Der grösste Zocker aller Zeiten ist von uns gegangen.
Niemals zuvor und niemals danach hat ein Zocker die Welt so sehr in Atem gehalten wie Fischer 1972. Schach vorher eher eine Randsportart besetzte die Titelseiten aller Zeitungen.
Man neigt dazu Schach einen eher wissenschaftlichen als spielcharakter zuzuerkennen. Aber Bobby Fischer hat es gezockt. Er hat auch das Bett die Figuren die Stellung gespielt aber vor allem den Gegner.
2008-01-18 15:23

















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Zitat Gor:
Ich glaube Fish ist ein hyperaggressiver, schlecht programmierter Bot.
2008-01-18 15:28
Habs auch grad gelesen
RiP für einen der grössten
hain, weisst du woran er gestorben ist?
er war ja erst 64
2008-01-18 15:28
therealgor geschrieben
Habs auch grad gelesen
RiP für einen der grössten
hain, weisst du woran er gestorben ist?
er war ja erst 64
..er ist in seiner Wahlheit ISLAND verstorben. 1992 wurde nach ihm, da er den Revanche-Kampf gegen Spassky in Yugoslavien bestritt ,von der USA weltweit gefandet !!
servus
Lefti
I like ELEFANT´s.......and winning hand´s
2008-01-18 15:37
..er ist in seiner Wahlheit ISLAND verstorben. 1992 wurde er , da er den Revanche-Kampf gegen Spassky in Yugoslavien bestritt ,von der USA weltweit gefandet !!
servus Lefti
Er hat ja auch seinen Pass zurückgegeben...hut ab
Aber er wird ja nicht an heimweh verstorben sein
weiss jemand bescheid?
2008-01-18 15:42
therealgor geschrieben
..er ist in seiner Wahlheit ISLAND verstorben. 1992 wurde er , da er den Revanche-Kampf gegen Spassky in Yugoslavien bestritt ,von der USA weltweit gefandet !!
servus Lefti
Er hat ja auch seinen Pass zurückgegeben...hut ab
Aber er wird ja nicht an heimweh verstorben sein
weiss jemand bescheid?
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I like ELEFANT´s.......and winning hand´s
2008-01-18 15:44
Bisher wird nur berichtet er sei bei sich zuhause.....anderen Berichten zufolge im Krankenhaus gestorben.
Fischer hat unter anderem das was ich Hemingway Gedächtnisstod nenne innoviert. Hamingway hat sich ja mit 61 als Krankheit und Siechtum drohten die doppelläufige in den Mund gesteckt und mit dem grossen Zehen angezogen.
Fischer sagte man nach er hätte immer einen Koffer mit allen mögliche harten Drogen und schnellwirkenden Giften dabei. Allzeit bereit einem drohenden Sichtum sofort ein schnelles Ende im letzten Exzess zu bereiten.
Ich jedenfalls wünsch ihm das es so oder so ähnlich geklappt hat und das er sich auch Freund Hein noch mit den Worten vorstellen konnte: "Ich bin Robert Fischer.....Freunde und Patzer nennen mich Bobby"
2008-01-18 16:18
Bobby Fischer ist der Tod?
















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Zitat Gor:
Ich glaube Fish ist ein hyperaggressiver, schlecht programmierter Bot.
2008-01-18 16:53
GefatterHain geschrieben
Man neigt dazu Schach einen eher wissenschaftlichen als spielcharakter zuzuerkennen. Aber Bobby Fischer hat es gezockt. Er hat auch das Bett die Figuren die Stellung gespielt aber vor allem den Gegner.
Er war kein Zocker im Sinne eines Gamblers und jemanden, der sich sagte, spiele jetzt den Zug und schaue mal was passiert. Er wollte auf dem Brett immer die objektive Wahrheit finden. Das machte ihn so stark. Er bleibt eine Ausnahmeerscheinung im Schach.
Gruss
Sören




2008-01-20 18:41
Ja und nein. Mehr nein
.
Also ich definiere Zocker nicht als Leute die was tun um zu sehen was passiert
.
Zocker sind für mich Leute die Spass daran haben Risiken einzugehen in der Überzeugung die mit diesen Risiken verbundenen Gewinne vereinnahmen zu können.
Bobbys Nichterscheinen nach der ersten verlorenen Partie zu zweiten und deren kampfloser Verlust - das sind Dinge die macht man nicht im Streben nach Wahrheit - hier wird gezockt!
Einen objektiv besten Zug gibt es im Schach in allgemeinen Situationen so wenig wie im Leben. Aber es gibt einen Zug der der Stellung dem Gegner dessen Wohlbefinden und der Zeit die er noch auf der Uhr hat angemssen ist, und der Zeit die man selbst noch hat und dem eigenen Wohlbefinden und neben diesen mehr objektiven Dingen noch dutzenden von subjektiveren.
Bobby der als junger Mann von den intelektuellen Fähigkeiten des anderen Geschlechts nicht sonderlich übezeugt war kommentierte die einleitenten Worte einer ihn interviewenden Journalistin "Sie gelten als grösstes lebendes Schachtalent" süffisant mit den Worten "Wie wollen ausgerechnet Sie das beurteilen". Der selben Journalistin sagte er auf die Frage wieweit er in einer Partie die Züge vorausberechne. "Ich gewinne auch ohne vorauszuberechnen". Die Wahrheit die dahintersteckt ist die das Fischer jederzeit überzeugt war seinem Gegner am Brett so viele Probleme stellen zu können das der an diesen Problemen zweifelsohne zerbrechen würde. Wie und wann das konkret geschehen würde bedurfte von seiner Seite keiner Vorausberechnung.
Das ist im übrigen in etwa das selbe wie es Doyle Brunson zum Thema Poker gegen schwache Spieler sagt. Er sagt da ausdrücklich "Mach dir keine Gedanken!".
Bobby Fischer stand nicht in der Tradition von Rubinstein oder Nimzowitsch die letztendlich an den besten positionellen Zug glaubten. Bobby war ein Zocker der sagte ich stell so viele Risiken aufs Brett weil ich überzeugt bin das mein Gegner sich eher darin verfängt als ich.
Einzig Kasparov hat ein paar Partien gespielt die auf top Niveau diesem Muster folgen.
2008-01-20 19:25
GefatterHain geschrieben
Also ich definiere Zocker nicht als Leute die was tun um zu sehen was passiert
.
Zocker sind für mich Leute die Spass daran haben Risiken einzugehen in der Überzeugung die mit diesen Risiken verbundenen Gewinne vereinnahmen zu können.
Okay, dann verstehe ich es
. Ich hätte nämlich die erste Beschreibung oben als Definition genommen. Jemand der Risiken eingeht, weil er denkt, dass der zu erwartende Gewinn größer ist, spielt einfach nur richtig. 
GefatterHain geschrieben
Bobbys Nichterscheinen nach der ersten verlorenen Partie zu zweiten und deren kampfloser Verlust - das sind Dinge die macht man nicht im Streben nach Wahrheit - hier wird gezockt!
Hmm, gerade in dem Fall würde ich ein Beispiel dafür sehen, dass für ihn die Wahrheit sehr wichtig war. Sei mal dahingestellt, um welche Wahrheit es sich dabei handelt. Bobby hatte vor dem WM-Match in Reykjavik sehr konkrete Bedingungen gestellt, die aus seiner Sicht unverzichtbar waren. Diese sah er nicht erfüllt, ihn hatten zusätzlich einige Dinge in der ersten Partie gestört. Er hielt lieber an seinen Prinzipien fest, auch auf die Gefahr hin aus dem Match ausgeschlossen zu werden. Er glaubte da im Recht zu sein.
GefatterHain geschrieben
Einen objektiv besten Zug gibt es im Schach in allgemeinen Situationen so wenig wie im Leben.
Den objektiv besten Zug (oder Züge) gibt es sehr wohl. Ob man immer auf diesen kommt, steht auf einem anderen Blatt und zudem ist es nur in einem kleinen Teil der Stellungen möglich, den entsprechenden Nachweis zu bringen.
GefatterHain geschrieben
Aber es gibt einen Zug der der Stellung dem Gegner dessen Wohlbefinden und der Zeit die er noch auf der Uhr hat angemssen ist, und der Zeit die man selbst noch hat und dem eigenen Wohlbefinden und neben diesen mehr objektiven Dingen noch dutzenden von subjektiveren.
Das trifft auch in vielen Fällen zu. Gerade da würde man es aufgrund Fischers Charakters sogar am ehesten vermuten, dass er gezielt Züge wählte, die nicht objektiv gut waren, aber dem Gegner ärgerten. Aber wie schon gesagt, Fischer war am Schachbrett ausgesprochen objektiv. Er hätte sich riskante Züge, die zum Verlust führten kaum verziehen.
GefatterHain geschrieben
Der selben Journalistin sagte er auf die Frage wieweit er in einer Partie die Züge vorausberechne. "Ich gewinne auch ohne vorauszuberechnen". Die Wahrheit die dahintersteckt ist die das Fischer jederzeit überzeugt war seinem Gegner am Brett so viele Probleme stellen zu können das der an diesen Problemen zweifelsohne zerbrechen würde. Wie und wann das konkret geschehen würde bedurfte von seiner Seite keiner Vorausberechnung.
Gut, man sollte solche Aussagen nie ganz wortwörtlich nehmen. Es gab schon einige Großmeister, die auf die Frage "wie viele Züge rechnen sie voraus?" antworteten "keinen" oder "einen". Es gibt Spieler, die haben ein ausgesprochen positionelles Gefühl, sie erahnen die kleinste Schwäche, jede Fehlstellung "sehen" sie einfach. Aber ohne Variatenberechnung kommt man im Schach nicht aus.
GefatterHain geschrieben
Das ist im übrigen in etwa das selbe wie es Doyle Brunson zum Thema Poker gegen schwache Spieler sagt. Er sagt da ausdrücklich "Mach dir keine Gedanken!".
Vielleicht möchte das der liebe Doyle besonders dann, man dieser Spieler an seinem Tisch sitzt
.
GefatterHain geschrieben
Bobby Fischer stand nicht in der Tradition von Rubinstein oder Nimzowitsch die letztendlich an den besten positionellen Zug glaubten. Bobby war ein Zocker der sagte ich stell so viele Risiken aufs Brett weil ich überzeugt bin das mein Gegner sich eher darin verfängt als ich.
Mal aus KARL 2/2002 zitiert: "Wenn Fischer analysiert, tritt seine Person in den Hintergrund. Anders als vielen seiner Großmeister- und Weltmeisterkollegen geht es ihm nicht um eine möglichst vorteilhafte Präsentation der eigenen Fähigkeiten, sondern um die Wahrheit im Schach. Auch seine Partien strahlen den Wunsch nach Klarheit aus. Leute, die mit ihm analysiert haben, berichten immer wieder, wie Fischer Unklarheiten verabscheut und alles ganz genau wissen will. Seine besten Leistungen sind Schach in Vollendung. Fehlerfrei, schnörkellos und voll aggressiver Eleganz."
Gruss
Sören




2008-01-20 19:49
Ich kann damit leben will nur das Zitat etwas reflektieren obwohl ich mehr als unsicher bin ob es das verdient hat
. Frei nach Fischer "Wie wollen ausgerechnet die das beurteilen".
Wenn nicht zweimal Fischer in diesem Zitat stünde könnte man es dutzenden von Schachgrössen zuordnen. Natürlich konnte Fischer Schachspielen. Das Festzustellen ist so wahr und wesentlich wie festzustellen das es ein Mann war.
Was Fischer einzigartig gemacht hat kommt darin nicht vor.
2008-01-20 22:59
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