
Die 2010 PokerStars European Poker Tour Vilamoura gehörte zu den größten Pokerturnieren in der Geschichte von Portugal. Ein Trio von britischen Spielern, Toby Lewis, Sam Trickett und Teddy Sheringham schaffte es an den Final Table mit fast ¾ der gesamt im Spiel befindlichen Chips, aber am Ende gelang es dann Lewis, sich gegen 384 Mitspieler durchzusetzen und sich das Preisgeld in Höhe von €467.835 zu sichern. Dieser Gewinn war für den jungen Spieler aus England sein bisher mit Abstand höchster Gewinn und er wurde dabei lautstark von den britischen Fans unterstützt, wozu auch der Team PokerStars Pro JP Kelly, WSOP Bracelet Gewinner James Dempsey und (etwas später) sein Final Table Rivale Trickett gehörten.
Einer der Gesprächsstoffe an diesem Final Table, war sicherlich die Pechsträhne von Trickett. Der vom Pech geplagte Brite belegte den 4. Platz nachdem er in 7 Pre-Flop All-In Showdowns involviert war. Er lag eigentlich nur einmal preflop gegen einen der Short-Stacks hinten (Jacks gegen Queens), bei allen anderen All-Ins lag er zu Beginn immer vorne. Er schaffte es aber erstaunlicherweise alle All-Ins (außer einen kleinen All-In, bei dem er einen Short-Stack vom Tisch holte) zu verlieren. Zusätzlich hatte er einmal Queens auf der Hand und Sheringham hatte gleichzeitig Kings auf der Hand, floppte Trips und verlor letztendlich gegen das Full House von Frederik Jensen. Trotzdem ging Trickett niemals auf Tilt und nach seiner Eliminierung gratulierte ihm der Turnierdirektor Thomas Kremser für seine sportliche Einstellung, für das Hinnehmen der Niederlage.
Die Chip-Stacks zu Beginn des Tages waren ungleich verteilt. Zwei Spieler mit hohen Stacks (Lewis und Trickett), zwei Spieler mit mittleren Stacks (Jason Lee und Sergio Coutinho) und drei Spieler mit weniger als 20 Big Blinds (Rob Hollink, Martin Jacobson und Frederik Jensen). Jensen hatte einen guten Start und konnte gleich zu Beginn mit 
gegen Trickett's 
verdoppeln. Kurz danach fand der Däne Queens und konnte erneut verdoppeln, da Trickett das All -In mit Jacks callte.
Auf Platz 8 schied dann Coutinho aus und beendete damit die Hoffnung der portugiesischen Fans, dass in diesem Jahr erneut ein Portugiese dieses Event gewinnen könnte. Er verlor fast alle seine Chips gegen Toby Lewis, als dieser das Flush Coutinho's mit einem Full House auf dem River besiegte. Der portugiesische Spieler wurde dann von Trickett eliminiert (der einzige Showdown, welchen Trickett an diesem Tag gewann). Für den ehemaligen EPT Monte Carlo Gewinner Hollink war das Turnier auf Platz 7 beendet. Der Holländer hatte am Final Table nicht viel zu verlieren und ging mit 
All-In, musste sich aber gegen Teddy Sheringham's 
geschlagen geben. Jensen folgte ihm auf Platz 6. Jacobson callte mit einem Paar 5'er gegen den Dänen, welcher Ace-Jack auf der Hand hatte. Er gewann die Hand gegen Overcards, auf einem gepairten Board und einem möglichen Straight Draw. Danach hatte Jacobson erneut Glück, als er mit Q-J einen 4-Bet Shove gegen Trickett's Jacks machte, er bekam auf dem Turn einen Flush Draw und gewann einen Pot in Höhe von 2,4 Millionen Chips. Kurz danach eliminierte er Sheringham auf Platz 5. Der Fussballer hatte mit 
auf dem Turn zwar Two Pair, das Board war 


, aber Jacobson hatte mit 
eine Straight gefloppt. Turn und River brachten keine Hilfe und Sheringham schied mit der höchsten Gewinnsumme seiner bisherigen Karriere aus (mehr als doppelt soviel, wie die £40.481, welche er für seinen 14. Platz beim letztjährigen WSOPE Main Event bekommen hatte.
Jason Lee, der die meiste Zeit des Turniers Short-Stack war, schied auf dem dritten Platz aus, als er vom Button aus mit 
All-In ging und der Schwede ihn mit 
callte. Obwohl Lee’s Bekannte Annette Obrestad laut verkündete: “Du kannst nicht verlieren, hinten triffst Du!“, schaffte er es nicht gegen Jacksons Top Pair zu gewinnen, da er seinen Gutshot Draw nicht traf.
Damit war Jacobson im Heads-Up mit Lewis. Lewis hatte, anders als Jacobson, seinen Stack langsam aufgebaut und weder viele große Pötte gewonnen, noch verloren, sodass er sich eigentlich während des gesamten Events in einer guten Ausgangsposition befand, dies galt auch für den Final Table. Lewis startete im Heads-Up mit einem 2:1 Chip-Defizit, schaffte es aber in nur 20 Minuten die Position des Chipleaders zu übernehmen. Von diesem Zeitpunkt sah es so aus, als würde der Gewinner eigentlich schon feststehen. Jacobson schaffte es zwar kurzfristig wieder ein wenig aufzuholen, aber letztendlich war das Glück auf der Seite von Lewis. Der Brite bekam auf dem Turn ein 5’er Set während sein Gegner Two Pair (9’er und 5’er) getroffen hatte, somit gewann Lewis diese finale Hand, das Event und den begehrten Titel.
Von Vilamoura reist das PokerNews Live Reporting Team nach London, um sich auf den Start der 2010 WSOPE vorzubereiten, die am 14. September im Empire Casino / Leicester Square beginnen wird. Danach wird im Hilton Metropole / Edgeware Road die Berichterstattung bei der EPT London bis Anfang Oktober fortgesetzt. Wir sind Live mit dabei und liefern Ihnen die neusten Informationen aus Englands Hauptstadt.
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