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Fünf Gedanken zur dritten Woche der 2011 WSOP

wsop 2011

Die 42.alljährlich stattfindende World Series of Poker läuft nun bereits drei Wochen (verrückt) und in der letzten Woche hat sich Sam Stein an die Spitze des Leaderboards der Wertung WSOP Player of the Year gesetzt. Bertrand “Elky” Grospellier gewann sein erstes Live Stude-Turnier und es war gleichzeitig sein erstes Live Stud-Turnier überhaupt. Badugi wurde zum ersten Mal auch bei der WSOP gespielt und sensationelle 3,752 Senioren nahmen im Rio am Seniors Event teil, woraus dieses Turnier das größte 1-Tagesturnier der Geschichte der WSOP wurde.

Oh ja und Phil Hellmuth wurde Zweiter im Event #33: $10,000 Seven Card Stud Hi-Low Split-8 or Better, sodass leider seine Non-hold’em Bracelet Wertung weiterhin bei 0 liegt und meine freche Vorhersage aus der letzten Woche blieb bestehen.

Schauen wir doch einmal zurück auf die Vorkommnisse der letzten Woche.

1. Daniel Idema ist gar nicht so schlecht im Limit Hold’em

Im letzten Jahr wurde Daniel Idema bei der WSOP 2010 Runner up im $10,000 Limit Hold’em Championship Event. Er verlor im Headsup gegen Matt Keikoan und das, obwohl er teilweise sogar einen 16:1 Chiplead hatte. Keikoan konnte zurückkommen und das Bracelet gewinnen. Idema wurde Zweiter für $263,244.

Idema gelang es auch in diesem Jahr, im Limit Hold’em Championship Event an den Finaltisch zu kommen, um Rache für das letzte Jahr zu nehmen. Diesmal ließ er Spieler wie Nick Schulman, Justin “Boosted J” Smith, Barry Greenstein, Richard “Quiet Lion” Brodie, und Isaac Haxton hinter sich und bezwang im Headsup Matthew Gallin. Damit gewann er sein erstes WSOP Bracelet und $378,642. Ausserdem schloss ein $1,500 Limit Hold’em Event gleich zu Beginn der WSOP 2011 auf Rang 23 für $6,096 ab. Seine WSOP-Karriere-Gewinne stiegen dadurch auf $647,981.

Ein Mann aus Vancouver, der zugleich Bruder des Two Plus Two Mitwirkenden Adam Schwartz ist, wird mittlerweile – vor Allem nach seinen Erfolgen in den letzten beiden Turnieren - als einer der besten Limit Spieler der Welt gesehen. Vielleicht kann er ja nächstes Jahr einen dritten Platz hinzufügen und es damit dann Jeffrey Papola gleichtun.

2. Andy Frankenberger hat einen kranken Lauf

Laut der Hendon Mob Datenbank fand Andy Frankenberger’s erster großer Live Cash im Januar 2011 statt, als er in einem $1,000 No Limit Hold’em Event im Borgata 21. wurde und $2,411 für seine Leistung mit nach Hause nehmen durfte. Von da ab gewann er ein Venetian Deepstack Event für $162,110, das World Poker Tour Legends of Poker für $750,000 und bei der WPT Festa Al Lago2010 wurde er Fünfter ($161,200). Und jetzt, vor nur wenigen Tagen, gewann er ein WSOP Gold Bracelet in Event #28 (für $599,153).

Frankenberger wird auch in der Wertung WPT Player of the Year geführt, momentan befindet er sich auf Platz 20 und hat noch Chancen diesjähriger WSOP Player of the Year zu werden. Aktuell hat er 240 Punkte in dieser Wertung.

“Es war einfach nur ein Schock für mich” erzählte Frankenberger unserer Kristy Arnett bei der Bracelet-Feier. “Als alles vorbei war und ich gewonnen hatte, konnte ich es einfach nicht fassen. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, welche enorme Leistung es war, dieses starke und talentierte Feld hinter mir gelassen zu haben.”

In weniger als zwei Jahren hat sich Frankenberger ganz weit nach vorne an die Spitze der Pokerwelt buxiert, mittlerweile hat er fast $2 Millionen gewonnen. Wenn er nocheinmal einen solche guten Lauf in einem Turnier der WSOP 2011 erwischt, dann könnte er der zweite Spieler werden, der sowohl den WPT- als auch WSOP-Titel „Player of the Year“ inne hat. – Daniel Negreanu gelang dies 2004 .

3. Sam Stein hat einen fast noch krasseren Lauf

Wenn wir von der WSOP POY-Wertung sprechen, dann dürfen wir Sam Stein (385.75 Punkte) auf keinen Fall vergessen. Er befindet sich aktuell auf Platz 2 hinter Phil Hellmuth (393.75 Punkte). Stein gelang im $10,000 Pot-Limit Hold’em Championship Event der Finaltisch, wo er Dritter wurde für $264,651, dann schlug er ein 685 Spieler-Feld beim $3,000 Pot-Limit Omaha Event ein paar Tage später, wodurch er sein erstes Bracelet und $420,802 gewann. Vor der WSOP 2011 war Steins beste Platzierung ein 10. Platz im letztjährigen Pot-Limit Hold’em Championship Event (Er gewann $44,010).

Stein’s Jahr 2011 begann mit einem Paukenschlag – Er saß beim PokerStars Carribbean Adventure Main Event am Final Table und wurde Vierter für $1 Million. Da noch 20 Events der WSOP bevorstehen, hat Stein noch ein paar Gelegenheiten, Hellmuth im POY-Rennen zu überholen und noch mehr Geld zu seinem Gewinn von $1.7 Millionen in diesem Jahr hinzuzufügen. Wie Frankenberger ist auch Stein ein relativ neues Gesicht, aber das liegt daran, dass er erst 23 Jahre alt ist. Er sprang in die Szene, als er 21 wurde. Er cashte 2009 ganze acht Mal für mehr als eine Viertelmillion Dollars.

Selbstvertrauen ist entscheidend im Turnierpoker und ab sofort hat Stein wirklich jeglichen Anlass, selbstbewusst zu agieren - so als könne er jedes Feld schlagen.

4. Der Erfolg des „Seniors Event“ spricht für eine Regulierung im Online Poker.

Beeindruckenderweise hat das „Seniors Event“ am vergangenen Wochenende 3,752 Teilnehmer angezogen – soviele Spieler, wie noch nie an einem 1-Tagesturnier teilnahmen. Die Hallen des Rio waren gefüllt mit Rollwagen, Cowboyhüten und Hosenträger und bevor das Turnier gestartet wurde standen Schlangen von Rentnern vor demSau Paulo Café, um noch ein kleines Frühstück einzunehmen, bevor etliche Stunden des Grindens anstanden. Nach drei Spieltagen hatte James Hess, der mit seinen 50 Jahren gerade so berechtigt war, mitzuspielen das Turnier gewonnen. Er gewann $557,435 und natürlich ein Gold Bracelet.

Dieses massive Teilnehmerfeld zeigt einmal mehr auf, dass es einen großen Markt von 50+ Spielern in Amerika gibt. Wenn man diesen Markt weiter anzapfen kann, dann ist Potential für einen zweiten Poker-Boom vorhanden, weil (1.) Die Demographie dazu tendiert, dass man mehr Freizeit hat und (2.) diese wiederum immer mehr Zugang zu Technologie und Technik hat, was natürlich für Online Poker spricht. Wie auch immer, sobald Online Poker wieder zugelassen wird, wird die Generation 50+ ihr Geld dafür nicht ausgeben, da das Vertrauen nicht vorhanden ist.

Nur Zeit wird zeigen, ob der Markt erfolgreich ausgeschöpft werden kann.

5. Devilfish schickte Sam Grizzle mit seinem Geld ins Rennen

Ich hätte nicht gedacht, dass man das Interview mit Sam Grizzle noch hätte toppen können – Ich lag falsch. Sehen Sie sich Sarah Grant’s Interview mit Dave “Devilfish” Ulliot an:

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