EPT Monte Carlo: Sieg für Glen Chorny!
April 18, 2008, Savantos

Wieder einmal zeigte ein Online-Quaifikant den Profis, was Sache ist. Der Amerikaner Glen Chorny hat sie alle überstanden! Im Heads-up setzte er sich schlußendlich gegen Denes Kalo aus Ungarn durch und holte sich so den Meistertitel und €2 Mio in Monte Carlo.
Viel Gutes hört man nun hinterher: Es soll eines der besten Turniere gewesen sein, das die EPT je gesehen hat. Als der Final Table entschieden war und die Trophäe von Chorny hoch gehalten wurde, sprachen die Gesichter der Spieler Tausend Worte. Entspannung, Freude, Tränen, gemischt mit Erschöpfung – die Gefühle wurde offen und beeindruckend wahrgenommen.
Spannend war es bis zum Schluß auf alle Fälle, denn das Turnier hätte für einen anders ausgehen sollen - Antonio Esfandiari. Er stand kurz vor der „Triple Crown", einer Kombi, die bisher nur wenige halten: Der Amerikaner brauchte nur einen EPT Titel, um das zu schaffen. Einen WPT und WSOP Sieg hat er schon in seiner Tasche.
Doch zurück zum Anfang des Tages. Zehn Spieler blieben ja vom Vortag übrig, acht durften aber nur auf den Final Table. Das war rasch geklärt: Stig Top Rasmussen und Henrik Gwinner waren die beide Ungücklichen. Somit stand der Final Table fest:
Seat 1: Denes Kalo - Ungarn - 1,190,000
Seat 2: Michael Martin - USA - 1,320,000
Seat 3: Luca Pagano - Italien Team PokerStars- 688,000
Seat 4: Valeriy Ilikyan - Russland - 1,396,000
Seat 5: Antonio Esfandiari - USA - 501,000
Seat 6: Maxime Villemure - Kanada - 1,206,000
Seat 7: Glen Chorny - USA PokerStars Qualifikant - 3,613,000
Seat 8: Isaac Baron - USA - PokerStars Qualifikant - 2,853,000
Wer musste den Final Table als Erster verlassen? Genau der, der es am wenigsten „verdiente": Antonio Esfandiari! Pagano nahm ihn vom Tisch: Antonio Esfandiari war mit 480,000 All-in, Pagano zögerte kaum und callte. Esfandiari zeigte A-8, Pagano A-J. Das Board half Antonio nicht, brachte mit Q-T-K Luca sogar eine Nutstreet. Platz 8 und €168.000 Preisgeld für Esfandiari.
Als nächster war Valeriy Ilikyan an der Reihe: Michael Martin holte sich die Chips von ihm nach einem call auf ein All-in des Russen. Martin hielt A-Q, Ilikyans A-4. Am Board kam ein Ass. Schlechter Kicker für Ilikyan - Platz sieben und €253,000 Preisgeld.
Gegen 20 Uhr gab es Abendessen und eine kleine Pause. Einige Turnierveteranen meinten, dass der Final Table sicher bis in die Morgenstunden geht. Sie sollten recht behalten…
Gut 15 Minuten nach dieser Pause traf es den nächsten: Luca Pagano. Er geriet an Denes Kalo. Der callte das All-in von Luca ziemlich schnell. Pagano zeigte A-J, Kalo drehte Poket-Queens um! Das Board rettete Luca nicht. Platz sechs und €337,000 Preisgeld für den italienischen PokerStars Profi.
Michael Martin saß am großen Blind. Callte 125.000 nach dem Flop mit 6-7-T von Glen Chorny. Dieser spielte 225.000 an, Martin bezahlt und erhöht. Im Pot liegen nun 675.000 Chips. Martin hatte Q-T in der Hand, Chorny hielt J-J. "Don't do it to me dealer," sagte Chorny, als dieser dann ein Ass am Turn und eine 2 am River umdrehte. Das wars für Michael Martin. Platz fünf und €421,000 Preisgeld.
In nur 20 Minuten Spielzeit nach der Pause hat es somit gleich zwei Spieler getroffen. Somit waren noch vier Spieler am Tisch. Es gab keinen klaren Chipleader, das Turnier hat sich zu einem Kampf entwickelt, in dem keiner bedeutsame Vorteile hat. Und es dauerte fast drei Stunden, bis der nächste das Turnier verlassen musste.
Isaac Baron war der nächste. Und es war ein klassisches Duell: A-Q gegen A-A. Der Flop zeigte keine Gefahr. Chorny callte, Isaac ging All-in! Glen callte sofort und zeigte seine Asse. Das Board brachte keine Hilfe, Isaac Baron war aus dem Spiel. Platz vier und €589,000 Preisgeld.
Da waren es nur noch drei. Wer ist nun der Spieler, der das Heads-up nicht erlebt? Maxime Villemure ist der unglückliche. Der Flop zeigte T-A-4. Am Turn kam ein Bube, Maxime callte 200.000. Eine 9 kam am River, Maxime spielte nochmals 450.000 an. Glen Chorny ging All-in! Villemure ging mit, zeigte Q-8. Glen drehte K-Q um, genug für Maxime. Platz drei und €715.00 Preisgeld für den Kanadier.
Von da an dauerte es keine Minute, dass dieses Turnier beendet wurde. Nach fast 12 Stunden Spielzeit saßen sich nun Glen Chorny und Denes Kalo gegenüber.
Kalo wußte, dass seine Chancen davon abhingen, schnell zu handeln. Am hielt K-Q und fackelte nicht lange: All-in! Glen zeigte A-5. Das Board brachte A-Q-6-6-T. So siegte Glen Chorny, wurde damit EPT Meister in Monte Carlo, und nimmt €2.020.000 Preisgeld mit nach Hause!
Für Denes Kalo blieben immerhin noch €1.179.000 übrig, während Chorny nun die Ehre hat, das größte Pokerturnier in der europäischen Geschichte gewonnen zu haben!
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