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bwin auf „Shoppingtour“

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bwin orientiert sich vom Sportwetten-Anbieter immer mehr in Richtung Glücksspiel-Unternehmen. Vor allem der Bereich Online Poker, dürfte die Cashcow des Unternehmens sein. Die österreichische Wirtschaftszeitung „Wirtschaftsblatt“ schreibt in ihrer Freitag-Ausgabe, dass bwin sich auf „Shoppingtour“ in Europa befinde und sich so am Poker Markt stärker positionieren will.

Das Pokerspiel ist für bwin ein lukratives Geschäft, trotz Wirtschaftskrise möchte man diesen Sektor in Europa verstärkt positionieren.

Gegenüber der APA sagt bwin Vorstand Norbert Teufelberger: „Auch wir spüren die Krise.“ Die aktiven Kunden des Unternehmens sind von 1,06 auf 1,09 minimal zurückgegangen und auch die Erträge pro Kunde sind um 6% gesunken. Dennoch sollen die Brutto Erträge 2009 steigen. Die Erträge ergeben sich aus „Einsatz minus ausbezahltem Gewinn“ und lagen 2008 noch bei € 421 Millionen. 2009 wird trotz Wirtschaftsflaute mit mindestens € 430 Millionen bis € 450 Millionen gerechnet.

Grund genug auf „Shoppingtour“ zu gehen – laut Wirtschaftsblatt möchte man sich um eine Übernahme der World Poker Tour Enterprises bemühen. Die waren bereits mit Gamynia Ltd. in konkreten Verhandlungen und es könnte WPT Enterprises hohes Bußgeld blühen, sollte der Deal platzen und man mit bwin in Verhandlung treten. (Mehr dazu in unserem Artikel „Die Zukunft der WPT“). Offizielle will bwin noch nicht darüber sprechen. Bwin Unternehmenssprecher Kevin O’Neill meint: „Das ist noch nicht spruchreif“. Dennoch ist die Expansion von bwin kein Geheimnis mehr.

In Portugal versucht man sich zu positionieren und plädiert auf das Europarecht, obwohl nur „Santa Casa“ als monopolistischer Betrieb Anbieter-berechtigt sei. Das wäre eine wirtschaftliche Diskriminierung und nicht mit geltendem EU-Recht vereinbar. Eine Entscheidung soll diesbezüglich am 8. September fallen, meint das Wirtschaftsblatt.

Auch in Spanien setzt bwin rechtliche Schritte, schließlich wären spanische Glücksspielanbieter Steuer befreit – bwin solle aber zahlen. Dagegen will sich das Unternehmen wehren. In Frankreich hofft man auf die kommende Liberalisierung und in Italien ist das Unternehmen bereits erfolgreich positioniert.

Der Schwerpunkt vom Wettgeschäft dürfte sich in Richtung Poker verschieben – dort erwirtschaftet bwin satte Erträge. Von 2008 ist der Umsatzanteil von Poker von 21% auf 27% gestiegen, Tendenz steigend. Bwin entwickelt sich verstärkt zu einem der führenden Online Poker Unternehmen, zumindest stehen alle Zeichen in diese Richtung. Sollte die WPT wirklich von bwin übernommen werden, dann hätte man sich vor allem im amerikanischen Markt und Live-Poker Segment eingekauft, um die Marke „bwin“ im starken US-Markt bekannter zu machen.

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