Tag 1B, alles schaut gespannt auf die Starterliste. Wird die magische Grenze von 100 Teilnehmern durchbrochen? Wird die Preisgeld-Rekordmarke vom Jack Pot Finale im November durchbrochen? Mindestens 38 Spieleranmeldungen sind dazu notwendig. Für Tag 1B haben 31 ihr Kommen fest zugesagt. Mit dabei auch der Pokermanager aus Bregenz, Joe Fuchshofer. 30 Minuten vor Turnierbeginn, das Schweizer Uhrwerk läuft besonders genau, haben sich die ersten Gäste eingefunden: Iris Backenstoß, Udo Kalweit, Ivan Mihajlovioc, Rino Mathis oder auch das Schweizer Urgestein Antimo Cammuso.
Pünktlich starten 41 Spieler, mit den erwarteten drei Nachzüglern ist die Zahl bis zu Beginn des zweiten Levels auf 44 gestiegen. Physisch mit dabei die ersten 15 Spieler des Everest Jack Pot Finales im November – gedanklich, als Shareholder, die Plätze 16 bis 45. Im November, wir erinnern uns kurz, wurden bei dem größten Schweizer Live-Freeroll-Turnier 20-prozentige vertraglich festgehalten. Jeder Spieler, der sich über ein Ticket für die Everest Poker Open freute, hat je zweimal 20 Prozent seines möglichen Gewinnes vertraglich versprochen: Asghar Naghizadeh etwa an (1) Viktor Lyuzkanov
und (2) Petrolito Angelo; Hans Pfister an (1) Jan Widmer und (2) Todorovic oder Besim Hot an (1) Dogan Güngör und (2) Sven Stoxxreiter. Es ist logisch, dass der Eine oder Andere der 30 Shareholder sein Glück auch selbst versucht …
Außerdem mit dabei Frank Stumpf, der deutsche Everest Poker Onlinequalifikant und Sieger der Everest Avalanche 2008. Anders als gestern, geht es von Anbeginn gleich zur Sache. Besim Hot callt in den ersten fünf Minuten von Level 1 mit Top Pair ein All-in und flopt die Straight. Lang erwartet, steht jetzt der Preispool fest: die Spielerinnen und Spieler von Tag 1A und Tag 1B haben insgesamt 633.600 SFr. eingezahlt – 633.600 SFr., die zu hundert Prozent an die Plätze eins bis zehn ausbezahlt werden:
(1.) Platz 171.072 CHF,
(2.) Platz 126.720 CHF,
(3.) Platz 95.040 CHF,
(4.) Platz 69.696 CHF,
(5.) Platz 57.024 CHF,
(6.) Platz 38.016 CHF,
(7.) Platz 31.680 CHF,
(8.) Platz 19.008 CHF,
(9.) Platz 12.672 CHF,
(10.) Platz 12.672 CHF
Im Vergleich zu Tag 1A fällt die aggressive Spielweise auf. Noch vor Ende der Schonfrist (in der Double Chance Phase) ist das erste Opfer gefunden: der Dortmunder Dede. Dede verabschiedet sich mit J-2s. Wir fragen uns, warum er bei dem Rainbow Flop K-7-Q und dem zweiten König auf dem Turn All-in geht. Wie viele Odds hat er gezählt? Für Mathias Kürschner der mit K-T Top Pair flopt und auf dem Turn zum Drilling ausbaut ist der Call Pflicht. Dede überlässt Kürschner gewillt seine Chips. Von 44 gestarteten verbleiben 43 Spieler im Turnier. 43 Spieler, die zum Ende von Level 4 zum Dinner Break entschwinden. Chipleader zum Dinner Break ist Stefan Rotach mit 26 K. Damit liegt er deutlich vor dem Zweitplatzierten Toni Vadjarvand, 19 K und Rino Mathis 16 K.
Mit Blinds 100/200 und Ante 20 geht es nach dem Dinner Break weiter und es geht fürs erste einmal Schlag auf Schlag. Mitte des fünften Levels scheidet etwa Cong Nhut „The Gentleman" auf Rang 40 aus. Mit seinem Top-Pair Kings scheitert er an Poker 2. Spielablauf: Le raist pre-flop auf 500 und wird sofort von Bulent gecallt. Der Flop bringt 5-2-6. Bulent trifft sein Set. Le spielt mit K-K erneut 1.100 an, Bulent raist auf 3.000 und Le geht All-in. Im Pot befinden sich etwa 20 K. Der Turn bringt die erneut eine 2 und für Bulent den Poker.
Am Ende von Level sechs erwischt es Joe Fuchshofer. Nach dem Flop von 3-4-7 pusht er ein All-in. Besnic Lalinovci callt mit 9-9. Sieht sich Fuchshofer (5-) mit einem Paar 7er vor dem Turn noch vorne, liegt er nach dem Laydown hinter dem Set 9er von Lalinovci. Der Turn öffnet Fuchshofer noch eine kleine Chance zur Straight. Ein J auf dem River verhindert dies. Kurz danach eliminiert Markus Benz Burak Kara. Benz pusht pre-flop mit J-Qs All-in. Kara callt mit A-7. A high gewinnt die Hand. Zu Beginn von Level 7 verbleiben 35 Spieler im Turnier. Die Blinds liegen bei 200/400, die Ante bei 20 und der Average bei 12.241.
Level 8, Blinds 300/600 Ante 40, noch 30 Spieler im Turnier.
Chipleader ist jetzt Christian de Donno mit etwa 34 K, vor Stefan Rotach mit 27 K und Udo Kalweit mit 25 K.. Bliebe das Ranking bis zum Ende so, wären nicht nur drei Spieler im Geld, sondern sieben (plus vier Shareholder). Kurz vor Ende des letzten Levels hat sich auch Horst Rammé verabschiedet. In der entscheidenden Hand raist Rino mit K-T auf 1.200. Horst Rammé hält ein Set Damen und reraist 2.500 - All-in. Mihajlovioc callt mit K-J. Der Flop A-A-2, noch ist Rammé vorne, auf dem Turn folgt eine 5 und auf dem River ein K für Mathis und Mihajlovioc. Mathis hat ein Kickerproblem. Der Pot geht an Mihajlovioc.
Keine zwanzig Minuten später geht Besim Hot mit A-T All-in (was blieb ihn anderes übrig mit seinem verbleibenden Stack von etwa 1.000). Lorenz Roder callt, zeigt J-J im Laydown. Am Flop folgt: K-A-9. Hot trifft sein Set und liegt vorne. Turn und River zeigen keine Veränderung (K-5). Niemand ahnte, dass Verdopplungszeit angebrochen ist. In den drei nachfolgenden Partien doppelt Hot erneut zweimal auf. Vor einmal 30 Minuten noch tot geglaubt, räumt er seinen Tisch von hinten auf.
Besims Tisch entwickelt sich zur Achterbahn. Lorenz Roder geht mit einem Set 5er All-in und wird von Walter Jegi mit J-J gecallt. Der Flop bringt Jegi mit J-9-9 ein Full House, der River beschert Roder noch einen Flush. Full House bleibt vorne.
Es ist inzwischen weit nach Mitternacht und Pokermanager Klaus Köhler erinnert in regelmäßigen Abständen immer wieder daran, dass der Finaltag bereits um 16 Uhr beginne. Die Blinds haben 400/800 erreicht, die Ante liegt bei 60, da erwischt es Markus Vögele. Vom Button her pusht Vögele mit A-8 All-in. Achim Reiss im Small Blind sitzend callt mit Q-T. Das Board bringt T-6-K-9-J und damit für Reiss die Straight zum Sieg. „Das ist Poker", kommentiert Vögle etwas enttäuscht. Kurz darauf erwischt es dann auch Walter Jegi. Mit Q-Q bleibt ihm nur das Nachsehen gegen das Set 8er von Christian de Donno – der auf dem Flop sein Drilling trifft. Die All-ins überschlagen sich inzwischen. An den letzten beiden Tischen scheiden fast gleichzeitig Rino Mathis, Hans Pfister und Kurt Ehrmann aus: Rino hat mit A-4s das Nachsehen gegen Q-Q von Matthias Kürschner, Hans Pfister mit J-Ts das Nachsehen gegen A-A von Besnic und Kurt Ehrmann mit Q-Js gegen A-Q von Armin Stocker.
Level 10, das letzte Level von Tag 1B, läuft. Bei Blinds von 500/1000 und der Ante von 80 hat das Feld eine überschaubare Größe erreicht, 20 Spieler an zwei Tischen. Der Average liegt bei 22000 und es erwischt noch einmal sechs Spieler: unter anderem Antimo Cammusoi Walter Blätter und Stefan Rotach.
Es ist 4 Uhr. „Auf der Reeperbahn …" von Hans Alberts kündigt das letzte Spiel und das Ende von Tag zwei der ersten Everest Poker Open an. Von 41 gestarteten Spielerinnen und Spieler sind noch 14 im Turnier, davon 3 Shareholder. Mit den 18 Spielern vom Vortag treten um 16.30 Uhr 32 von 99 gestarteten Spieler zum Finale der Everest Poker Open an um dann im Grand Casino Baden, um den höchsten je in der Schweiz ausgespielten Preispool zu spielen. Wir bleiben für Sie an den Karten.
Ed note: Melden Sie sich bei Everest Poker über PokerNews an, machen Sie eine Einzahlung und erhalten Sie einen $200 Ersteinzahlungs Bonus!

















Keine Kommentare
Ihr Kommentar hinzufügen