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PokerNews im Gespräch mit Phil Hellmuth, Teil 2

Phil Hellmuth

Phil Hellmuth sorgte im zu Ende gehenden Jahr für viele Schlagzeilen: Von seinem Aus bei UB bis hin zu seiner tollen World Series of Poker. Zu Jahresende macht sich "Poker Brat" wieder auf in seine Heimat Wisconsin um Ben Lamb zumindest einmal zu schlagen.

Hellmuth gab PokerNews ein Interview und sprach mit uns über Football, seine Vorfreude auf das 2012 World Series of Poker $1 Million Buyin Event, seine Autobiographie und seinen Kampf gegen Lamb im WSOP Player of the Year Race.

Wie wir auf Twitter verfolgen konnten, hast du dir vor kurzem ein Spiel der San Francisco 49ers angesehen. Kannst du uns etwas darüber erzählen?
Grundsätzlich war ich dort um mit den 49ers ein bisschen zu quatschen. Ich habe mit Coach Jim Harbaugh über dieses gesprochen und mit Besitzer Jed York über jenes. Wir haben den 30. November als Datum gewählt, leider haben sie ausgerechnet die letzte Partie davor verloren. Ich habe Harbaugh geschrieben: „Gratuliere, aber ihr habt zwar den Chiplead, aber seid noch lange nicht am Final Table.“ Er schrieb zurück: „Darf ich diese Phrase verwenden?“ Und tatsächlich sagte er genau das wenig später in einer Radio-Sendung.

Nach dem nächsten Sieg schrieb ich ihm dann: „Jim, jetzt habt ihr es an den Final Table geschafft und habt die Playoffs erreicht.“ Sie hatten nach zehn Spielen nur eine Niederlage und da lebt man seinen eigenen Hype und trägt die Nase ganz weit oben. Ich habe das im Poker schon oft durchgemacht. Wenn man glaubt, zu gut zu sein, kommt man meistens komplett aus dem Rhythmus.

Ich riet ihnen, sich nicht zu sehr zu speielen, auf Poker umgemünzt, nicht zu oft zu bluffen. Seid geduldig, haltet eure Disziplin. Ich habe ihnen dann noch gesagt, dass sie dreimal feiern sollen: Nach dem ersten Sieg in der Playoffs, nach dem Sieg in der Conference und dann nach dem Triumph in der Super Bowl.

Wie es derzeit aussieht, werden sich in der NFC eventuell die Green Bay Packers und die 49ers gegenüber stehen. Da du aus Wisconsin bist: Für wen würde dein Herz bei so einem Conference-Finale schlagen?
Naja, ich bin schon mein Leben lang Packers-Fan, aber auf der anderen Seite, wohne ich seit fast 20 Jahren in der Bay Area. Die 49ers hatten in dieser Zeit einige gute Teams. Sagen wir mal so: Ich hoffe diese beiden Mannschaften treffen nicht aufeinander. Zu vielen wichtigen Leuten der 49ers habe ich persönliche Beziehungen. Aber auf der anderen Seite bin ich noch immer Fan der Packers, kenne Besitzer und Coach gut.

Kleiner Themenwechsel: Wirst du das $1 Million Buyin Event bei der 2012 World Series Of Poker spielen?

Eventuell. Ich halte das für interessant und es ist eine großartige Sache, weil es auch dem guten Zweck zugute kommt. Andererseits ist eine Million Dollar viel Geld.

Wir haben gehört, dass du an einer Autobiografie schreibst. Wie weit bist du damit?
Im Grunde ist alles geschrieben. Es geht jetzt nur noch drum ein Verlagshaus zu finden, oder es selbst zu verlegen. Ich hatte in den späten Neunzigerjahren schon die Rechte an meiner Autobiografie verkauft. Dann brachte ich Play Poker Likes the Pros heraus und schaffte es damit auf die New York Times Bestseller Liste. Ich dachte eigentlich, dass sich meine Biografie besser verkaufen würde als mein Strategiebuch.

Die aktuelle Autobiografie brachte ich nach dem Black Friday zu Harper Collins. Ich habe damals kein anderes Verlagshaus in Betracht gezogen, weil ich dachte, Poker sei eine globale Angelegenheit. Ich bin aber sicher, dass sich auch einige andere Verleger dafür interessieren werden.

Denkst du die Ablehung des Buchey ist ein Ergebnis des Black Friday?
Vielleicht haben sie gedacht, Poker sei nun am Ende und haben es darum abgelehnt. Aber ich habe es ja nur einem Verleger vorgelegt. Ich war daher etwas überrumpelt, als es abgelehnt wurde. Ich dachte: „Wollen die mich verarschen?“ Aber sie haben sich damals auch für Play Poker Like the Pros nicht so recht begeistern können. Dennoch hat sich das Buch eine halbe Million Mal verkauft.

50 bis 60 Prozent von mir sind sogar ganz glücklich mit der Ablehnung, da ich mir dadurch mehr Zeit für ein paar Dinge nehmen konnte. Ich schreibe bereits seit 1997 daran und bin nun recht aufgeregt, weil es sehr gut werden wird.

In dem Buch soll es doch in erster Linie um deinen Einstieg in die Szene und die Jahre vor 1989 gehen. Stimmt das?

Ja, das stimmt. Ich habe darin Höhen und Tiefen verarbeitet und denke, dass die Leute es lieben werden. Ich habe es ein ganzes Jahr liegen lassen und seither hat sich mein Schreibstil doch sehr verändert. Manche Kapitel habe ich geschrieben und später komplett umgeschrieben. Es ist besser und besser geworden, wobei das eher andere Personen beurteilen sollten.

Du hast vor kurzem getwittert, dass du im Champion of the Year Race hinter Ben Lamb liegst. Hast du Pläne noch an ihm vorbei zu ziehen?
Darüber werde ich immer wieder gefragt. Es ist etwas frustrierend, dass ich nur fünf Punkte hinter ihm liege, Aber auch im WSOP Player of the Year Race lag ich ja lange nur 3,5 Punkte hinter ihm, ehe er im Main Event dann doch noch Dritter wurde.

Aber Zweiter in drei Turnieren, Zweiter im WSOP-Race und nun auch in meinem eigenen Race zum Champion of the Year zu werden, frustriert mich schon sehr.

Für Teil 1 des Interviews mit Phil Hellmuth klicken Sie hier!

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