Als ich vor 9 Monaten mit dem Pokern begann tat ich das bei Party Poker und spielte einen 50 $ Bonus frei. Hab ich auch als Bonus empfunden.
Ich musste so glaube ich um die 750 raked Hände spielen. Allgemein liegen die Bedingungen bei Party Poker so das man für die verschiedenen Bonusangebote (Ersteinzahlung, Reloadboni, Geschenkboni) zwischen 10 und 15 Hände je Bonusdollar spielen muss.
Das bedeutet das eine raked Hand zwischen 7 und 10 cent wert ist.
Man kann sich also an einen 10 er no limit Tisch mit 0,10/0,25 Blinds setzen. Der gibt ca.7 raked Hände pro Runde was 49 bis 70 cent entspricht bezahlt pro runde seine 35 cent blinds und erhält völlig ohne eigenes zutun einen "BONUS"!
Nun Titan Poker
Da braucht man 600 Punkte für 5 Dollar bonus. Also ist der Titanpunkt 0,8 cent wert.
Setze ich mich dort an einen entsprechenden 0,25/0,50 Tisch erhalte ich etwa 1,5 Titanpunkte pro Hand also 15 pro Runde in der ich 75 cent Blinds bezahle.
Die 15 Punkte entsprechen einem Gegenwert von 12,5 cent. Das ist aber nun wenn Sprache einen Sinn machen soll nämlich mit gleichen Worten gleiche Dinge bezeichnet und unterschiedliche Dinge mit unterschiedliche Worten kein BONUS mehr sondern höchstens ein RABATT.
Was mir bisher in Bonusbewertung als sprachliche Unterscheideung begegnet ist sind so Formulierungen wie "für low level Spieler kaum geeignet". Ich denke das sich hinter solchen Formulierungen aber oftmals nichts anderes verbirgt als die Tatsache das es sich gar nicht um einen Bonus Handelt sondern um einen Rabatt der mit der Einzahlungssumme auch vernünftig gar nicht zu erspielen ist. Jedenfalls nicht eingedenks der Bauernregel das man über den mehrfachen Tischeinsatz verfügen sollte an dem man spielt.
2007-05-05 16:16
Schlau kombiniert!!!
Aber die 50$ sollen ja auch nur neue Spieler anlocken, die wiederum vllt Geld einzahlen. Wenn sie einzahlen was denke ich so ca 35% machen, nachdem sie das geld verspielt haben, bringen die natürlich auch wieder rake für den Anbieter die die rake hand von 7 -10ct wieder auf 4-8 ct runterspielen.
2007-05-13 18:33
Hi,
also ich sehe dass mittlerweile genau wie GefatterHain, dass ein Bonus nichts anderes ist wie ein Rabatt auf das unvermeidlich zu zahlende Rake, dass jeder Spieler aufbringen muss, um am Spiel teilnehmen zu können. Ich möchte dass nachfolgend einmal am Beispiel von Everestpoker demonstrieren, welche Rechnung man m.E. bei jedem Pokerroom aufstellen sollte, um die Höhe dieses Rabatts und den Wert des Bonuses zu bemessen.
Vorausschicken möchte ich noch kurz, dass ich als Anfänger meine ersten Gehversuche bei Partypoker machte und dort über insgesamt 5000 raked Hands 150$ freispielte. Dass gelang mir nur mit einer Nachzahlung und unterm Strich blieb nach Verrechnung aller Verluste mit der Bonusgutschrift ein Gewinn von etwa 6 Euro übrig. Ich bin über dieses Ergebnis heute sehr froh. Jeder der mit dem Online-Pokerspiel anfängt, muß m.E. Lehrgeld bezahlen. Der eine mehr, der andere weniger. Möglicherweise gibt es einige Spieler, die von Anfang an mit dickem Plus abschnitten. Und höchstwahrscheinlich gibt es viele Leute, die einen dicken Verlust eingefingen oder auch im PartyCasino ihre Bankroll vernichteten. Aber das ist hier nicht das Thema.
Das Beispiel Everest:
Everest nimmt grd. 5% Rake (leider gab es da eine Erhöhung). Cap ist bei 3$. Bets die nicht gecallt werden, unterliegen nicht dem Rake. Für jeden 1$ Rake bekommt man einen Summit-Point. Die erreichten Summit-Points werden am Table angezeigt. Sobald man den Tisch verlässt, erfolgt für jeden Summit-Point eine Bonusgutschrift in Höhe von 0,07$ per Point. Das ganze wird bis auf zwei Stellen hinter dem Komma genau ausgerechnet und sofort auf dem Konto gutgeschrieben.
Wer also 100$ Bonus innerhalb von 30 Tagen clearen will, muß ca. 1428 Summit-Point verdienen, d.h. Everst verdient dann auch ca. 1428 $ Rake. Bei FR ist insoweit Dein Rake-Anteil im Schnitt 142,8 $. Unterstellen wir 20 Tage effektive Spielzeit, dann mußt Du pro Tag im Schnitt etwa 72 Summit-Points erspielen, um den Bonus zu clearen. Untstellen wir weiter, Du spielt gleichzeitig an 4 Tischen. Dann mußt Du pro Tag im Schnitt an einem Tisch 18 Summit-Points erspielen. Bei 5% Rake entspricht dies einem rake-pflichtigen Umsatz von 360$. Wenn Du also pro Tisch 100 Spiele machst, mußt Du das Limit in etwa so wählen, dass im Schnitt 3,60$ rake-pflichtiger Umsatz im Pot liegen. Wenn Du mehr Spiele machst, reduziert sich dieser Betrag entsprechend. D.h. Du kannst dann auch an 0,10 $ Tischen spielen. Das halte ich allerdings für brutale Knochenarbeit. Besser ist es wahrscheinlich, 0,25$, 0,50$ oder noch besser 1$-Limits zu wählen.
Die Gesamtabrechnung bei geclearten Bonus innerhalb von 30 Tagen kann man nach meiner Analyse dann auch wie folgt betrachten:
Gewinn/Verlust (vor Rake-Einbehalt und Bonusgutschrift)
- 142,8 $ durchschnittlicher Rake-Anteil
+ 100$ Bonus
----------------------------------------------
= Netto-Gewinn /Verlust
Aus dieser Rechnung wird deutlich, dass das Bonusclearing nicht im Vordergrund Deiner Berechnung stehen sollte. Bei Verrechnung Rake mit Bonus zahlst Du für Dein Spiel im Schnitt unvermeidlich etwa 42,8$ an Everest. Viel wichtiger ist es also, dass Du Deine Spielweise darauf ausrichtest, dass Du am Ende auch tatsächlich im Plus liegst. D.h. Du musst zunächst mindestens 42,8$ plus machen, um break even zu erreichen.
M.E. lohnt sich, die entsprechende Rechnung einmal für Titan aufzustellen. Ohne dass ich die Zahlen kenne, gehe ich davon aus, dass Du bei Titan erheblich höhere Anforderung hast, um den Bonus zu clearen. Und damit wird die Rechnung wahrscheinlich erheblich schlechter aussehen, als bei Everest.
Damit man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht, sollte man die vorstehend von mir bezeichnete Kennzahl auch für unterschiedliche Limits berechnen. Alternativ kann sich ein Spieler zunächst selbst ein Limit vorgeben, das er entsprechend seiner Pokererfahrung für angemessen hält. Und mit diesem fest vorgegeben Limit kann er dann die Angebote vergleichen.
Weiterhin lohnen sich wahrscheinlich für Bonusjäger zusätzliche Überlegungen, wie man durch geschicktes Vorgehen den Rake-Anteil reduzieren kann. Diese Überlegungen sind allerdings für mich uninteressant, da ich nicht vorhabe mein Spiel darauf auszurichten.
Fazit: Rechne immer aus, wieviel Rake du bei vorgegebenem Limit während des Bonusclearings anteilig bezahlst und verrechne das mit dem Bonus. Dann hast Du eine echte Kennzahl, die Du zum Vergleich der Bonusangebote heranziehen kannst.
Gruss
McSeafield 
2007-05-13 21:00
Hi McSeafield
sehr schöner Post. Ich bin generell ein Gegner von Bonis, weil sie meiner Meinung nach nur das normale Spiel stören.
Wenn allerdings auf der Seite, auf der man sowieso spielt, ein Reloadbonus angeboten wird und man grad Geld übrig hat, sollte man diesen auch nutzen.
Titan hat mit den unrentabelsten Bonus überhaupt. Von Stars weiss man, dass es schwer ist aber Titan zieht sich gerade in den unteren Limits unendlich in die Länge.
Wenn man so etwas in seine Strategie mit einbezieht, dann sollte man sich auf Rakeback konzentrieren.
Greetz, Mountain
2007-05-13 22:29
@Mountain:
Wieso stören denn die Leute die den bonus bekommen das Spiel??
Ist doch umso besser denn auf pp sind die durchschnitsspieler nicht so gut und leute ohne erfahrung also die, die zum ersten mal mit echtgeld spielen sin dann doch easy money oder nicht??
2007-05-14 15:51
@alex
Sorry, ich meinte wenn ich einen Bonus zu clearen habe, stört das mein Spiel. Weil ich dann etwas nachlässiger werde nach dem Motto "Das callst jetzt mal - wenns schief geht, gleichts der Bonus ja wieder aus".
Bonus+Mountain = Disziplinprobleme
Gruß, Mountain
2007-05-14 17:09
Achsoo alles klar da kann ich dich natürlich gut verstehen geht mir ab und zu genau so 
2007-05-14 20:13
Das gefällt mir so beim Bonus von einigen Anbietern. Da gelten die Rakes auch wenn man foldet ohne was in den Pot einzuzahlen. Erst nach dem Wechsel dorthin hab ich mir eine halbwegs tighte Spielweise angeeignet und gemerkt, dass dies wirklich was bringt 
2007-05-15 17:14
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