Nachdem im Rahmen der Sendung "60 Minutes" und in zwei Artikeln in der Washington Post über den Online Poker Betrug bei Absolute Poker und Ultimate Bet berichtet wurde, haben sowohl die Kahnawake Gaming Commission (KGC), als auch die Poker Players Alliance (PPA) nun ein Statement zu den Berichterstattungen abgegeben.
Das Statement der KGC bezieht sich hauptsächlich auf die dreizehnminütige Berichterstattung am Sonntagabend im Rahmen der Sendung "60 Minutes". Die KGC weist darauf hin, daß einige der Fakten der Berichterstattung inkorrekt wären und daß wichtige Fakten weggelassen wurden, wodurch bei den Zuschauern ein völlig falsches Bild der Situation entstanden wäre. Das KGC Statement finden Sie nachfolgend.
Die KGC und die Vertreter der KGC haben den CBS News Beitrag mit dem Titel"The Cheaters/die Betrüger" gesehen und möchten folgendes klarstellen und folgende fehlende Informationen ergänzend hinzufügen. Diese Informationen waren den Produzenten der Show bereits mitgeteilt worden, wurden aber bei der Berichterstattung nicht berücksichtigt.
1. Der Betrug bei Ultimate Bet ("UB") passierte zu der Zeit, als UB Eigentum der Fa. Excapsa (eine börsennotierte Firma, in deren Vorstand einige bekannte kanadische Persönlichkeiten saßen) war und auch von dieser Firma betrieben wurde. Der Verkauf an Tokwiro Energ wurde im November durch die Zahlung von 15.000.000 $ abgeschlossen.
2. Alle Spieler welche durch die Betrugsfälle (sowohl bei AP, als auch bei UB) betroffen waren, wurden voll entschädigt. Im Fall von UB wurden Entschädigungen in Höhe von über 20.000.000$ gezahlt. Die Rückerstattungen für UB Spieler wurde kurz nach Abschluß der Excapsa Liquidation abgeschlossen. Die KGC hatte bei der Zahlung der Entschädigungen eine Schlüsselfunktion inne und hat den kompletten Prozess überwacht.
3. Die KGC und ihre Vertreter haben die AP/UB Geschäftsprozesse und Systeme überprüft und können bestätigen, daß alle notwendigen Schritte unternommen wurden, um zukünftig sicher zu stellen, daß kein Betrug mehr möglich ist. Die Migration auf die CEREUS Software Plattform wurde ebenfalls durch die KGC geprüft und überwacht.
4. Entgegen von Behauptungen in der "60 Minutes" Berichterstattung, wurden zusätzlich zu den verhängten Strafen (insgesamt über 2.000.000$) in Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden Strafverfahren gegen mindestens einen der Betrüger eingeleitet (Russ Hamilton). Weitere Klagen sind in Vorbereitung.
Im Gegensatz dazu nutzt das Statement der PPA den Bericht in "60 Minutes" um erneut zu einer Regulierung des Online Pokers in den USA durch die entsprechenden staatlichen Behörden, aufzurufen. In der Stellungnahme des PPA Vorsitzenden Alfonse D'Amato bezieht er sich auf drei unterschiedliche Gesetzentwürfe (die Entwürfe von Barney Frank, Robert Wexler und Senator Robert Menendez) welche von der PPA unterstützt werden. Es wird davon ausgegangen, daß diese Gesetzentwürfe bei der nächsten Kongress-Sitzung debattiert werden. Die Stellungnahme von D'Amato finden Sie nachfolgend:
Die aktuellen Betrugsskandale unterstreichen die Notwendigkeit einer Lizenzierung und Regulierung des Online Pokers in den USA um die Spieler vor solchen Machenschaften zu schützen. Obwohl auch eine staatliche Regulierung nicht zu 100% sicherstellen kann, daß es nicht zu Betrug und Missbrauch kommen kann, wird doch dadurch sichergestellt, daß die Kunden im Falle eines Betrugs entsprechend entschädigt werden und die Täter bestraft werden. Das anhaltende Verbot von Online Poker führt nur dazu, daß diese Industrie immer mehr in den Untergrund gedrängt wird. Die Washington Post wies bereits auf die Tatsache hin, daß dies Verbot ein klares Zeichen für die Kluft zwischen den Technologien des 21.Jahrhunderts und den Gesetzen des 20.Jahrhunderts darstellt.
Die Regulierung des Online Pokers wird nicht dazu führen, daß in den USA das Glücksspiel weiter wachsen wird. Ob man es mag oder nicht, die Sache mit dem Internet Poker, kann nicht einfach so vom Tisch gewischt werden. Der amerikanische Markt bestimmt hier das Angebot. Es besteht eine sehr hohe Nachfrage nach Internetpoker und die zuständigen Regierungsbehörden können bzw. sollten nicht weiterhin darauf bestehen, erwachsenen Menschen zu verbieten im Internet ein "Game of Skill" zu spielen. Ganz im Gegenteil, die Regierung sollte einen Schritt nach vorne machen, diesen Multi-Milliarden Dollar Geschäftsbereich regulieren und die Einnahmen der Regulierung der Staatskasse zukommen lassen – insbesondere weil sich unser Land momentan in eine wirtschaftlichen Krise befindet.
Die Regierung kann nicht einfach weiterhin die Wünsche von Millionen Bürgern ignorieren, welche sich entschlossen haben im Internet Poker zu spielen. Der Versuch ein Verbot des Online Pokers durchzusetzen, war fehlerhaft und undurchführbar. Dieser Versuch war ein direkter Eingriff in die persönlichen Freiheiten von gesetzestreuen Erwachsenen, welche gerne ein Spiel spielen möchten, bei welchem die persönlichen Fähigkeiten über den Sieg entscheiden. Wie in der Washington Post bzw. bei "60 Minutes" berichtet, führt diese Vorgehensweise dazu, daß die amerikanischen Bürger sich mit betrügerischen Anbietern abgeben müssen, welche das fehlen einer Regulierung zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen.
Mehr als jemals zuvor sollte der US-Kongress einen Schritt nach vorne machen und ein Gesetz erlassen, welches dem Internet Gaming gerecht wird. Wir freuen uns schon sehr darauf mit der neuen Regierung und dem neuen Kongress zusammen zu arbeiten, um eine auf Regulierung basierende Lösung zu erarbeiten, daß dies möglich ist, haben uns die Gesetzvorlagen welche im 110. Kongress durch die Abgeordneten Barney Frank (H.R. 2046), Robert Wexler (H.R. 2610) und den Senator Menendez (S. 3616) vorgestellt wurden, bereits bewiesen.
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