
2012 kommt es in Österreich zur Neuausschreibung der staatlichen Glückspiel-Konzession – das „Monopol“ wird also neu vergeben. Der derzeitige Betreiber, die Casinos Austria, lässt sich schon jetzt einiges durch den Kopf gehen, damit sie als Bewerber in der näheren Auswahl mit-pitchen können.
Das wöchentliche Wirtschaftsmagazin „Format“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über ein internes Schreiben der Casinos Austria, in dem Ideen zur Untermauerung der Monopolstellung aufgezählt werden. Es sollten auf jeden Fall die Standorte optimiert werden, gegen Automatensalons und weitere Casinos möchte man sich verstärkt zur Wehr setzen – es wird von einem „Gebietsschutz“ gesprochen.
Gegenüber der APA sagt Martin Himmelbauer, dass diese angedachten Dinge in betreffendem Papier keine konkreten Umsetzungspläne darstellen. Aber man mache sich natürlich über die Zukunft Gedanken. Schließlich stünde das Unternehmen trotz Wirtschaftskrise nicht schlecht da. Und natürlich wäre es für den Standort Kärntnerstraße wenig dienlich, wenn ein Casino im Kursalon Hübner eröffnen würde. Dieser Standort wird schon seit längerem immer wieder in Pressemeldungen als „wackelig“ bezeichnet – ob und wo es ein neues Innenstadt-Casino geben soll, ist noch nicht bekannt.
Ob 2012 nur an einen oder mehrere Betreiber Lizenzen vergeben werden ist noch offen. Würde nicht nur ausschließlich die Casinos Austria AG den Zuschlag erhalten, sondern die Konzession aufgeteilt werden, dann wäre das ein herber Schlag für das Unternehmen. Schon jetzt ist die Konkurrenz im Bereich Poker durch private Anbieter stark.
Und doch haben sich die Casinos Austria, die lange den Anschluss im Bereich Poker nicht geschafft hatten, durch Turnier-Reihen wie der CAPT positionieren können und sich einen Status in der Poker-Szene geschaffen.
Bevor aber über konkrete Pläne nachgedacht werden kann, muss noch die österreichische Glücksspielnovelle abgewartet werden. Da soll es aber erst im Herbst eine parlamentarische Entscheidung geben. Und bevor die nicht gefallen ist, weiß in Österreich eigentlich niemand so recht, wie es rechtlich gesehen weiter geht. Ob Poker weiter in einer rechtlichen Grauzone bleibt, oder Österreich – aufgrund der Kritik durch die EU – sein Monopol überhaupt beibehält und nicht ein Lizenzierungsmodell nach italienischem Vorbild anstrebt.
ich hoffe mal das die oesterreicher ihr monopol beibehalten koennen.
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