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2010 WSOPE Main Event Tag 4: Der Finaltisch winkt

Nach dem Spaß und der Ausgelassenheit der letzten drei Tage, war Tag 4 schon ein wenig was anderes, denn schließlich waren die verbleibenden Spielern dem Traumziel Final Table auf einmal in realistische Nähe gerückt.

Obwohl Ronald Lee den Tag als Chipleader begann, waren fast alle Augen auf Phil Ivey und Viktor Blom gerichtet. Poker Fans vereint in ihrem Wunsch für einen Final Table mit Starcharakter bei einem der Hauptevents des Pokerjahres. Aber sie sollten enttäuscht werden.

Nach Greg Mueller, Jani Sointula und Thomas Bichon, die bereits früh gingen, war Ivey der nächste große Name der sich verabschieden musste. Nachdem Fabrizio Baldassari preflop gelimpt hat, raiste Ivey mit {A-Spades}{10-Diamonds} auf 35.000 Chips bevor er auf die 3bet von Ronald Lee (101.000) mit einer 4bet All In für 440.000 antwortete. Lee callte mit {a-Clubs}{k-Hearts} nahm Ivey auf einem {9-Diamonds}{3-Hearts}{4-Clubs}{K-Clubs}{10-Hearts} Board als 19. vom Tisch.

Nachdem Anthony Newman und Bojan Gledovic auf den Plätzen 18 und 17 gehen mussten war für Viktor Blom auf Platz 16 das Turnier vorbei. Nachdem er den Tag über einiges an Chips verloren hat, brachte er seine verbleibenden 210.000 Chips mit {8-Diamonds}{8-Spades} in die Mitte und verlor den Flip gegen Brian Powells {K-Spades}{Q-Clubs} auf einem {7-Hearts}{7-Diamonds}{Q-Spades}{K-Clubs}{J-Diamonds} Board.

Ein Rätsel des modernen Spiels ist die Verbindung von Viktor Blom zu "Isildur1". Dieser Account ist mit mehr Mysterien umgeben als ein Agatha Christie Roman. Blom erregte einiges an Aufmerksamkeit und schürte dieses Image auch durch die Verweigerung jeglicher Interviews. Selbst das Abschlussinterview durch ESPN nach seinem Bustout ignorierte er. Es sieht so aus, als ob das Mysterium Blom sich fortsetzen wird.

Trotz alledem ging die Action weiter und es wurde immer rasanter. Als Hoyt Corkins als 15. raus war, erledigte Roland De Wolfe gleich zwei Gegner und pushte seinen Stack auf über eine Million Chips. Vor de Wolfe gingen Clint Coffee und Barny Boatman All In und De Wolfe wachte hinter den beiden mit {A-Hearts}{A-Clubs} auf und dominierte damit {A-Spades}{J-Clubs} und {A-Diamonds}{K-Clubs} seiner Gegner. Das Board brachte {K-Hearts}{10-Diamonds}{4-Hearts}{9-Spades}{8-Hearts} und damit hielten die Asse gegen zwei Gegner.

Als seine Damen gegen die Asse von James Board verloren, konnte sich Arnaud Mattern nicht mehr wirklich erholen und beendete das Turnier auf Platz 12 und direkt danach war es dann auch für Andrew Pantling auf dem 11. Platz vorbei. Pantling erwischte zu Beginn der WSOPE einen guten Start und wurde hinter Phil Laak zweiter für £105,506 im Shorthanded Event, aber sein Lauf war am Tag 4 des Main Events schlagartig vorbei und sein Stack wurde kontinuierlich kleiner. Den Gnadenstoß gab ihm Daniel Steinberg als er mit {6-Clubs}{6-Diamonds} Pantling´s {Q-Clubs}{Q-Spades} auf einem {K-Hearts}{6-Hearts}{8-Clubs}{K-Spades}{7-Diamonds} Board zerstörte.

Aufgrund der Aufregung durch die ganzen Bustouts, bemerkte man kaum, dass die Final Table Bubble auf einmal so nahe war. Aber da man nie die Shortstacks unterschätzen sollte, dauerte es noch bis nach der Dinner Break das der Zehntplatzierte gefunden wurde. Da die beiden Shortstacks Brian Powell und Marc Inizan ein Comeback nach dem andern starteten übernahm letztendlich David Peters die ungeliebte Rolle des Final Table Bubble Boys. Auch hier war wieder Roland De Wolfe der verantwortliche und nahm ihn mit {A-Spades}{5-Spades} gegen {A-Hearts}{7-Clubs} vom Tisch, nachdem das Board {Q-Hearts}{Q-Clubs}{5-Diamonds}{9-Spades}{6-Diamonds} runterkam.

Als kleine Nebennotiz lässt sich nun feststellen, dass wir unseren Final Table gefunden haben der von dem 28 jährigen Dan Fleyshman angeführt wird. Dieser ist vielleicht besser bekannt als CEO von Victrory Poker. Fleyshman musste an diesem Tag wohl ein Hufeisen in der einen und eine Hasenpfote in der anderen Tasche gehabt haben. Nachdem er sich mit {A-Diamonds}{Q-Clubs} gegen Pantling´s {10-Diamonds}{10-Hearts} gedoppelt hatte zu beginn des Tages, holte er sich einen Pot nach dem anderen und beendete den Tag als Chipleader mit 1.946.000 Chips.

Aber mit Blinds in Höhe von 10.000/20.000/3.000 und einem Average Stack in Höhe von 57 Big Blinds, dürfte der Weg zum Titel für Fleyshman noch ein sehr langer werden, da er ja mit Roland Lee einen Verfolger hat der nicht allzuweit von ihm entfernt ist mit 1.899.000 Chips. Knapp dahinter ist Daniel Steinberg mit 1.520.000 Chips. Als Shortstack wird Marc Inizan, der bei der EPT Berlin 2010 dritter wurde, an den Final Table gehen und insgesamt 17,5 Big Blinds mitbringen.

Die 9 Finalisten:

Platz 1: Roland de Wolfe (1,377,000)
Platz 2: Marc Inizan (349,000)
Platz 3: Nicolas Levi (428,000)
Platz 4: Fabrizio Baldassari (697,000)
Platz 5: Brian Powell (842,000)
Platz 6: Danny Steinberg (1,520,000)
Platz 7: James Bord - (1,331,000)
Platz 8: Ronald Lee - (1,899,000)
Platz 9: Dan Fleyshman - (1,946,000)

Der morgige Tag verspricht ein spannender Tag zu werden und egal wie lang es dauern wird, das PokerNews Livereporting Team wird da sein um die Action wieder zu Ihnen nach Hause zu bringen. Also seien Sie ab 12:00 GMT wieder dabei um zu sehen wer der neue Gewinner des World Series of Poker Europe Main Events wird.

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