
1987 war es ein handfester Polit-Skandal, der Deutsche Mathias Rust landet illegal auf dem Roten Platz in Moskau. Nach einem turbulenten Leben mit Haft, zwielichtigen Geschäften, Betrügereien und dem Versuch alles wieder auf die Reihe zu kriegen, soll er laut aktuellen Berichten jetzt als Berufsspieler ein Vermögen gemacht haben.
Mathias Rusts Leben verläuft wie ein Drehbuch für einen Action-Film einer Gaunerkarriere. Mit 19 Jahren landet er illegal auf dem Roten Platz in Moskau – als „Friedenspilot“ will er ein Statement setzen, gegen den eisernen Vorhang. Nach 1 Jahr Haft wird er begnadigt und frei gelassen. Danach gleich eine Verurteilung zu 4 Jahren Haft wegen schwerer Körperverletzung – er konnte die Abweisung einer Krankenschwester nicht ertragen, stach sie mit einem Messer nieder.
Bis zum Millenium war es dann ruhig um den Mann mit scheinbar zwei Gesichtern. Erst 2001 wurde er wieder aktenkundig, diesmal wegen Diebstahl eines Kaschmir-Pullovers. Eine Geldstrafe ist diesmal aber genug der Buße.
Gangster-Biografien sind im Kino derzeit sehr angesagt – mit dem Zweiteiler „Staatsfeind Nr.1“ die Biografie von Jacques Mesrine oder John Dillinger in „Public Enemy“. Wer weiß vielleicht gibt es bald auch Anfragen für die Verfilmung von Mathias Rusts Leben – mediales Interesse besteht nach wie vor und so ist in der „Bild am Sonntag“ ein Interview mit ihm zu lesen gewesen.
Sehr interessant und aufschlussreich, denn nach vielen verpfuschten Jahren mit kriminellen Tendenzen will sich Rust nun als Berufsspieler ein Vermögen verdient haben. Ausgerechnet Poker soll es ihm angetan haben, und darin sei er sehr gut. Was für ein Klischee! Ein Kleinganove hat beim Pokern Erfolg.
Naja, wir wollen mal nicht mit Vorurteilen behaftet sein und uns das Interview mit ihm genauer durchlesen. Darin sagt er „Für meinen Lebensunterhalt muss ich nicht mehr arbeiten. Auf einer Jacht habe ich mal an nur fünf Abenden € 750.000,- gewonnen.“
Rust behauptet zwischen Deutschland und Estland zu pendeln und bei Poker viel Geld zu verdienen. Natürlich geht das, man kann beim Pokern viel Geld verdienen, doch glaubt man Rusts Aussagen ist das ein Zuckerschlecken. Mal gemütlich an den Tisch gesetzt, ein paar Runden gezockt und schon sind die Taschen voll. Nicht wirklich glaubwürdig…
Seine Abenteuer sollen zum 25. Jahrestag des Kreml-Flugs, am 28. Mai 2012, als Autobiografie erscheinen, ob er bis dahin immer noch großspurig als „Berufsspieler“ lebt bleibt abzuwarten. Mal sehen ob er auch bei Turnierveranstaltungen auftaucht, dort können dann auch wir ihn unter die Lupe nehmen und sehen ob sein Können erfunden oder wahr ist.
Naja, Dillinger und/oder Mesrine haben schon bissl mehr gewagt, als ne hilflose Krankenschwester abzustechen oder nen Pulli zu klauen....
Der Typ ist doch schlicht ein Versager, sein Leben am Arsch und nu versucht er, den coolen Poker-Gangsta zu mimen...lachhaft.
Und seine Autobiografie, mal abgesehen von der Landung auf dem roten Platz wär wohl jede Lebensstory vonnem 3.Klass Luden spannender wie die seinige...^^
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