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Kommentar: Full Tilt's öffentliche Hinrichtung

Full Tilt Kommentar

Das wars wohl endgültig mit Full Tilt Poker. Wenn sich die gestern bekannt gewordenen Vorwürfe gegen Howard Lederer, Chris Ferguson und Co. bewahrheiten, stehen diese in einer Reihe mit den größten Wirtschaftsverbrechern unserer Zeit.

Bernard Madoff wurde 2008 verhaftet nachdem der Wallstreet Guru mit seinem Schneeballsystem 50 Milliarden Dollar vernichtet hatte. Bei diesen Schneeballsystemen oder auch Pyramidenspiele genannt, profitieren ausschließlich die Drahtzieher an der Spitze, Geld wird nur durch mehr und mehr neue Mitspieler verdient. Bricht das System zusammen, ist das investierte Geld weg.

Genau das werfen die US-Behörden Howard Lederer, Chris Ferguson, Ray Bitar und Rafe Furst nun vor. Sie hätten ein künstlich aufgeblähtes System erschaffen und sich an den Spielerguthaben persönlich bereichert. Damit ist ohne Zweifel der schlimmste mögliche Fall eingetreten. Dass Lederer und Co. unfähig sind eine Firma wie Full Tilt zu führen, hatten die bekannt gewordenen Fakten in den letzten Monaten bereits hinreichend bewiesen.

Dass es sich bei den weltweit bewunderten Poker Stars Lederer und Ferguson aber auch noch um skrupellose Betrüger handeln soll, schlägt dem Fass den Boden aus. Während Full Tilt seine Spieler und die Öffentlichkeit monatelang mit teilweise absurden Statements zu beruhigen versuchte, haben die US-Behörden weitergegraben und Erstaunliches zu Tage gefördert.

Betrug, persönliche Bereicherung, Irreführung von Kunden und Öffentlichkeit, die Liste der Vorwürfe macht einen sprachlos. Es wird spannend sein zu sehen, ob sich die Beschuldigten den Vorwürfen stellen oder für immer abtauchen werden. Wegen ihrer weltweiten Bekanntheit hilft bei Ferguson nur noch eine Ganzkörperrasur, dem Poker Professor bleibt mangels Haarwuchs wohl nur noch der Gang zum Chirurgen.

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Kommentare

Cincinnati_Kid  
Cincinnati_Kid
2011-09-22 14:26

Pokerräume sollten sich so aufstellen wie es auch Investmentfondsgesellschaften tun. Einmal gibt es dort die Fondsgesellschaft an sich und auf der anderen Seite die Depotbank. Geht die Fondsgesellschaft pleite, so ist das Anlegerkapital als Sondervermögen immer geschützt.

DramaQueen  
DramaQueen
2011-09-22 11:21

pokerstars hatte nachweislich ein eigenes konto für die spielergelder - so wie es eigentlich sein soll

Matl25  
Matl25
2011-09-22 11:02

Was ist den bei Pokerstars eigentlich raus gekommen, die wurden ja zeitgleich in die Mangel genommen ?!
Bis auf das, dass die Amis gesperrt wurden hat's keine Konsequenzen gegeben oder?
Ist nur die Frage ob sie wirklich eine weiße Weste haben oder nur zum richtigen Zeitpunkt genügend Schmiergeld parat hatten!

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