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Vorstellung der November Nine 2011: Matt Gianetti

Matt Gianetti

Der gebürtige Texaner Matt Giannetti lebt seit 2006 in Las Vegas, wo er seine Karriere als professioneller Poker-Spieler begann. Wie meisten der jungen Pros schärfte er seine Skills im Internet (als „hazards21“), ist mittlerweile aber auf den höchsten No-Limit Hold’em Tischen in Vegas‘ Casinos unterwegs.

Giannetti nahm, seit seinem 21. Geburtstag vor fünf Jahren, jedes Mal an der WSOP teil, zumeist aber nur an kleineren Events, da er sich auf Cash Game spezialisierte. 2009 erreichte er in einem $1,500 Pot Limit Omaha Event den vierten Platz ($66,544). Es sollte bis zu diesem Jahr sein einziger WSOP-Finaltisch bleiben.

Im diesjährigen Main Event war er bei zehn Spielern im Turnier nur noch Short Stack. Er doppelte allerdings zweimal (beide Male mit Pocket Jacks) auf und schaffte es mit 24,750,000 als Dritter in die November Nine.
Seit Juli war Giannetti viel auf Turnieren unterwegs. Er bereiste die World Series of Poker Europe und die European Poker Tour in London. Zudem gewann er das World Poker Tour Main Event auf Malta für etwa $300,000. Er war der einzige November Niner, der ein Major-Turnier gewinnen konnte.

PokerNews traf Giannetti um mit ihm über seine Erfahrungen seit dem Main Event und seine Vorbereitungen auf die November Nine zu sprechen.

Könntest du beschreiben, wie die Atmosphäre im Amazon Room in der letzten Nach des Main Events im Juli war?
Während der Hände blieb ich gesammelt und ruhig. Aber sobald du Allin bist und gecallt wirst, kommt dir der Gedanke, dass es deine letzte Hand sein könnte. Bei jedem Mal kommt dir danach diese Angst, dass deine Hand vielleicht nicht hält.

Du warst Short Stack, als nur noch zehn Leute im Turnier waren. Mit welchem Plan hast du diese Bubble in Angriff genommen?
Ich wusste, dass ich short war und meine Chips in die Mitte bringen musste. Ich habe aber natürlich versucht, gute Positionen zu finden.

Hast du gefeiert, als es zu Ende war?
Ich ging aus und hatte ein paar Drinks mit meinen Vater, der mir den ganzen Tag die Daumen gedrückt hatte. Ich wusste lange gar nicht, dass er da war. Dann habe ich ihn getroffen und wir gingen mit Poker-Freunden bis in die Morgenstunden feiern.

Wann hast du realisiert, was du vollbracht hast?
Als der River aufgedeckt und Hewitt eliminiert wurde, kam alles auf einmal auf mich zu und ich konnte nicht mehr aufhören zu Grinsen. Es klingt zwar etwas abgedroschen, aber es war alles wie in einem Traum.

In Malta hast du im September ein WPT-Event gewonnen. Wie sehr beeinflußt dieser Triumph dein Selbstvertrauen im Hinblick auf den WSOP Final Table?

Es war großartig die WPT Malta zu gewinnen, aber wichtiger als der Titel war die zusätzliche Final-Table-Erfahrung. Obwohl ich gewonnen habe, war ich nicht mit all meinen Entscheidungen zufrieden. Andere Strategien, die ich dort testen konnte, haben sich allerdings als goldrichtig herausgestellt.

Hast du dir für deinen Gewinn aus Malta oder die $782,000 für das Erreichen des Final Tables schon etwas Großes gekauft?
Ich habe mir noch nichts angeschafft. Geld ist für mich einfach Munition. Obwohl ich 8,7 Millionen Dollar nicht nur als Bankroll behandeln würde, sondern mir schon etwas leisten woürde.

Wie sahen deine Vorbereitungen auf den Finaltisch aus? Hast du deine Gegner analysiert?
Ich habe mir schon einige Videos angesehen, habe aber noch ein bisschen etwas vor mir. Ich bequatsche mit engen Freunden natürlich meine Strategien, wir haben bislang noch nicht über den kommenden Final Table gesprochen. Aber wir werden mit Sicherheit noch darüber diskutieren. Vor allem mit Noah Schwartz spreche ich viel.

Über Twitter hast du uns schon einen Vorgeschmack darauf gegeben, was deine Anhänger während des Final Table tragen werden. Wie kamst du auf das Logo-Design?
Obwohl ich in den letzten vier, fünf Jahren kaum noch im Internet gespielt habe, kennen mich noch viele unter meinem alten Nickname „hazards“. Das Biohazard-Logo war immer mein Avatar auf PokerStars und ich wollte dann noch etwas texanisches Flair mit einbringen.

Wieviele Leute wirst du zur Unterstützung nach Las Vegas holen?

Momentan sind es rund 100 Leute, die ihr Kommen zugesagt haben. Zudem spekuliere ich mit einigen kurzfristigen Zusagen.

Was bedeutet dir mehr: Der Ruhm als World Champion oder die 8,7 Millionen Dollar Preisgeld?
Gottseidank gibt es beides nur zusammen! Dadurch muss ich nicht wählen und kann mich ganz darauf konzentrieren, zu gewinnen. Das Geld ist großartig, aber am Tag nach dem Main Event, kann ich wieder grinden und noch mehr Geld machen. Die Chance auf den größten Preis im Poker, kommt vielleicht nie wieder.

Um mehr über Giannetti herauszufinden, klicken Sie in das folgende Video:

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