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PokerNews Debatte: Sollten Pokerspieler in der Lage sein ihre Online Namen regelmäßig zu wechseln?

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Die aktuellen Debatten im Bezug auf Data Mining beim Online Poker haben dazu geführt, dass viele Spieler sich Gedanken über beide Seiten der Medaille machen. Für neuen Brennstoff in dieser Situation sorgte Cake Poker, indem der Anbieter es seinen Spielern erlaubt, alle 7 Tage ihren Spielernamen zu wechseln. Wir möchten Ihnen beide Seiten präsentieren und es Ihnen selbst überlassen sich zu entscheiden.

Michael Friedman glaubt, dass es für das Spiel wichtig ist zu wissen, gegen wen man spielt.

Zu wissen wer Ihre Gegner sind und wie man gegen sie spielt ist ein überaus wichtiges Element beim Pokern und die Entscheidung von Cake Poker, dass alle Spieler ihre Namen ändern können, macht es unmöglich zu wissen, gegen wen man spielt. Wenn man seinen Gegner nicht kennt, befindet man sich im Nachteil, da man keine Entscheidungen auf Basis vorheriger Informationen in unterschiedlichen Spielsituationen treffen kann.

Obwohl einige Spieler behaupten, dass das Anlegen eines Gegnerprofils online nicht wirklich wichtig im Bezug auf die Strategie ist, sollte man dies mal den High-Stakes Spielern erzählen, welche davon leben, die Schwächen im Spiel von anderen Spielern heraus zu finden.

Zu wissen, gegen wen am spielt und zu wissen, wie er bzw. sie in bestimmten Situationen reagiert ist überaus wichtig, um die richtigen Entscheidungen fällen zu können, deshalb beeinflusst die Möglichkeit den Namen zu ändern direkt den Gewinn, welchen man bei jeder Hand erzielen kann.

Die Möglichkeit den Namen zu ändern führt zu einem Sicherheitsrisiko, da man nie weiß, gegen wen man spielt. Wenn ein Spieler seinen Namen alle 7 Tage ändern kann, können starke Spieler sich gegen über schwachen Spielern Vorteile verschaffen, indem sie regelmäßig ihren Namen ändern und dann auf niedrigeren Levels spielen.

Diese Maskerade ist gegenüber schwächeren Spielern unfair, da diese dann nicht wissen, dass die Sharks in den Levels nach unten gegangen sind, um schnell mal etwas zusätzliches Geld zu verdienen. Grundsätzlich sind schwächere Spieler oft jünger und neu beim Game. Sie können sich nicht gegen den Vorteil der erfahren Spieler schützen und wissen daher auch nicht, dass sie gegen jemanden spielen, welcher ihnen haushoch überlegen ist.

Es war ein längere Sache das Vorgehen des Betrügers Russ Hamilton aufzudecken. Wenn man keine Daten gehabt hätte, weil dieser regelmäßig seinen Spielernamen gewechselt hatte, wären die Chancen ihn zu erwischen nur sehr gering gewesen.

Da es schwierig wäre herauszufinden, ob Spieler zusammen arbeiten oder betrügen, stellt sich die Frage, wieso die Möglichkeit den Namen zu ändern den Spielern Vorteile bringen sollte.

Hamilton wurde gefasst, weil Spieler in der Lage waren, sein Spiel aufzuzeichnen und die Unregelmäßigkeiten aufzudecken. Man sollte daran denken, wie schwierig es gewesen wäre, ihm seine Schuld nachzuweisen, wenn er in der Lage gewesen wäre jede Woche seinen Spielernamen zu wechseln.

Nicole Gordon glaubt, dass Spieler die Möglichkeit haben sollten ihre Spielernamen regelmäßig zu ändern.

Cake Poker hat eine neue Regel, welche meiner Meinung nach das Online Poker revolutionieren könnte. Die Seite bietet ihren Spielern die Möglichkeit alle 7 Tage den Spielernamen zu wechseln.

Heute verschaffen sich Spieler beim Online Game einen Vorteil, welcher davon abhängig ist, wieviele Daten sie über ihre Gegner sammeln können. Somit ist diese neue Regelung ein Weg zurück in die Anonymität und die Möglichkeit die Level beim Game neu zu definieren. Stellen Sie sich mal vor, die großen US-Seiten wie z.B. Full Tilt und PokerStars, würden es ihren Spielern erlauben den Namen regelmäßig zu wechseln. Die Tracking-Seiten würden wohl Pleite gehen, aber das Spiel an sich würde reiner werden.

Wenn man an einem No-Limit Hold’em Cash Game oder Sit-n-Go Spieltisch bei Full Tilt oder PokerStars sitzt, kann man sicher sein, dass die regelmäßigen Spieler sich Ihre Statistiken bereits bei PokerTableRatings oder SharkScope angesehen haben. Sie wissen, wieviele Hände Sie gespielt haben und wann Sie diese gespielt haben. Im Fall von PokerTableRatings können sich diese Spieler eine instant “Report Card” Ihres Spiels ansehen und wissen sofort, ob Sie zu den tight-aggressiven Spielern gehören oder nicht. Anonymität an den Online Spieltischen gehört der Vergangenheit an.

Da man über jeden Spieler jede Menge Daten abrufen kann, hat das Spiel irgendwie seine Seele verloren. Ein großer Anteil des Skill-Elements beim Pokern besteht darin andere Spieler zu lesen, Setzmuster aufzudecken, die Spielzüge vorauszuahnen und entsprechend zu reagieren. Wenn in einer Datenbank steht, dass z.B. “JoeBlow420” in 82.000 Händen nur mit 15% seiner Top Hände Pre-Flop raist, aber für sein Spiel auf dem Turn nur ein “C” erhält, sollten Ihnen die Entscheidungen relativ einfach fallen.

Aber was ist mit dem Ultimate Bet Skandal? Blieb dieser Betrug nicht jahrelang unentdeckt, weil die Superuser regelmäßig ihre Spielernamen änderten? Ja, aber Russ Hamilton & Co. wechselten außerdem ihre Accounts. Bei Cake Poker bleibt Ihr Account Ihr Account und Ihre IP-Adresse Ihre IP-Adresse. Nur der Name, welcher Ihrem Gegner angezeigt wird, kann geändert werden.

Obwohl die Möglichkeit besteht, die Spielernamen zu wechseln, wird nicht jeder Spieler diese Möglichkeit nutzen. Online Stars wie z.B. “OMGClayAiken”, “gboro780” und “stevesbets” haben sich auf diese Spielernamen eine sehr gute Reputation erarbeitet und benutzen ihre Spielernamen, um ihre Gegner einzuschüchtern. Aber für den durchschnittlichen low oder middle-stakes Cash Game Spieler, ist diese Möglichkeit seine Daten zu verbergen etwas, was sein Spiel und seine Resultate verändern könnte.

Möchten Sie gerne Ihren Spielernamen ändern? Melden Sie sich bei Cake Poker an und Sie können sich jede Woche einen neuen Spielernamen aussuchen.

Kommentare

SvenDee  
SvenDee
2010-01-11 14:07

Ich bin gegen die Spielernamen - regelung von Cake Poker. Für mich isses wichtig zu wissen , wer an meinem Tisch sitzt. Aber Mani , das Auswerten der Hände , OHNE das man eine Hand gegen diese Person gespielt hat , verstösst ja gegen AGB´s der grossen Online Plattformen. Mann muss also schon gegen diese Hände spielen , um Daten zu erhalten. Bei Stars kann man glaub ich 30 Hände tracken , die nehmen das nicht so eng. Das Tracken find ich soweit ok , da die Daten in der History halt eh einsehbar sind. Aber Spielernamen wechseln zu können geht für mich zuweit.
Dann könnte ich ja den Namen von nem Pro verwenden wenn dieser den wechselt.
Welch Ausmaße das dann haben würde....
oha....

Wenn man halt anonym bleiben will , kann man das ja so machen wie Ilsidur1 Smile.

Mani  
Mani
2010-01-11 10:55

ich bin der meinung von michael friedman. zu wissen gegen wen man spielt ist ein wesentlicher faktor beim spielen. dass es in der heutigen zeit hilfsprogramme gibt, die auswerten wie der spieler spielt, bevor man überhaupt eine hand gegen diesen gespielt hat, ist lauf der modernen zeit.

welche meinung vertretet ihr?

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