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US Justizministerium friert Konten von Pokeranbietern ein, $33 Millionen beschlagnahmt

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Es wird berichtet, daß das US-Justizministerium drei Bankkonten eingefroren hat, welche von Online Poker Room’s benutzt wurden, um Gelder von US-Spielern zu händeln. Die Poker Players Alliance hat bekannt gegeben, daß vermutlich 33 Millionen Dollar temporär beschlagnahmt wurden. Von der Beschlagnahmung sind vermutlich ca. 24.000 Spieleraccounts von Spielern bei folgenden Anbietern betroffen: Full Tilt, PokerStars, Cereus Network (UltimateBet / Absolute Poker).

Drei Banken waren von der Beschlagnahmung betroffen, welche vom United States District Court of Southern New York veranlasst wurde. Dieses US-Gericht war schon für mehrere Aktionen gegen Online Gambling verantwortlich, bei welchen das US-DoJ der Meinung war, diese Anbieter hätten gegen US-Gesetze verstoßen (von diesen Aktionen waren bisher jedoch keine reinen Anbieter von Online Poker betroffen). Das Gericht in New York war unter anderem in die aktuellen Rechtsstreits mit Neteller, Party Gaming und dessen Mitbegründer Anurag Dikshit mit eingebunden.

Das DoJ begründet die Beschlagnahmung auf Basis des 1961 Wire Act, wobei die Anbieter von reinem Online Poker (wozu auch die von der Beschlagnahmung betroffenen Online-Poker Rooms gehören), bisher davon ausgegangen waren, daß dieses Gesetz für Online Poker nicht anwendbar wäre. Diese Beschlagnahmung stellt somit die erste Maßnahme einer US-Behörde gegen Firmen dar, welche nur Online Poker anbieten, die bisherigen Maßnahmen richteten sich gegen Anbieter von Sportwetten und Online Casino Games. (Aufgrund der Rechtslage dürfen die von uns kontaktierten und von der Beschlagnahmung betroffenen Anbieter von Online Poker keine Stellungnahme zu dieser Beschlagnahmung abgeben).

Schecks von Ende Mai bis Anfang Juni, könnten von der Konteneinfrierung betroffen sein, obwohl die Beschlagnahmung sich wohl nicht auf alle Schecks dieses Zeitraums auswirken wird, da die Maßnahme an sich bereits als unrechtmäßig deklariert wurde. Mittlerweile wurden als Ersatz alternative Auszahlungsmethoden genutzt, um die Auszahlung an betroffene Spieler sicher zu stellen.

Die Poker Players Alliance hat direkt reagiert und in einem Statement offiziell gegen die Einfrierung der Konten protestiert. In dem Statement wurde unter anderem auf diverse rechtliche Grundlagen hingewiesen und bekannt gegeben, daß rechtliche Schritte gegen die Beschlagnahmung eingeleitet werden. Außerdem wies die PPA darauf hin, daß es zukünftig schön wäre, wenn die PPA bei allen Anhörungen zum Thema Poker beratend hinzugezogen werden würde. Ein Auszug aus dem PPA Statement:

“Die PPA ist enttäuscht darüber, daß nun gesetzliche Schritte gegen gesetzestreue Poker Spieler eingeleitet wurden. Die Banken mussten auf Anweisung des Gerichts in New York, einige Konten einfrieren, wobei durch die Beschlagnahmung einzelne Pokerspieler betroffen wurden und somit der Schaden den Individuen entstand und nicht den Betreibern der Online Pokerseiten. Die Pokerspieler waren jedoch weder an Glücksspielaktivitäten, geschweige denn an illegalen Glücksspielaktivitäten beteiligt. Das konfiszierte Geld sollte sofort durch das New Yorker Gericht wieder freigegeben werden, damit sicher gestellt wird, daß die Auszahlungen an die Spieler nicht weiterhin behindert werden. Außerdem wird die PPA rechtliche Schritte einleiten, damit PPA Mitglieder nicht durch die Benachteiligung geschädigt werden. Die PPA hat sich mit den betroffenen Pokerseiten in Verbindung gesetzt, welche zusagten, daß die Einzahlung und Auszahlungen der betroffenen Spieler bearbeitet werden und komplett abgewickelt werden”.

Weiterhin kann man folgendes im PPA Statement lesen:” Wir sind sehr besorgt, weil das New Yorker Gericht rechtliche Schritte gegen Pokerspieler eingeleitet hat, obwohl die rechtliche Lage eigentlich unklar ist und die Aussagen der verschiedenen Regierungsbehörden teilweise sehr widersprüchlich sind. Bis jetzt konnte keine staatliche Behörde oder Gericht einen Anbieter von Online Poker oder einen Online Poker Spieler finden, welcher gegen die Gesetze verstossen hat, auf welcher das Gericht in New York seine Beschlagnahmung begründet hat”.

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