
Er ist 24 Jahre jung, ein Spieler der jungen, wilden Online-Generation, aggressiv und direkt und fürchtet sich kein bisschen, es scheint ihn kein bisschen zu beeindrucken wer ihm am Tisch gegenüber sitzt. Benny, Benjamin, toweliestar oder psychobenny – egal unter welchem Namen, ob online oder Live, der junge Deutsche spielt weil er gewinnen will und verzieht dabei keine Miene.
Online zu spielen war bis vor kurzem noch sein Spezialgebiet, aber seit dem fulminanten Erfolg mit einem dritten Platz beim PokerStars Caribbean Poker Adventure ist er auch im Live-Poker für spannende Partien zu haben. Der $ 10.000,- EPT Event gilt als das größte Turnier neben dem Main Event der WSOP. Die ersten drei Spieler wurden $-Millionäre, so auch Benny Spindler. Mit kolportierten $ 1,1 Millionen Preisgeld. Gerüchten zufolge sollen es mehr gewesen sein, weil er einen Deal aushandeln konnte. Von dieser Partie gibt es Youtube Videos mit Händen, das einem die Spucke weg bleibt. So trifft er in einer Hand mit 
auf Alexandre Gomes A/A. Der Flop bringt J/J/J – unglaublich! Benny spielt lässig mit $ 1,3 Millionen Chips an, Gomes called – wer rechnet schon damit, dass Benny wirklich den J für den Vierling hält? Nach dem Turn spielt Benny wieder mit $ 2 Millionen an und Gomes geht All-In…Tja, ein Monster-Pot für Spindler und eine gute Ausgangsbasis für seinen dritten Platz, den er später belegen sollte.
Spätestens seit seinem Sieg beim „Spring Championship of Online Poker 2009“ (SCOOP) hat er sich als ernst zu nehmender Spieler etabliert. Er kickte Bertrand „ElKy“ Grospellier aus dem Viertelfinale und besiegte PokerStars Spieler John Duthie im Finale. $ 310.000 Dollar Preisgeld war Spindlers Lohn…Heads-up dürfte ihm überhaupt liegen, denn bei der diesjährigen WSOP nahm er beim $ 10.000,- Heads-up Championship teil und belegte prompt den 32. Platz.
Wer glaubt, dass diese Erfolge Glückstreffer oder „Eintagsfliegen“ sind, der irrt. Denn Spindlers Erfolgsserie reißt bis heute nicht ab. Bei der WPT in Marrakesch (im Oktober) belegte er den 6. Platz und cashte damit € 55.828,-. Zuvor hat er auch die EPT in London erfolgreich in der Bubble abgeschlossen: 12. Platz und £ 28.000,-.
Ob Benny da wirklich noch Zeit für sein Psychologie-Studium bleibt? Denn das soll er in Mainz studieren – daher auch sein Nickname „psychobenny“. Doch bei dem Turnier-Stress reist er pro Jahr mindestens einmal um den Globus. Wenn Psychologie nicht auch ein Fernstudium anbietet, dann wird das wohl knapp. Abgesehen davon stellt sich doch die Frage ob seine Turniererfahrungen nicht der beste Praxistest in Sachen Psychologie ist, den man sich nur wünschen kann. Vielleicht ist das Benny „Geheimwaffe“…
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