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bet-at-home droht Klage in Deutschland

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Der Online Poker und Wettanbieter bet-at-home hat sich möglicherweise bald vor Gericht zu verantworten. Denn das Unternehmen hätte gegen das Glücksspiel Werbeverbot in Deutschland verstoßen, weil es der neue Titelsponsor der Tennis German Open in Hamburg ist.

Erst Mitte Juni wurde die Zusammenarbeit beschlossen. bet-at-home wird offizieller Titelsponsor der Tennis German Open Hamburg. Somit wurde das ATP Turnier nun zu „bet-at-home.com Open“. Der Vertrag wurde auf zwei Jahre mit der Hamburger „Sports & Entertainment GmbH“ abgeschlossen. Ex-Tennis Star und Turnierdirektor Michael Stich hoffte noch auf eine langjährige Partnerschaft, weil das börsennotierte Unternehmen das traditionsreiche Turnier am Hamburger Rothenbaum sichern würde. Schließlich wäre dieses Turnier weltweit eines der 20 größten ATP Turniere.

Doch bet-at-home verfügt über eine Glücksspiellizenz aus Malta und Kahnawake – Grund genug für Rechtsanwalt Tobias Spahn mit Klage zu drohen. Er vertritt die konzessionierten Casinos von Deutschland und sieht in dieser Namensgebung einen Verstoß gegen das Glücksspiel Werbeverbot von ausländischen Unternehmen.

Prompt wurde die „Hamburger Sports & Entertainment GmbH“ abgemahnt medienträchtige Auftritte des Turnierdirektors Michael Stich und bet-at-home Sprechers Claus Retschitzegger zu unterlassen – man würde das Logo des in Deutschland nicht konzessionierten Unternehmens sehen. Und auch die Namensgebung wäre nicht legal. Natürlich ist es für bet-at-home nicht möglich eine Konzession in Deutschland zu erwerben, es gilt das Glücksspiel Monopol. Daher das Fazit: Verstoß gegen §284 Abs.4 des Strafgesetzbuches.

„Hamburger Sports & Entertainment GmbH“ Geschäftsführer Detlef Hammer will vor den Medien derzeit keine Stellung nehmen. Schon seit ein paar Jahren ist bet-at-home Premium Sponsor des ATP Turniers in Stuttgart. Aber anscheinend zu wenig präsent um auf Widerstand seitens der konzessionierten Spielbanken zu treffen. Mit Hamburg als weiteren Sponsor-Partner dürfte das aber zu viel sein.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch andere Unternehmen ihre Logos wieder abziehen mussten – bwin musste seinen Schriftzug von T-Shirts der Spieler von Werder Bremen wieder entfernen.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) meinte Spahn: „Noch ist kein Antrag auf Einstweilige Verfügung gestellt worden“. Das könnte sich aber bald ändern, wenn bet-at-home nicht einlenkt. Die Entscheidung des Hamburger Senats steht laut dpa noch aus.

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