Steven Begleiter aus Chappaqua / N.Y. ist sicherlich der Spieler mit der wenigsten Erfahrung bei den November Nine, was aber nicht bedeuten soll, daß der Amateur so einfach zu besiegen wäre. Er hat zwar nicht soviel Erfahrung wie seine Gegner, spielte aber auf seinem Weg zum 2009 World Series of Poker Main Event Final Table überaus solide und könnte nun seinen relativ hohen Stack nutzen, um sich den Titel zu sichern.
Der ehemalige Bears Sterns Wall Street Geschäftsführer ist kein Fremder in der stressigen Finanzwelt, weshalb es für ihn nicht schwierig sein sollte seinen Gewinn vom Final Table gewinnbringend anzulegen. Abhängig von der Höhe der Gewinnsumme, plant Begleiter 20% davon an die Poker-Liga in seiner Heimatstadt abzugeben.
Sein Weg an den Final Table
Obwohl Begleiter nur wenig Erfahrung am Spieltisch hat, schaffte er es seinen Stack im Main Event auf traditionelle Weise aufzubauen – er profitierte davon, wenn die richtigen Karten kamen und hat ein überaus gutes Gespür dafür, wie stark die Karten seiner Gegner sind.
In einer der Hände gab uns Begleiter ein gutes Beispiel dafür, wie er seine Karten spielt, um seine Gegner zu besiegen. Das Board war 

, Antonio Esfandiari hatte 
auf der Hand und setzte 550.000. Begleiter, welcher 
auf der Hand hatte, erhöhte auf 1,075 Millionen. Esfandiari antwortete mit einem All-In in Höhe von knapp 3 Millionen. Trotz seinem gefloppten 10’er Paar, überlegte er eine Zeit lang und callte letztendlich, was dazu führte, daß Esfandiari auf Platz 24 nach Hause fahren konnte.
Am Tag 7 spielte Begleiter einige Hände trotz eines gefährlichen Boards, da er das Gefühl hatte, die Karten seiner Gegenspieler wären schwächer. In einer Hand gegen Ludovic Lacay, machte Begleiter einen guten Call auf einem “Scary Board”, welcher sich als überaus profitabel erweisen sollte. Lacay eröffnete mit 250.000, Begleiter (Small Blind) und Nick Maimone (Big Blind) callten. Der Flop kam mit 

. Alle Spieler checkten. Der Turn präsentierte sich mit dem
, erneut checkten alle beteiligten Spieler. Der River brachte die
, Begleiter und Maimone checkten, Lacay setzte 325.000. Begleiter callte mit 
und Maimone foldete. Lacay muckte, als Begleiter seine Two Pair zeigte.
Was kommt noch auf uns zu
Während seiner Zeit bei Bears Sterns lernte Begleiter unter Druck Entscheidungen zu treffen, deshalb ist ihm auch das “Minimal/Maximal“ Prinzip nicht fremd. Wenn man in Betracht zieht, dass er 29.885.000 Chips hat, wird es für seine Gegner nicht einfach werden; er wird sein Bestes geben, um durch seine möglichst geringen Einsätze maximalen Profit zu erzielen. Durch seinen relativ hohen Stack hat er eine Menge Munition, weshalb er in der Lage ist, schon relativ früh Risiken einzugehen. Links neben ihm sitzt einer der drei Short-Stacks am Tisch, wodurch sein frühes Spiel eventuell etwas ausgebremst werden könnte. Er wird wohl Anfangs nur niedrig raisen, da er immer damit rechnen muss, dass einer der Short-Stacks “Over the Top“ All-In geht.
Seinen Sitz für das Main Event hat er durch seine Poker-Liga gewonnen, somit hat er eigentlich den geringsten Erfolgsdruck aller November Nine Mitglieder, was ihn wiederum überaus gefährlich macht. Spieler, welche nichts zu verlieren haben, können an einem Spieltisch alles verändern, da sie bereit sind ihre Chips ins Spiel zu bringen. Wenn Begleiter schon zu Beginn aktiv wird, kann man davon ausgehen, dass es einige Action geben wird, da die anderen, bekannteren Spieler, sicherlich gerne mit von der Partie sind und versuchen werden Vorteile aus seiner Unerfahrenheit zu ziehen.
Auch dieses Mal wird PokerNews live dabei sein, im Live Reporting Bereich können Sie die WSOP Finale Table Highlights in deutscher Sprache mitverfolgen.

















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