
…den bestraft das Leben – so lautet ein Sprichwort, dass Patrik Antonius dieser Tage am eigenen Leib erfahren musste. Denn als sich der Poker-Star für Tag 1d des Main Events anmelden wollte, waren schon derart viele Teilnehmer registriert, dass er schlicht weg abgewiesen wurde. Und er war nicht der Einzige, so wird der diesjährige Main-Event der WSOP wohl mit einigen Poker Pros weniger auskommen müssen.
In den letzten Jahren haben sich mehr und mehr Teilnehmer/innen für den WSOP Main Event angemeldet – so viele, dass es die Kapazitäten der Veranstalter sprengen würde. Daher gibt es ein einfaches Prinzip: „Wer zuerst kommt, malt zuerst.“ Hunderte enttäuschte Pokerspieler/innen mussten wieder abziehen, sie hatten es nicht zur Teilnahme geschafft. Trotzdem mussten sich immer wieder die WSOP Veranstalter dem Vorwurf der Bevorzugung stellen. Denn es sollen nur „No-Names“ gewesen sein, die bis dato abgewiesen wurden. Poker Stars und Promis sollen ihre Plätze eingenommen haben.
Diese Vorwürfe dürften mit dem Main Event 2009 zerschlagen sein, denn diesmal blieben einige Poker Größen vor verschlossenen Türen: Patrik Antonius, T.J. Cloutier, Captain Tom und noch einige mehr. Jeffrey Pollack, Vizepräsident von Harrah’s Casino Marketing und Casino Verantwortlicher bei der WSOP drückt gegenüber der Presse sein Bedauern aus: „Es tut uns wirklich leid. Das letzte was wir wollen ist, dass wir Leute für den Main Event ablehnen müssen.“
Fakt war jedoch, dass am Tag 1d ein wahrer Besucheransturm war – mehr als 500 Pokerspieler/innen konnten nicht mehr teilnehmen. Insgesamt waren es an diesem Tag unglaubliche 2.809 Spieler/innen. Also ein Gesamtfeld von 6.494 Teilnehmer/innen, das sind 350 weniger als 2008.
Der Grund für die Zurückweisung der Spieler lag an dem unregelmäßigen Ansturm der jeweiligen Anmeldungen für die Tage 1a-1d. Und so waren auch Weltklassespieler wie Patrik Antonius unter den Pechvögeln. Pollack war mit der Zurückweisung nicht wirklich zufrieden, dennoch gab es keine Lösung, der Platz ist einfach beschränkt bzw. eigentlich schon überstrapaziert: „Wir haben uns eine Menge kreativer Lösungen durch den Kopf gehen lassen, aber es war nicht möglich etwas zu finden, was als gerechte Alternative hätte bezeichnet werden können. Es wären ein paar wenige gewesen, die dann doch hätten teilnehmen können. Aber von einer Bevorzugung wollen wir nichts wissen.“
Bei der WSOP ist die operative Betriebsfähigkeit des Rio All-Suite Hotels wirklich an seinen Grenzen – hier noch weitere Zugeständnisse zu machen, wäre sicherlich auf Kosten der Sicherheit. Aber ob das Antonius & Co trösten wird? Entschuldigung wird es vom Casino auf jeden Fall nicht geben, so Pollack: „Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass wir Leute zurückweisen mussten. Wir hatten schließlich 4 Start-Tage und die Anmeldungen waren seit März möglich.“
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