Auch in Österreich untersteht das Glücksspiel einem Monopol, d.h. nur staatlich lizenzierte Unternehmen dürfen Glücksspiel auch anbieten. In Österreich sind das die Casinos Austria und die österreichischen Lotterien. Doch Pokerspieler haben es in der Alpenrepublik besser als in Deutschland, denn Poker ist aus dem Monopol ausgenommen. Grund dafür ist die Definition des Bankhalters – Spiele ohne Bankhalter unterliegen nicht dem Monopolgesetz.
Diese Auffassung wird seit Jahren immer wieder angefochten, es wird versucht Poker in das Monopol zu integrieren bzw. die Definition des Spiels juristisch so auszulegen, dass Poker bereits unter das Glücksspiel-Monopol zu fallen hat. Concord Card Casino Betreiber Peter Zanoni muss seit langem wie gegen Windmühlen kämpfen – bist dato noch erfolgreich.
Denn die Glücksspiel-Gesetzesnovelle sorgt für Sorgenfalten, das Pokerspiel soll ganz eindeutig zum Monopol erklärt werden. Kein Wunder, dass sich die Poker-User sorgen und sogar Deutsche Poker-Fans in Foren posten: „Und weiter gehts mit den Problemen für unser geliebtes Poker: unser Nachbar Österreich denkt "laut" über eine Änderung der bestehenden Gesetzgebung nach.“ Dieser „brisante“ Entwurf liegt nun schon seit Herbst 2008 auf. Verabschiedet ist er allerdings noch nicht, zu einer parlamentarischen Entscheidung ist es noch nicht gekommen. Auch die Gegenentwürfe liegen teilweise noch auf Eis.
Immer wieder werden Pressemeldungen ausgeschickt, die über baldige Entscheidungstermine berichten. Gegeben hat es bis dato noch keine. „Hoffentlich nie!“ schreiben hier Poker-Fans im Forum und wollen ihr Lieblingsspiel nicht missen. Da kommt zuweilen sogar Sarkasmus auf, wenn geschrieben wird: „Super, ich sehne mich richtig zurück nach der guten, alten Zeit der schönen, einträglichen, illegalen Hinterzimmer-Partien.“ – Tja so könnte es kommen, wird Poker tatsächlich hineinmanövriert ins österreichische Monopol.
Von schrägen Ideen wie einmal pro Quartal um € 10,- zu spielen soll die Rede sein – in der Praxis aber nicht durchführbar. Ein User schreibt dazu ziemlich treffend: „Umgelegt auf das Tabakgeschäft würde das bedeuten, der Trafikant darf im Quartal nur noch je eine Packung Zigaretten an maximal 100 Raucher verkaufen. Ausnahme: es findet sich ein Trafikant mit € 10 Millionen Haftkapital, der sich verpflichtet die Zigaretten nur noch per Automatenverkauf zum überhöhten Preis durchzuführen.“
Von „Unfug“ und „naiven Vorstellungen“ reden die Poker-Spieler – auch die Politiker haben noch über den Gesetzesentwurf zu reden. Auf was sie sich einigen? Wer kann das schon wissen…

















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