
Constant Rijkenberg war bei der EPT in San Remo ein strahlender Sieger. Bis dahin war er ein No-Name unter den Pokerspielern, nicht einmal online hatte er sich etabliert gehabt. Und doch war er der Gewinner und konnte einen Scheck über € 1,5 Millionen Euro Preisgeld entgegennehmen. Glaubt man aktuellen Gerüchten, so sollen die aber schon vor seinem Sieg an Gläubiger gebunden gewesen sein, denn die hätten ihm die Teilnahme finanziert und würden nun ihre prozentuelle Beteiligung einfordern.
Schon Anfang April könnte ein TV-Auftritt in der niederländischen News-Show „De wereld draait door“ als böses Omen dienen, für das, was Constant Rijkenberg jetzt medial erwarten könnte. Damals hatte ihn einer der Jakhalzen (zu deutsch „Schakale“) besucht – das sind Reporter, die „Promis“ direkt besuchen und mit ihnen so mancherlei Unsinn anstellen. Einer dieser Jakhalzen hatte Constant Rijkenberg besucht und ihm € 1000,- anvertraut. Die sollte der San Remo Gewinner beim Pokerspiel vermehren. Der Gang ins Casino stellte sich aber als eine Pleite heraus, schnell war das Geld verloren… war es Zufall, Schicksal oder ein Vorzeichen?
Bei der EPT waren alteingesessene Poker Profis über das Spiel des Niederländers empört – er würde wie ein Maniac spielen und sei ein „Lucky Winner“ gewesen. Dieser Sieg wäre mit mehr Glück als Verstand gelungen.
Bis dato hätten solcherlei Ansagen Constant Rijkenberg kalt lassen können, schließlich gehören ihm mehr als €1,5 Millionen Preisgeld. Doch spanische, deutsche und niederländische Medien berichten nun, dass dieses Geld bereits vergeben sei. Rijkenberg hätte das gewusst und trotzdem weiter gespielt. Zuerst war von einem 50%igen Anteil die Rede, nun wird schon über 100% gemunkelt. Wie soll das gehen?
Der Holländer hätte angeblich Anteile an seinem Gewinn verkauft und zwar mehr als er überhaupt gewinnen hätte können. Prozentuell gesehen würde der Verlust steigen, je höher das Preisgeld ausfiele. D.h. der Sieg wäre in diesem Fall die denkbar schlechteste Kombination, weil jeder Anteil über den 100% seiner Siegerprämie teures Geld wäre. Bis zu 160% sollen es sein, die Rijkenberg als Anteile verkauft hätte. Das wären nochmal € 900.000,- die der EPT Sieger zu seinem Preisgeld nachzahlen müsste.
Bis dato hüllt sich Constant Rijkenberg in Schweigen, doch die Pressemeldungen in ganz Europa mehren sich…schreibt hier jeder von jedem ab oder was ist wahr an der Geschichte?
Am 5. April stand auf der Seite der „Dutchnews.nl“, dass EPT Monte Carlo Gewinner Pieter de Korver sich von Rijkenberg Geld geliehen hätte um am Turnier teilzunehmen – 2,5% wäre sein Anteil. Nicht nur Rijkenberg hätte Korvers Teilnahme gesponsert, sondern weitere Freunde und Poker-Spieler. Insgesamt wären es € 900.000,- die Korver von seinen € 2,3 Millionen wieder abgeben müsse. Praktisch müsse Rijkenberg aber kein Geld an Pieter de Korver retournieren, denn dieser hatte sich schon vorher, in San Remo, mit 5% bei Rijkenberg eingekauft. Somit würde Rijkenberg immer noch mit 2,5% bei Korver in der Kreide stehen. Ist das die Taktik des Gewinners von San Remo? Sich mit Prozenteinkauf re-finanzieren, um dann doch bare oder mit Gewinn aus zu steigen? PokerNews wird die Medienberichte der nächsten Tage im Auge behalten und über Neuigkeiten in dieser Causa berichten.
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