der Perspektive.
Eddy zeigt uns was man sieht wenn man als Mitglied der abendländischen Kultur auf die Subkultur Poker schaut. Das ist seine Lieblingsperspektive mit der er uns auch immer wieder erfreut indem er uns den völlig unglaublichen Dilitantismus , den Mangel an Umgangsformen und Regeln vorführt der in unserer geliebten Subkultur herrscht.
Buzzer gibt uns ein Bild aus der Froschperspektive der Subkultur das so tut als wäre die Aussenwelt gar nicht existent. Oder um einen Vergleich zu bemühen einen Erfahrungsbericht darüber wie sich Schwule und Lesben anlässlich des Christopfer Street Day gegenseitig und untereinander die Welt erklären.
Wir können da lesen Poker fände jetzt im Fernsehen statt und Bücher gäbe es auch. Das Spielniveau sei gestiegen und die drohende Abwesenheit von angetrunkenen Börsenbrokern und Rolexvercheckern wird schmerzlich zur Kenntnis genommen.
In den Fernsehern der meisten Menschen die ich kenne findet Poker genau dann und nur dann statt wenn mal wieder ein Film von 1965 wiederholt wird. Der Durschnittsdeutsche hat auch sicher 87,6 mal so viele Schachbücher wie Pokerbücher zuhause was auch etwa dem Verhältniss auf dem Buchmarkt entspricht. Das Spielniveau sei gestiegen. Tja das wäre allerdings das erste mal das ein Boom das Niveau steigert. Wenn ein Diddi Thurau einen Radboom auslöst oder ein Bobby Fischer einen Schachboom wann steigt dann das Niveau?
Also zuerst mal fällt es durch den Boom auf unterirdisch! Keine Wunder wenn auf wenige Freaks einer Sache eine Riesenhorde völlig unbedarfter trifft.
So wahr also all diese Aussagen sein mögen wenn man den eigenen Nabel beschaut so unwahr werden sie allesamt wenn man den Kopf hochnimmt und in die Welt schaut.
Die bevorstehende Konjunkturkrise hat im übrigen eher die Tendenz einer neuen Bluttranfusion für den Pokerboom. Macher Kurzarbeiter wird an seinem Fernseher Kanäle finden von denen er noch gar nichts wusste und auf denen fährt gerade ein Zug ab der Hoffnung heisst auf den man noch schnell aufspringen kann. Das gilt für Daimler Arbeiter und Bösenbroker angetrunken oder nicht gleichermassen.
Die Verbesserung des Spielniveaus wird unter diesen Bedingungen noch etwas vertagt. 
2008-11-22 13:46
Halli
Hallo
@Hain
..das hast Du richtig erfasst, aber was soll´s.........

servus
Lefti
I like ELEFANT´s.......and winning hand´s
2008-11-22 15:10
Lol....gute Frage. 
Ich sag doch mir war danach. Ausserdem ist es doch tröstlich das man mit der Verbesserung des eigenen Spielneveaus noch ein bissel rumtrödeln kann.
2008-11-22 15:24
Ausserdem ist es doch tröstlich das man mit der Verbesserung des eigenen Spielneveaus noch ein bissel rumtrödeln kann.
Du findest auch im schlechtesten noch etwas gutes
Gruß Gor
2008-11-22 15:35
Na jaaaaa.........jedenfalls bin ich sehr fürs trödeln.
Mein bester Freund aus Studientagen sagte immer zu mir ich solle am besten einen Trödelladen aufmachen dann könnt ich den ganzen Tag rumtrödeln.
2008-11-22 15:39
GefatterHain geschrieben
Mein bester Freund aus Studientagen sagte immer zu mir ich solle am besten einen Trödelladen aufmachen dann könnt ich den ganzen Tag rumtrödeln.
ein sehr wertvoller & weisser tip 
LG renantessa 

http://my.pokernews.com/renantessa/blog/ ... *UpDaTe=30.09.2011*
2008-11-22 16:35
Halli
Hallo
@all
..................................und dazu noch kostenlos !!!!!

servus
Lefti
I like ELEFANT´s.......and winning hand´s
2008-11-22 16:42
Übrigents der neue Blog von Andreas Krause geht in die selbe richtung...durchaus lesenswert
Gruß Gor
2008-11-22 17:48
Ja sehr lesenswert. Ich teile das meiste was er schreibt.
Ich war schon in meinem Eröffnungsbeitrag versucht Poker mit dem Goldrush in Californien zu vergleichen.
Im Rush haben alle Konjunktur, schlechte Schaufel und Pfannenverkäufer, verlauste Herbergen, schlechte Bierbrauer und schlechte Wiskybrenner, schlechte Kartenspieler und schlechte Nutten.
Das schlechte, billige, lieb- und ehrgeiz- lose an sich hat Konjunktur.
Man kann nicht ernsthafter Prospektor sein ohne ein Ende des Rush zu begrüssen.
2008-11-22 19:23
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