Obwohl Phil Ivey vielleicht der bekannteste Spieler bei den November Nine ist, hat ein weiterer Spieler es ebenfalls ins Rampenlicht geschafft, wobei er unter anderem für seine kontroverse Meinung im Bezug auf Harrah's und die World Series of Poker bekannt wurde. Der Präsident des Card Players Magazine, Jeff Shulman, versetzte die Pokerszene in Erstaunen, als er bei seiner Qualifizierung für den WSOP Final Table bekannt gab, dass er das Bracelet in den Müll werfen wird, falls er das Main Event gewinnt.
Egal ob man der gleichen Meinung wie Shulman ist oder nicht, eins ist klar, der Junge hat einiges zu bieten. Er saß im Jahr 2000 schon einmal am WSOP Main Event Final Table und gehört zu den heißesten Kandidaten an diesem Final Table. Warum ist Shulman einer der heißesten Kandidaten? Er hat im Laufe seiner Karriere bereits über $2,5 Millionen beim Pokern gewonnen und belegte z.B. beim World Poker Tour $25.000 Championship Event 2008 den 17. Platz.
Sein Weg an den Final Table
Shulman war auf seinem Weg zum Final Table in einige interessante Hände verwickelt gewesen. Dank seiner Erfahrungen vermied er es aber in aussichtslose Kämpfe verwickelt zu werden und schaffte es seine Chancen zu nutzen, wenn er um hohe Pötte spielte.
In einer Hand, welche mit der Eliminierung von Jason Brice endete, nutzte Shulman sein hohes Pocket Pair, um seinen Gegner nach Hause zu schicken. Shulman raiste aus mittlerer Position auf 250.000. Brice ging mit seinen verbleibenden 800.000 All-In und Shulman callte mit Pocket Queens. Obwohl Brice zwei Live Over-Cards hielt (Ace-King) hielten Shulman’s Queens und der Pot gehörte ihm.
Er hat nicht nur bewiesen, dass er zu den besten im Spielfeld gehört, sondern hat auch einige Hände gespielt, welche gut für sein Ego waren. In einer Hand spielte er z.B. gegen Eric Buchman und Jonathan Tamayo. Er entschied sich dabei seinen Stack nicht im Rahmen eines Coin-Flips auf’s Spiel zu setzen. Buchman eröffnete mit 140.000, wobei er 
hielt. Shulman überlegte kurz, er hatte 
auf der Hand, und erhöhte dann auf 500.000. Tamayo antwortete mit einem 4-Bet All-In, er hatte Pocket Queens auf der Hand. Buchman foldete und Shulman entschied sich ebenfalls seinen Stack nicht bei einem Race zu riskieren.
Was kommt noch auf uns zu
Wenn man in Betracht zieht, dass Shulman noch 19.580.000 Chips hat, könnte man davon ausgehen, dass er zu den Spielern gehört, welche eine gute Chance auf den Sieg haben. Daniel Negreanu glaubt, dass Shulman zu den großen Favoriten zählt, da er über einen hohen Stack verfügt und bereits über Final Table Erfahrung verfügt. Außerdem wird Shulman von Phil Hellmuth gecoacht, was sicherlich ebenfalls dazu beiträgt, ihn zu einem der stärksten Spieler am Final Table zu machen.
Die größte Gefahr für Shulman an diesem Final Table ist sicherlich Ivey, viele Experten sind aber der Meinung, dass die beiden Spieler die gegenseitige Konfrontation meiden werden, bis es nicht mehr anders möglich ist. Obwohl der Amateurspieler Darvin Moon mit 58.930.000 Chips führt, hat Shulman genügend Chips, um damit effektiv arbeiten zu können, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Level relativ lange dauern und die Blind nur langsam steigen. Er hat also eine gute Chance seinen Chip-Stack schon früh auszubauen und sich dann seinen Weg nach vorne auf die Top Position zu bahnen. Ein weiterer Vorteil für Shulman ist seine Position am Final Table, er sitzt auf Platz 9 und hat somit Position auf Moon und auf Ivey.
Auch dieses Mal wird PokerNews live dabei sein, im Live Reporting Bereich können Sie die WSOP Finale Table Highlights in deutscher Sprache mitverfolgen.

















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