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Porträt Dennis Phillips

Bis vor wenigen Tagen war der Name Dennis Phillips, in Verbindung mit Poker, noch völlig unbekannt. Jetzt ist der US-Amerikaner aber in aller Munde, die Medien reißen sich um ihn – denn er ist der Chipleader am Final-Table des Main Events der WSOP 2008. Im November wird sich herausstellen ob er seine Führung beibehalten kann, aber schon heute wollen wir den 53-jährigen aus St. Louis/Missouri etwas näher vorstellen.<br>

Sein geregeltes Leben als Kundeberater einer Spedition in St. Louis dürfte in den letzten Wochen ziemlich aus den Fugen geraten sein. Poker war bis dato nur sein Hobby, ein Zeitvertreib. Kein Gedanke ein Poker-Pro zu werden, dennoch ist er im Harrah´s Casino in St. Louis als regelmäßiger Gewinner bei Turnieren bekannt. Dann die Teilnahme beim Main Event der WSOP, damit hat Phillips nicht gerechnet. Es war ein Versuch, ein Versuch der geglückt ist – bis jetzt! <br>

Begonnen hat alles im Harrah´s Casino in St.Louis, denn dort hat der Poker Fan bei einem Satellite – Tournament mit $200 Buy-In für ein WSOP Ticket teilgenommen. Das hat er gewonnen und neben der Main Event Teilnahme sogar noch Preisgeld mit nach Hause nehmen können. Eine „Nuller- Runde", also so zusagen ein Freeroll für Phillips. Eine reguläre Teilnahme hätte er sich nicht leisten können. Umso überraschter war er über die Coolness von Main Event Teilnehmern, denen ein Buy-in von $ 10.000,- scheinbar wenig ausmacht. <br>

Sein bisheriges Preisgeld bei internationalen Turnieren war bis dato $4,578, beides WSOP Circuit-Events in Tunica. Damals, im September 2007, hat er bei zwei Events teilgenommen. Einmal bei Event #11 –No Limit Hold'em $550 Buy-in –den 9. Platz mit $2,386 Preisgeld und dann noch bei Event #14 – wieder No Limit Hold'em $550 Buy-in – diesmal belegte er den 7. Platz mit $2,192 Preisgeld. Das wars bis dato – Phillips verfügt also über wenig Erfahrung bei großen Turnier-Ereignissen. <br>

Aber seine Nerven dürften gut trainiert sein, denn er hat sich ab Tag 2 konstant im Spiel gehalten. Und das obwohl er bereits nur mehr 22.000 Chips hatte. Konzentriert hat er sich dann in nur zwei Stunden wieder auf 200.000 Chips hinauf gespielt. <br>

Vielleicht ist es seine Bescheidenheit, die ihn so cool bleiben lässt. Denn obwohl er mit seiner Qualifikation am Final Table bereits Dollar-Millionär ist, will er sich nicht zur Ruhe setzen. Schon heute will er wieder in der Arbeit erscheinen und ein normales Leben führen, an Ruhestand oder ein Leben in Saus &amp; Braus kommen für Phillips nicht in Frage: „Natürlich werde ich weiter Poker spielen, aber ich werde meinen Job behalten", sagt er im PokerNews TV-Interview. <br>

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Jetzt heißt es geduldig sein, denn erst im November geht es weiter. Der Chipleader hätte aber noch weiter spielen können, er war gerade so richtig in Fahrt: „Ich bin so überdreht, ich könnte ohne Probleme noch weiter machen. Es war toll hier und es ist wirklich gut gelaufen für mich, ich würde so gerne noch weiterspielen, aber ich verstehe, dass man die Spannung noch länger halten will. Im Grunde habe ich kein Problem damit, bis November zu warten." <br>

In diesen Monaten wird es Phillips dämmern, dass er unter den letzten 9 von insgesamt 6.844 Teilnehmer/innen ist. Der derzeit Zweitplatzierte nach Chips ist Ivan Demidov – und der ist schon mehr als 2 Millionen Chips hinter Phillips. Sollte der Amerikaner wirklich gewinnen, dann erwartet ihn das unglaubliche Preisgeld von $9,119,517. Ansporn genug, sich in der kommenden Zeit intensiv auf die schwierige Aufgabe vorzubereiten. <br>

Zum Schluss noch die Aufteilung des Main Event Preisgeldes:

1. Platz: $9,119,517

2. Platz: $5,790,024

3. Platz: $4,503,352

4. Platz: $3,763,515

5. Platz: $3,088,012

6. Platz: $2,412,510

7. Platz: $1,769,174

8. Platz: $1,286,672

9. Platz: $900,670

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