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Verwirrspiel und Unzufriedenheit zwischen USA, EU und WTO

Die Verluste der EU seit dem „Unlawful Internet Gambling Enforcement Act 2006" der USA betragen sich in Höhe mehrerer Milliarden Euro. Um diese Verluste auszugleichen forderte die EU nach Schadenersatz und Lockerungen für EU-Glücksspielunternehmen – PokerNews hat berichtet.

Um ihre Forderungen durchsetzen zu können wurde die WTO (Welthandelsorganisation) eingeschaltet. Nach langem Hin- und Her fiel jetzt endlich der Entscheidungsspruch eines Schiedsgerichts der WTO.

Das Urteil: Es wurde sich darauf geeinigt, dass die USA gegenüber der EU wirtschaftliche Gegenleistungen aufbringen müsse. Die Einigung sieht vor, dass die europäischen Staaten in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Postdienstleistungen Unterstützung und Wettbewerbserleichterung von Seiten der USA erhalten sollen. Ein enttäuschendes Ergebnis für die Online Anbieter, haben sie sich doch von der Entscheidung der WTO mehr erwartet. Aber vielleicht war der Druck der EU auf die WTO zu gering?

Denn erst vergangene Woche wurde den Antillenstaaten Antigua und Barbuda die Erhebung von Strafzöllen auf US-amerikanische Importe erlaubt. An dem Willen der WTO kann es also nicht liegen, aber warum dann ein Urteilsspruch der die europäischen Wettanbieter alles andere als zufrieden stellt? War doch die Rede von einer mehrere Milliarden Euro hohen Entschädigungssumme, die EU-Handelskommissar Peter Mandelson, bei einem Besuch in Washington im November, noch gefordert hatte. Auch die Forderung, für die Öffnung des US-amerikanischen Markts für die EU-Online-Glücksspielanbieter, wurde noch stark propagiert und gefordert. Aber daraus wurde bis dato nichts, die europäischen Glücksspielunternehmen müssen sich weiter vom US-amerikanischen Online-Markt fern halten.

Bis Ende 2006 waren knapp die Hälfte der knapp 10 Milliarden Euro, die jährlich weltweit umgesetzt wurden, von den US-Spielern generiert worden. „Dank" des UIGEA muss der Markt diese 5 Milliarden Euro seit mehr als einem Jahr verkraften. Alleine die Firma Bwin hatte bisher Verluste von ca. 580 Millionen Euro in Kauf nehmen müssen.

So wird der Krimi um weitere Entwicklungen also 2008 weitergehen und neue Forderungen eingereicht und neue Urteile gesprochen werden.

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