Erst im November hat das „Concord Card Casino" (CCC) eine weitere „Zweigstelle" im niederösterreichischen St. Pölten eröffnet. Jetzt will man sich im westlichsten Bundesland – Vorarlberg – besser positionieren. Das „CCC" in Dornbirn soll geschlossen werden, dafür soll es in Bregenz eine Neueröffnung mit Hotelanschluss geben. Noch bevor alle Behördenwege erledigt sind, stößt dieses Projekt jedoch schon auf Kritik. Das CCC gilt als das erste private Card-Casino Österreichs und wurde 1993 in Wien/Simmering eröffnet. Inhaber und Gründer Peter Zanoni hat sich in den folgenden 16 Jahren ein kleines Casino Imperium aufgebaut. Neun weitere „CCC"-Locations haben seither eröffnet, über ganz Österreich verteilt: Wien Auhof, Linz, Graz, Salzburg, Innsbruck, St. Pölten, Feldbach, Leoben und Dornbirn.
Letzteres Casino soll aber laut ORF-Berichten und der Tageszeitung „Der Standard" geschlossen werden. Denn man will in die Landeshauptstadt Bregenz übersiedeln. Dort hat sich mit der Pachtmöglichkeit des „Ballhauses" und dem dazugehörigen „Hotel am Turm" eine lukrativere Standortmöglichkeit aufgetan.
Doch Peter Zanonis Vorhaben stößt auf Widerstand. Die Casinos Austria fürchten in Bregenz um ihren Platzhirsch Status und drohen mit rechtlichen Schritten. Das Monopol würde (wieder einmal) mit dem Betrieb eines privaten Poker-Casinos verletzt werden – auch nichts Neues…und bis dato rechtlich umstritten. Peter Zanoni hat seit 1993 alle juristischen Angriffe auf seinen „Spielbetrieb für Kartenspiele ohne Bankhalter" abgewehrt oder gewonnen.
Auch in der Politik rührt sich Unmut – Vizebürgermeister Gernot Kirmayer fürchtet um den guten Ruf seiner Stadt und der Geschäftsführer der Wirtschaftsgemeinschaft, Eric Thiel, findet, dass ein Casino im Großraum Bregenz mehr als genug sei.
Möglicher Grund für die allseitige Kritik könnte Ex-Landespolizeikommandant Roland Horngacher sein. Seit seiner Entlassung aus dem Staatsdienst arbeitet er für das CCC als Rechtsberater. Aufgrund seiner Vergangenheit und „Verbandelungen" während seiner Amtszeit, eilt ihm ein zweifelhafter Ruf voraus. Immerhin wurde der Ex-Polizist verurteilt. Ist das der wahre Grund für die Ablehnung aus Bregenz, schadet Horngacher dem CCC?
Sowohl Zanoni, als auch Horngacher geben sich aber im Gespräch mit „Der Standard" gelassen, denn es würde sich um eine juristische Hetzjagd handeln, ohne rechtliche Grundlage. Man müsse also wenig befürchten.
Außerdem soll der Pachtvertrag bereits ausgehandelt sein, denn im April soll eröffnet werden. Der Location-Besitzer Anton Fink und das CCC hätten sich schon geeinigt und dann gibt es neben dem Casino auch gleich ein Hotel, in dem die Gäste übernachten können.
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