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World Series of Poker 2010 - Interview mit Michael Skender

Pokerspieler Michael Skender

Der deutsche Ex-Basketball Profi und PokerStars SupernovaElite Michael Skender ist die große Überraschung des diesjährigen Main Events der WSOP 2010. Das bekam auch der WSOP Spieler des Jahres 2005 Allen Cunningham zu spüren, den Skender gegen Ende von Tag 4 aus dem Turnier eliminierte.

PokerNews hat den sympathischen Jungstar zum Interview gebeten.

PokerNews: Hallo Michael, danke dass du dir Zeit für uns nimmst. In wenigen Minuten beginnt Tag 7 des Main Events, wie zufrieden bist du bisher mit deiner Leistung?

Michael Skender: Ich konnte das was hier passiert noch gar nicht reflektieren. Es ist einfach immer noch wie ein Traum für mich.

PokerNews: Wenn du das Niveau des Main Events mit anderen Turnieren, die du gespielt hast vergleichst, wo würdest du das einordnen?

Michael Skender: Ich habe bisher lediglich $30 Turniere auf PokerStars gespielt. Wenn ich das vergleiche ist das Niveau der WSOP schon deutlich höher.

PokerNews: Bitte skizziere kurz deinen Lebenslauf, was hat dein Interesse an Poker geweckt?

Michael Skender:
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und bin Basketball Profi geworden. Dafür habe ich hart gearbeitet und das hat dann auch gut geklappt. Das ist kein leichter Job, aber ich habe es geschafft. Im Fernsehen habe ich die PokerStars Werbung gesehen und mich dazu entschlossen, das zu probieren. Bei Auswärtsspielen habe ich dann mit Mannschaftskameraden begonnen im Bus Poker zu spielen, so fing das Ganze an.

PokerNews: Welche Erfahrungen, bzw. Eigenschaften nimmst du aus deiner Karriere als Profisportler zum Poker mit, bzw. helfen dir beim Pokern?

Michael Skender: Disziplin und Ehrgeiz sind die Charaktereigenschaften ohne die es auch beim Poker nicht geht. Ich glaube man muss dafür geboren sein. Man kann sich das ganze theoretische Wissen erarbeiten, was ich aber mit Sicherheit nicht habe. Mein theoretisches Wissen ist wahrscheinlich das Schlechteste aller 78 Spieler, die noch im Turnier sind. Diese Eigenschaften wie Hartnäckigkeit, nicht aufgeben zu wollen und Niederlagen einstecken zu können sind wichtig für meinen Erfolg. Wenn man das nicht hat, braucht man gar nicht Poker spielen.

PokerNews:
Du hast dich gestern, nach dem Verlust einer wichtigen Hand, deutlich zurückgenommen und auf deine Chance gewartet.

Michael Skender: Ja ich hatte ja gar keine Alternative. Ich habe die zwei, drei Stunden gut überbrückt und dann sogar noch Chips aufgebaut. Das ist umso besser, heute bin ich richtig heiß, denn ich denke heute ist alles drinnen. Beim Basketball sagt man "Es ist Crunch Time". Oliver Kahn würde sagen: "Man braucht Eier"

PokerNews: Wer coacht dich und hilft dir deine Fähigkeiten zu verbessern?

Michael Skender: Mein PokerStars SupernovaElite Freund Paul Knebel coacht mich. Er ist theoretisch so fit und gibt mir den notwendigen Rückhalt. Wir kommen aus dem selben Dorf und sind schon seit vielen Jahren befreundet. Paul hat ein unglaubliches Wissen und großes Talent für Poker. Ich habe das hier durch Glück und auch durch ihn geschafft. Falls jemand einen Coach sucht, vermittle ich das gerne weiter.

PokerNews: Was hat der Privatmann Michael Skender noch für Hobbies, wenn Poker möglicherweise zum Beruf wird?

Michael Skender: Poker zum Beruf, oh mein Gott, was für ein hartes Leben! Nein, im Ernst, das wäre ein Traum. Wenn das wirklich so passiert, würde ich das 10 Jahre lang machen und dann kommt sowieso wieder ein neuer Lebensabschnitt. Im Leben ändert sich ja oft alles. Aber ja bitte, bitte, ich würde es gerne machen.

PokerNews:
Welche Turniere würdest du in der nächsten Zeit noch gerne spielen, hast du konkrete Pläne?

Michael Skender: Nein gar nicht. Ich bin mit der Idee hier hier gekommen, das Main Event zu spielen und jetzt sitze ich hier in Tag 7 und bin über dem Average. Das ist einfach verrückt, das ist Wahnsinn. Ich genieße das, ich weiß ich kann Geschichte schrieben und alles andere lasse ich an mich herankommen. Ich werde alles daransetzten meine Chance zu nutzen. Wenn ich einen Spot sehe, stelle ich die Chips rein und dann müssen die Anderen erstmal callen. Wenn es nicht klappt, dann ist es trotzdem eine tolle Geschichte. Wenn ich die Dinge nach dem Turnier reflektiere, dann kann ich auf jeden Fall stolz sein auf das was ich hier geschafft habe.

PokerNews: Michael, vielen Dank für das Interview!

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Kommentare

Nicsmix  
Nicsmix
2010-07-17 06:20

Hi Georg, Danke für das nette Interview! /nic

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