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Minnesota blockt 200 Online Poker Seiten

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Online Glücksspiel

Minnesota hat 11 nationalen Telefon- und Internetprovidern mitgeteilt, dass sie Online Glücksspiel Seiten zu blocken haben. Dabei handelt es sich um mehr als 200 Internet Domains. Die Abteilung für öffentliche Sicherheit, Alkohol und Glücksspiel Angelegenheiten (AGED) will damit das Online Glücksspiel- und Pokerverbot untermauern.

Die Tendenz in den USA war in den letzten Wochen eher Pro-Online Poker bzw. Glücksspiel. Einige Gerichtsurteile schienen hoffen zu lassen, der der leidige UIGEA bald Geschichte sein würde. Doch diese Hoffnung dürfte sich mit dem harten Vorgehen Minnesotas zerschlagen. Denn wieder will ein Staat Internet Domains blockieren. Nicht so krass wie in Kentucky – denn hier wurden 141 Domains gleich vom Bundesstaat annektiert, aber der Zugriff soll gesperrt und unerlaubtes einloggen nachverfolgt werden.

Im Interview mit Poker News Daily sagt AGED Direktor John Willems, dass sich Online Pokerspieler/innen vorsehen sollten. Neben dem technischen Feature des Site-Blockens, werden alle illegalen Zugriffe gesichert. Für User heißt das, dass ihre Daten von den Behörden einsehbar gemacht werden. Das würde laut Willems das User-Konto des/der Betreffenden gefährden, denn bei einer Zurückverfolgung drohen nicht nur dem Anbieter und dem Provider hohe Geldstrafen, sondern auch der User wird geblockt – kann nicht mehr auf seinen Account zugreifen. Alle auszahlbaren Gewinne wären verloren.

Möglich macht das ein Gesetzes-Statut von 1961 – die Anerkennung, dass der Bundesstaat die Kontrolle von illegalem Glücksspiel selbst übernimmt und bestimmt.

Matt Werden ist Repräsentant der „Poker Players Alliance“ in Minnesota. Die NGO hat es sich zum Ziel gemacht über die politische Ebene Senatoren davon zu überzeugen, dass der UIGEA in seiner bisherigen Form untragbar und nicht zweckdienlich ist. Mehr als 1 Million Mitglieder verzeichnet die PPA bis dato – Tendenz steigend. Werden glaubt nicht daran, dass Minnesota tatsächlich solche radikalen Schritte durchsetzt. Er denkt vielmehr an einen Bluff, ein „Kettenrasseln“. Zu viele US-Amerikaner würden trotzdem weiter online Pokern, zu viele um jeden strafrechtlich zu verfolgen.

In einer Presseausendung spricht Werden sogar von diktatorischen Methoden, die mit China vergleichbar wären. Als Mitglied und Repräsentant der PPA sieht er es als Aufgabe, die Rechte aller Online Poker Spieler zu schützen und zu verteidigen. Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen…

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