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Barney Frank nimmt neuen Anlauf

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Barney Frank ist demokratischer Vorsitzende des Finanzmarkt-Ausschusses im US-Repräsentantenhaus und - er ist gegen den UIGEA. Eine Einstellung, die ihm nicht sehr viele Freunde und Befürworter einbringt. Zumindest hat er in der Poker Players Alliance eine starke Gemeinschaft hinter sich, die im politischen Geschehen ziemlich aktiv ist. Jetzt hat Frank einen neuen Gesetzesentwurf eingebracht…

Schon einmal hat Frank ein Gesetz entworfen, dass die Undurchführbarkeit des UIGEA deutlich machen sollte und lizensierte Online Poker Unternehmen aus dem Verbot ausnehmen sollte. Das im Jahr 2006 erlassene Online Glücksspiel Verbot wurde während der Bush Legislaturperiode eingeführt und hätte laut Frank die Handelsbeziehung zwischen den USA und Europa empfindlich gestört. Trotzdem, Franks Vorschlag wurde abgelehnt…

Das heißt aber nicht, dass sich der demokratische Abgeordnete abwimmeln lässt. Das aktuelle Vorgehen der Behörden in Minnesota ist für ihn Anlass genug, einen neuen Anlauf zu wagen. Der Bundesstaat hat 11 Internetprovider aufgefordert über 200 Online Poker Seiten zu blockieren.

Dieses Vorgehen sorgt aber nicht nur bei Barney Frank auf Bundesebene für Gegenwehr, sondern auch auf nationaler Ebene. Der Abgeordnete Pat Garofalo findet solche Methoden lachhaft und sagt in einem Interview: „Die Abteilung für öffentliche Sicherheit hätte Besseres zu tun, als irgendwelchen College Studenten nach zu jagen, die in ihrer Freizeit ein paar Stunden Online Poker spielen. Eine Seite zu blocken ist keine angemessene Methode um Gesetze durch zu setzen.“

Garofalo selbst sei kein Befürworter von Online Glücksspiel, dennoch würde ein Blockieren keine Lösung sein und unterstützt somit Franks neuen Gesetzesentwurf. Schließlich würde eine Liberalisierung des Online Poker Markts auch dem Staat eine Menge Geld bringen. Geld, das in den USA derzeit dringend gebraucht wird, um das Budgetloch zu stopfen.

Zu allem Überfluss ist jetzt auch noch die Blacklist der zu blockierenden Seiten aufgetaucht. Dort finden sich Namen wie FullTilt Poker, Bodog, Everest Poker, Mansion Poker, Titan Poker oder Poker Room. Das ist überraschend, denn z.B. Everest Poker akzeptiert keine User aus den USA und PokerRoom hat erst kürzlich seinen Service eingestellt…ein nachdenkliches Kratzen am Kopf wäre hier jetzt wohl angebracht…

Ginge es nach Barney Frank, dann sollten alle lizensierten, seriösen Online Poker Anbieter ihren Service legal anbieten können. Somit wäre eine Spielerkontrolle möglich, damit auch ein Spielerschutz und die Staatskasse hätte auch noch was davon. Derzeit würden den USA mit illegalem Glücksspiel mehrere Milliarden durch die Lappen gehen. Und letztendlich geht es bei Entscheidungen diese Art oft weniger um menschliche, denn um wirtschaftliche Attribute.

Ein Vorteil für Frank, denn sollte sein Entwurf angenommen werden, würde dieser schon ab Dezember in Kraft treten.

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