DoggyP75 kassierte am 29. November den Preisscheck für den Erstplatzierten der Poker Race Trophy 2008. Qualifiziert durch ein Freeroll auf fun.PokerRoom, über das Live-Semifinale an der WTCC Rennstrecke in Valencia, hatte er es bis ins Finale nach Wien geschafft. Dort sicherte er sich als Gewinner seine $285.000 aus dem $500k Preispool. Wie man sich als frischgebackener Star am Pokerhimmel fühlt und wie man $285k ausgibt, darüber spricht DoggyP75 im Interview.
Woher kommen Sie? In welcher Stadt leben Sie?
Ich komme aus Helsinki, Finnland.
Wie alt sind Sie?
33.
Was ist Ihr derzeitiger Beruf?
Berater in einem forstwirtschaftlichen Consulting Unternehmen.
Haben Sie damals daran gedacht, dass Sie es bis ins Finale schaffen würden?
Auf gar keinen Fall. Von Beginn an versuchte ich mir vor Augen zu halten, dass wir insgesamt 8 Spieler waren und es nur der Erstplatzierte ins Finale schaffen würde. Also entschloss ich mich, das traumhafte Wochenende zu genießen und mein Bestes im Semifinale zu geben.
Wie war das Wochenende in Valencia, bei dem Sie sich qualifizieren konnten?
Es war unglaublich, vor allem in den Genuss eines solchen VIP Pakets zu kommen. Ich war in der Vergangenheit bereits bei diversen Touring Car Meisterschaften, doch diesmal konnte ich einen Blick hinter die Kulissen eines solchen Events werfen. Ich war in der Boxengasse, den Werksgaragen, in der VIP Lounge und mitten im Trubel der Startaufstellung. Auch die Sightseeing Touren sowie die Restaurants und Klubs die wir besuchten, waren beeindruckende Erlebnisse.
Was war Ihre Poker-Strategie in Valencia?
„The Winner takes it all" – das bringt es eigentlich auf den Punkt. Es gab nur ein Ziel, nämlich der erste Platz. Also entschied ich mich, nicht vor Coinflips zurückzuschrecken. Ich spielte tight und doch aggressiv. Es ist immer wichtig, den Tisch zu fühlen und sich darauf zu stützen, was man in seinen Gegnern liest. Man muss immer darauf achten, welches Image man sich aufgebaut hat.
…Das Poker Race Trophy Finale in Wien…
Sie wirkten auch im Finale cool und entspannt, genau wie in Valencia – wie schaffen Sie so ruhig zu bleiben, angesichts der zahlreichen Kameras?
Sobald die Karten zu fliegen beginnen bemerkt man die Kameras nicht mehr. Schwieriger war es da schon bei den Interviews, doch auch daran gewöhnt man sich schnell.
Sie waren am Six-Handed Final Table an fast jedem Knock-out beteiligt. Wie haben Sie das geschafft?
Sobald ich fühle, dass mein Blatt stark genug ist und ich vielleicht sogar im Vorteil bin, habe ich keine Hemmungen hoch zu raisen oder einen hohen Raise zu callen. Wenn man dann sogar Chipleader ist, wird das Spiel noch einfacher, denn man kann die anderen Spieler herausfordern. Die Gegner sind es dann, die wichtige Entscheidungen treffen und den Tisch verlassen müssen, wenn sie verlieren.
Das ist nun eine schwer zu beantwortende Frage – Was fühlten Sie als die letzte, entscheidende Karte am Board im Heads-up aufgedeckt wurde und Sie erkannten, dass Sie gewonnen hatten? Versuchen Sie einfach dieses Gefühl in Worte zu fassen.
Ich kann mich nicht mehr genau an diesen Moment erinnern. Es benötigt Zeit bis ich verstehen werde, was damals passiert ist. Doch die letzten Tage verbrachte ich mit einem Lächeln im Gesicht, und zwar den ganzen Tag…
…die $285.000…
Sie haben in früheren Interviews erwähnt, dass Sie mit dem Gewinn aus der Poker Race Trophy einige Live-Pokerturniere spielen wollen – welche genau?
Vielleicht versuche ich es mit einigen kleineren Turnieren (um die €2000-€4000 Euro). Es gibt zahlreiche solcher Turniere in Helsinki, etwa ein No Limit Freezeout im Jänner, damit würde ich gerne ins neue Jahr starten.
Wollen Sie noch etwas hinzufügen?
Ich habe es zwar schon oft getan, doch ich möchte mich bei PokerRoom und dem hervorragenden Support-Team bedanken. Auch möchte ich den Spielern danken, die ich im Zuge der Race Trophy kennenlernen durfte.
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