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2011 World Series of Poker: Das All-Star Team

Gestern fand im Chase Field der Arizona Diamondbacks das All-Star Game der amerikanischen Major League Baseball statt. Dort treffen sich tradtionell die besten Spieler aus American und National League und kämpfen um Ruhm, Ehre und das Heimrecht für die World Series, die Endspiel-Serie der Liga. Um den Mitsommer-Klassiker entsprechend zu feiern, haben wir uns dazu entschlossen, neun World Series of Poker All-Stars zu nominieren, mit denen wir das Spielfeld füllen. Wir werden sie gegen die November Nine 2011 antreten lassen. Sollte es einer unserer Auserwählten tatsächlich an den Finaltisch des Main Events schaffen, werden wie einen Ersatz suchen. Hier unsere Auswahl:

1. Jake Cody

EventPlacePrize
Event #2: $25,000 Heads-Up No-Limit Hold'em Championship1.$851,192
Event #26: $2,500 No-Limit Hold'em / Six Handed125.$5,235

Die Wahl von Jake Cody könnte einige Leute überraschen, aber seine Fähigkeit einen schnellen Start zu erwischen (er gewann das erste offene Event der Series) machen ihn zum perfekten ersten Mann am Schlagmal. Cody machte mit seinem ersten WSOP-Bracelet zudem die Triple Crown perfekt. Welchem Baseballspieler gelang es zuletzt die Triple Crown (Saison-Leader in drei spezifischen Statistik-Kategorien) zu holen? Carl Yastrzemski 1967. Cody wird zudem eine Schar wilder Fans anlocken, die dem Team Heimvorteil verschaffen werden – egal ob es zuhause oder auswärts ran muss.

2. Phil Hellmuth

EventPlacePrize
Event #16: $10,000 2-7 Draw Lowball Championship (No-Limit)2.$226,907
Event #33: $10,000 Seven Card Stud Hi-Low Split-8 or Better Championship2.$273,233
Event #40: $5,000 No-Limit Hold'em / Six Handed36.$17,270
Event #45: $1,000 No-Limit Hold’em28.$10,560
Event #55: $50,000 Poker Player's Championship2.$1,063,034

Wer würde besser an die zweite Position der Schlag-Ordnung passen als „Mr. Second Place“ persönlich, Phil Hellmuth? „The Poker Brat“ stand im Kampf um sein zwölftes Bracelet diesen Sommer gleich dreimal im Heads-Up, aber verpasste gegenJohn Juanda, Eric Rodawig und Brian Rast jeweils den Sieg. Er zeigte sich danach zwar immer niedergeschmettert, muss aber zugeben, dass er eine echt verrückte WSOP spielt. Er führt im Race um den Player of the Year und konnte mit bereits 1,6 Millionen US-Dollar erstmals in seiner Karriere einen siebenstelligen Betrag an Preisgeld bei einer WSOP einstreifen.

3. Ben “Benba” Lamb

EventPlacePrize
Event #31: $3,000 Pot-Limit Omaha2.$259,918
Event #42: $10,000 Pot-Limit Omaha Championship1.$814,436
Event #46: $10,000 No-Limit Hold’em / Six Handed Championship12.$56,140
Event #55: $50,000 Poker Player's Championship8.$201,338

Ben “Benba” Lamb hat den ganzen Sommer über alles vernichtet, was ihn zum perfekten dritten Hitter macht. Die Kombination aus Kraft und Konstanz ließ ihn sein erstes Goldarmband bei der WSOP gewinnen, brachte ihm über 1,3 Millionen US-Dollar ein und spülte ihn auf den zweiten Rang im POY-Race. Um das Ganze abzurunden: Lamb steht nach Day 1b als Chipleader seines Flights da – mit einem Stack von 188.250. Er führt seine Jagd am Day 2b fort, mit der Möglichkeit einer Michael Mizrachi-ähnlichen Performance seiner WSOP 2011.
4. Brian Rast

EventPlacePrize
Event #15: $1,500 Pot-Limit Hold'em1.$227,232
Event #23: $2,500 Eight-Game Mix42.$4,883
Event #55: $50,000 Poker Player's Championship1.$1,720,328

Wir wollen Kraft im Clean-up-Spot, so fiel unsere Wahl als vierter Schlagmann auf Brian Rast. Er ist der einzige Spieler, der dieses Jahr zwei Bracelets gewinnen konnte – eines davon im $50,000 Poker Player’s Championship Event. Rast wollte das erste Event, das er gwann, eigentlich gar nicht spielen, da er gerade von einem Trip zu seiner Freundin aus Brasilien gelandet war. Aber sein Freund Antonio Esfandiari unterbreitete ihm einen Deal, den er nicht ausschlagen konnte und so holte Rast im Heads-Up gegen Allen Kessler sein erstes Bracelet. Rast cashte zwar nur bei drei WSOP-Events, aber seine Fähigkeit, den langen Ball schlagen zu können, macht ihn sehr gefährlich.

5. Jason Mercier

EventPlacePrize
Event #9: $1,500 2-7 Draw Lowball7.$10,524
Event #11: $10,000 Omaha Hi-Low Split-8 or Better Championship27.$16,329
Event #21: $10,000 Seven Card Stud Championship14.$24,043
Event #35: $5,000 Pot-Limit Omaha / Six Handed1.$619,575
Event #49: $2,500 2-7 Triple Draw Lowball (Limit)6.$25,967

Wenn man sich die Statistik von Jason Mercier ansieht, spricht vieles dafür, ihn an die vierte Stelle zu setzen. Aber obwohl er in fünf verschiedenen Spielvarianten in diesem Jahr drei Final Tables und ein Bracelet zu Buche stehen hat, lassen wir ihn erst als fünten schlagen. Zwei von Merciers Finaltischen waren kleinere Events, wo er zusammen nur $36,000 gewann. Im Gegensatz zu Rast verpasste er einen siebenstelligen Gesamtgewinn und ein zweites Bracelet. Wir sind uns aber sicher, dass Mercier mit diesem Sommer zufrieden ist, besonders, wenn man einen Blick auf das Abschneiden des restlichen „Team Mercier“ (Allen Bari, Dan O’Brien, Brent Hanks) wirft.

6. Bertrand “ElkY” Grospellier

EventPlacePrize
Event #13: $1,500 No-Limit Hold'em Shootout104.$4,998
Event #16: $10,000 2-7 Draw Lowball Championship (No-Limit)11.$27,928
Event #21: $10,000 Seven Card Stud Championship1.$331,639
Event #46: $10,000 No-Limit Hold’em / Six Handed Championship3.$447,074

Bertrand “ElkY” Grospellier hatte noch nie zuvor live an einem Stud-Turnier teilgenommen, bevor er heuer die Championship gewann und er sich über $331,639 und sein erstes Armband in Gold freuen durfte. Im Deuce-to-Seven Championship-Event setzte er auf pure Aggressivität um sich seinen Weg durch das Turnier zu bahnen. Grospellier ist sehr unberechenbar und haut oft daneben. Aber wenn er den Ball trifft, dann besteht eine große Chance, dass er weit geht. Wenn Grospellier ein bisschen konstanter wäre, würde er auf dieser Liste weiter oben stehen. Für dieses Jahr reicht es aber nur zur sechsten Position.

7. Chris Moorman

EventPlacePrize
Event #7: $10,000 Pot-Limit Hold'em Championship18.$25,348
Event #18: $1,500 No-Limit Hold'em66.$8,012
Event #26: $2,500 No-Limit Hold'em / Six Handed3.$271,800
Event #35: $5,000 Pot-Limit Omaha / Six Handed11.$30,024
Event #46: $10,000 No-Limit Hold’em / Six Handed Championship2.$716,282

Der einzie Grund, warum Chris Moorman in unserer Aufstellung nach Grospellier schlägt, ist, weil der Franzose im Gegensatz zum Engländer ein Bracelet gewinnen konnte. Moorman war zweimal nahe dran, musste sich in den Events 46 und 36 aber mit den Plätzen zwei und drei begnügen. Dennoch konnte er über eine Million US-Dollar gewinnen, was sehr beeindruckend ist. Zuvor standen seine Lifetime-Earnings nämlich bei nur $327,000.

8. Sam Stein

EventPlacePrize
Event #7: $10,000 Pot-Limit Hold'em Championship3.$264,651
Event #31: $3,000 Pot-Limit Omaha1.$420,802
Event #42: $10,000 Pot-Limit Omaha Championship24.$25,891
Event #50: $5,000 Triple Chance No-Limit Hold’em53.$14,937

Die WSOP ist lang und Sam Steins Erfolge kamen zu Beginn. Da vergisst man ihn leicht, aber wenn man genauer hinsieht, merkt man, dass er eine tolle Series hatte. Stein schaffte es viermal ins Geld für zusammen genommen über $700,000. Er erreichte zwei Final Tables und gewann sein erstes Bracelet. Derzeit liegt er im POY-Race auf dem sechsten Platz und wird Day 2a des Main Events mit einem gesunden Stack von 101,825 in Angriff nehmen.

9. Owais Ahmed

EventPlacePrize
Event #17: $1,500 H.O.R.S.E.39.$5,512
Event #23: $2,500 Eight-Game Mix11.$15,198
Event #39: $2,500 Pot-Limit Hold'em/Omaha45.$6,272
Event #47: $2,500 Omaha/Seven Card Stud Hi-Low-8 or Better1.$255,959
Event #55: $50,000 Poker Player's Championship4.$482,058

Owais Ahmed war in der diesjährigen WSOP sehr effizient. Er cashte in vier verschiedenen Spielvarianten fünf Mal und gewann sein erstes Bracelet. Ahmed lag im Heads-Up gegen Michael Mizrachi zwar schon hoffnungslos zurück, aber der stolze Iraner kämpfte sich zurück und gewann den Titel. Ahmeds Fähigkeit in so vielen Spielen, machen ihn zum perfekten Schlussmann, der hinausgeht, schlägt und das Lineup von vorne starten lässt.

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