Kündigungswelle in deutscher Casinos-Tochter
November 28, 2008, Lisa Horn

Das schreibt die österreichische Tageszeitung „Die Presse" und bezieht sich damit auf die „Casinos Austria International" (CAI). Denn dieses Tochterunternehmen der österreichischen Casinos Austria hat zehn Spielstätten in Niedersachsen übernommen – wenig erfolgreich, wie sich nun herausstellte.
Schon im Jahr 2004 wurden zehn Casinos in Niedersachen von der CAI übernommen, jetzt vier Jahre später muss knapp ein Viertel der Belegschaft gekündigt werden. Das bestätigt die Sprecherin der Spielbanken Niedersachsen, Karen Krüger, gegenüber der „Presse": „Wir haben 120 der insgesamt 460 Beschäftigten beim Arbeitsmarktservice zur Kündigung angemeldet." Knapp 30% weniger Bruttoeinnahmen seien der Grund für die Kündigungswelle.
Aber nicht nur Casinos in Niedersachsen verzeichnet man Einbußen, in ganz Deutschland sind die Einnahmen rückläufig. Das Rauchverbot sei Schuld und vor allem der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag, so die Vermutungen. Denn auch bei Automatenspielen gilt seit 1.1.2008 die Ausweispflicht und das hat viele Spieler/innen vertrieben – in illegale Spielhöllen und Clubs. Das treibt die staatlichen Spielbanken in die roten Zahlen.
Laut Krüger gebe es bereits Gespräche mit dem Betriebsrat und man arbeite an einem Sozialplan. Die betroffenen Standorte sind Hannover, Bad Zwischenahn und Bad Harzburg.
Somit trifft der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag nicht nur private Anbieter. Dabei hatte man sich durch die härtere Monopolisierung der Spielbanken eine Umsatzsteigerung erwartet.
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