combat2208

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Unsportliches Verhalten? Eine kontroverse Hand bei der PokerStars European Poker Tour Barcelona (4)

vor 957 Tage

Bevor ich auf den Artikel konkret eingehe erst einmal ein paar grundsätzlcihe Gedanken vorweg:

Poker - ein Spiel mit/ohne klaren Regeln?!
Schon diese Frage ist leider Gottes nicht eidneutig zu beantworten und der besagte Artikel offenbart damit meiner bescheidenen Meinung nach ein Grundübel in Bezug auf Poker.
Nämlich dass, dass es für das Spiel Poker kein eindeutiges Regelwerk gibt!
Was, mögen vielleicht viele jetzt Fragen. Es gibt doch regeln! Die Grundregeln kennt jeder der sich 5 minuten mit Poker oder um präziser zu sein mit NoLimit Holdem beschäftigt.
Die Einschränkung ist notwendig, denn viele der heutigen Spieler kennen NoLimit Holdem und vielleicht auch noch FixedLimit Holdem, weil das ja bis auf die Einsatzmöglcihkeiten identisch ist, aber bei Pot Limit Omaha kommen viele schon ins straucheln. Bei Stud wird es dann ganz schräg und bei Razz und den High Low Varianten hört es dann bei ganz vielen komplett auf - bei mir übrignes auch!
Wenn ich aber von dem o.g. Regelwerk spreche, dann geht es eben nicht nur darum, wie das Spiel gespielt wird, sondern es geht um das ganze drum herum; was gilt beim Cash Game, wie läuft ein grosses Turnier ab, was passiert bei stritteigen Situationen etc.pp. ...
Und hier gibt es eben kein einheitliches, standardisiertes, international gültiges Regelwerk!
Mann kann das durchaus mit dem Fussball oder der Formel 1 vergleichen.
Im Fussball gibt es die FIFA und deren Statuten, allerdings gibt es hier national auch durchaus abweichende Regeln; dennoch ist der internationale Fussball einheitlich geregelt.
Bei der Formel 1 ist es noch eindeutiger; die FIA gibt die Regeln vor und zwar bis ins letzte Detail und die sind für alle Teilnehemr absolut verbindlich; Verstösse werden empfindlich bestraft!
Im Poker fehlt das (noch) und das ist ein großes Manko.

Ja aber dafür gibt es doch die Floorman, die in strittigen Sitautionen entscheiden, mag jetzt der ein oder andere einwerfen. Richtig!
ABER, auch die haben keine einheitliche Grundlage, an der sie sich und Ihre Entscheidungen ausrichten könnten! Deshalb kommt es ja gerade erst auf der internationalen Bühne immer wieder zu Streitfällen, weil ein Fllorman eine bestimmte Sitaution so bewertet hat und ein anderer Floorman das Ganze ganz anders auslegt udn entscheidet.
Da müssen die SPieler ja unsicher werden!
Im übriogen gibt es ja sowohl beim Fussbal als auch in der Formle 1 TROTZ der kalren Regeln Schiedsrichter, ganz einfach weil einfach nciht jeder denkbare Fall im Voraus geregelt werden kann. Im Unterschied zu den Floorman haben diese aber klare und einheitliche Handlunsgrichtlinien in dessen Rahmen sie sich bewegen müssen.
Schön deutlcih wird das auch immer bei einer netten Rubrik in einer der PokerZeitschriften (ich glaube im Pokerblatt ist das immer drinn). Dort wird ein kniffliger Vorfall geschildert und dann werden mehrere nahmhafte, international erfahrene Floorman gefragt, wie sie die Situation bewerten und lösen würden.
Das Ergebnis ist wie bei den Ärzten; Du fragst 5 Experten und bekommst 6 Meinungen ... ^^

Im Poker gibt es mittlerweile auch das ein oder andere anerkannte Regelwerk; zum Beispiel das des TDA (Tournament Directors Association) und auch das des WPA (World Poker Association). Bei der EPT kommt bspw. das TDA Regelwerk zum Einsatz, aber es gilt eben nicht verbindlich weltweit. Die WSOP bspw. hat Ihre eigenen Regeln und letztlich kann jedes Casino seine eignen Hausregeln aufstellen.

OK, soviel zur Vorrede. Die wird im Kontext des Artikels noch mal von Bedeutung sein, daher war es mir wichtig dies aufzuschreiben. ich will an dieser Stelle aber auch anmerken dass es sich hierbei ausschließlich um meine persönliche Meinung handelt und das alles im Zweifel auch totaller Blödsinn ist ...^^

Nun aber zu dem konkreten Vorfall, der sich ja bei der EPT abspielte, womit wie oben erwähnt die Regeln des TDA zur Anwendung kommen.

Schon die Einleitung zu dem Artikel machte mich doch einigermaßen stutzig, so schrieb der Autor:

"Im Rahmen der PokerStars European Poker Tour Barcelona kam es zu einer kontroversen Hand, über welche ich mich sehr wunderte:” Wo ziehen wir die Grenze zwischen den aktuellen Regeln, der Spielerehre und den ungeschriebenen Gesetzen der Pokerspieler?”"

Alle Welt spricht davon, dass sich Pkoer mittlerweile aus der Schmuddel-Ecke und den Hinterzimmern heraus bewegt hat. Viele sprechen sogar davon, dass Poker als Sport anzusehen und entsprechend einzuordnen ist. Verglecihbar zum Beispiel mit Schach oder Backgammon.
Wenn man dieser Auffassung folgen möchte - und ich für meinen Teil tue dies - dann darf man bitte sehr auch nciht mehr von "ungeschriebene Gesetzen der Pokerspieler sprechen"!
Hallo? Diese ungeschriebenen Gesetze gab es vielleciht im Wilden Westen udn wir wissen ja auch wie ihnen dort oft Nachdruck verliehen wurde; ich spreche hier von offener Androhung und mnachmal auch Vollzug von Gewalt, die hin und wieder auch zum Tode eines Beteilgiten führte (jeder kennt die Geschichte, wie die Starthand A8 zu ihrem Spitznamen "dead mans hand" gekommen ist, oder?).
Diese Zeiten wünscht sich doch wohl hoffentlich keiner zurück, oder sehe ich da was falsch?
Wenn Poker als ernsthafte Sportart oder doch zumindest als ernsthafter Wettbewerb angesehen werden soll, dann dürfen hier einzig und allein verbindliche und dokumentierte Regularien gelten. Punkt!
Das mit der Spieler-Ehre ist noch eine andere Geschichte, aber auf den moralisch-ethischen Aspekt dieser Gescdhichte kommen wir noch zu sprechen ....

Ok, was schreibt der Autor weiter?

"Eine große Menge Zuschauer hatte sich kurz vor der Pause versammelt, um sich einen hohen Pot zwischen Tobias Reinkemeier und Roland De Wolfe anzusehen.
Das Board war {7-Clubs}{9-Hearts}{4-Hearts}{10-Clubs}{A-Hearts}, Reinkemeier callte einen 95.000 Bet auf dem River. Weder Reinkemeier, noch de Wolfe wollten ihre Hand zeigen, aber De Wolfe sagte schließlich:“König hoch“.
"Gut, dann zeig mal her" sagte Reinkemeier. Sehr wiederwillig zeigte De Wolfe eine seiner Karten, den {K-Clubs} und warf dann beide Karten in den Muck zwischen die Burn Cards, da er der Meinung war, er hätte die Hand sowieso verloren.
Reinkemeier zeigte dann {Q-Clubs}{6-Clubs}, er hatte einen Draw verpasst. De Wolfe suchte sofort seine Karten aus den Karten im Muck heraus und zeigte die Gewinnerhand: {K-Clubs}{8-Diamonds}. Der Turnierdirektor, Thomas Kremser, wurde gerufen um eine Entscheidung zu treffen, da jeder der beiden Spieler der Meinung war, diese Hand gewonnen zu haben. "

Eine wirklich interressante Situation, die hier entstanden ist. Zum genauen Verständnis empfehle ich dringend, sich das dazugehörige Video, welches hier ebenfalls verlinkt ist, noch mal anzuschauen, denn die Dynamik, die sich hier entwickelt und entfaltet hatte lässt sich mit Worten nur schwer beschreiben und ist für das Verständnis der Gesatmsituation unerlässlich.

Nun wurde also der Turnierdirektor gerufen um die Situation - den Konflikt - aufzulösen. und es handelt sich hierbei um den Turnierdirektor, der die Regeln der WPA mitentwickelt hat und verantwortet und welche bei der EPT zur Anwendung kommen.

Also schauen wir doch einmal, was die offiziellen und in diesem Fall einzig gültigen Regeln der TDA zu dieser Situation besagen:

Kommen wir erst einmal zum Showdown:

"Sind am Ende der letzen Setzrunde noch mind. 2 Spieler im Spiel, öffnen diese der Reihe nach ihre Karten.
Hierbei gilt:
a) Alle Karten eines Spielers müssen offen auf den Tisch gelegt werden, auch wenn Teile der HoleCards nciht zur Bildung der besten Kombination gebraucht werden!
b) Die Karten sprechen für sich selbst. Sollte ein Spieler beim Showdown fälschlicherweise ein zu hohes Blatt anoncieren und dadurch andere Spieler zum Passen verleitet haben, so werden diese gepassten Hände nur wieder zum Showdown zugelassen, wenn die demntsprechenden Blätter eindeutig zu identifizeiren sind und nicht mit den anderen abgelegten Karten (Muck) in Berührung gekommen sind.
...
Showdown-Reihenfolge:
Haben in der letzten Setzrunde alle Spieler gecheckt, so beginnt derjenige mit dem Shwodown, der als erster gecheckt hat.
Wurde in der letzten Setzrunde nur gesetzt und nicht erhöht, so beginnt derjenige Spieler mit dem Showdown, der als Erster gesetzt hat.
Wurde in der letzten Setzrunde erhöht, so beginnt derjenige Spieler mit dem Showdon, der als letzter erhöht hat.
...

Weiterhin ist in diesem Zusammenhang wichtig zu beleuchten wann eine Hand als "faule hand" gewertet wird sprich wann sie "tot" ist.
Hierzu sagt das Regelwerk folgendes:

Faules Blatt (foul hand):
Eine faules Blatt kann nicht gewinnen.
Kein Spieler dessen Blatt als "faul" gewertet wird, kann zuvor von ihm getätigte Einsätz zurück erhlaten.
Faule Blätter sind:
a) - nicht relevant -
b) Gerät ein ungeschütztes Blatt mit dem Discard (Muck) oder anderen weggeworfenen Karten in Berührung, dann ist dieses Blatt faul.
c) ... "

Der Artikel fährt dann wie folgt fort:
"De Wolfe führte an, daß er seine Karten ja wieder aus dem Muck genommen hatte und der König hoch ja zum Gewinn der Hand ausgereicht hätte; Reinkemeier war gegenteiliger Meinung, die Regeln würden besagen, daß zum Gewinn einer Hand beim Showdown beide Karten gezeigt werden müssen. De Wolfe schüttelte nur den Kopf, als der Pot zu Reinkemeier geschoben wurde. "

Zieht man jetzt die zuvor ausgeführten Regeln heran, so wurde hier - Gott sei Dank - völlig regelkonform und damit korrekt entschieden ... oder?

Dann geht es so weiter:

"Obwohl ich die Regeln bestens kenne, wollte ich mir doch eine zweite Meinung zu diesem Thema einholen und befragte den bekannten Turnierdirektor Matt Savage, welcher mir folgendes sagte:“ Erstens, ich denke die Regelung war korrekt und De Wolfe muss beide Karten zeigen, um die Hand gewinnen zu können. Roland ist ein Pro und sollte wissen, wie in solch einem Fall entschieden wird. Tobias hat in diesem Fall jedes Recht die Karten von De Wolfe zuerst zu sehen und wenn De Wolfe beide Karten direkt gezeigt hätte, dann hätte er den Pot gewonnen, egal, ob der Dealer die Karten zwischenzeitig in den Muck geworfen hat oder nicht“."

Auch dem Kollegen Savage scheinen die WPA Regeln geläufig zu sein.^^
Allerdings geht es dann wie folgt weiter:

"Nachdem Savage sich das Video dieser Hand angesehen hatte, sagte er, daß seiner Meinung nach die Hand wieder Live gewesen wäre, nachdem De Wolfe die Karten aus dem Muck geholt hat. Unabhängig von den Regeln, sagte Savage, daß er sich in diesem Fall mit Reinkemeier unterhalten hätte und ihm unmissverständlich mitgeteilt hätte, dass er zukünftig dieses Verhalten nie mehr am Spieltisch sehen will, da er ansonsten eine Penalty gegen Reinkemeier aussprechen würde."

Diese Auffassung kann ich nun wieder überhaupt nicht nachvollziehen. Die Karten wurden eindeutig von de Wolfe in den Muck befördert und haben diesen auch berührt; gem. den o.g. Regeln ist die hand damti eindeutig tot!
Der Dealer hat die Hand dann noch mal komplett gezeigt, um den ebenfalls o.g. Showdown-Regeln nachzukommen. D.h. er hat im Grunde das gemacht, was eigentlcih die Aufgabe von de Wolfe gewesen wäre. Allerdings war die Hand zu diesem Zeitpunkt bereits "faul" also tot und konnte nicht mehr gewinnen.

Erst DANACH musste Reinkemeier überhaupt erst seine Hand zeigen, was er dann ja auch tat.
Zu diesem Zeitpunkt wusste Tobias aber schon, dass seine Hand gewonnen hatte, weil de Wolfes Hand nunmal schon tot war.

Hätte de Wolfe einfach seine Hand umgedreht, sow wie es die Regeln auch vorschreiben, dann hätte er damit gem. den Regeln Reinkemeier gezwungen seine Hand zu zeigen und hätte dann auch gewonnen.
Selbst wenn Reinkemeier dann seien Hand gemuckt hätte, hätte der Dealer sie noch mal vorschriftsmäßig gezeigt oder doch zumindest zeigen müssen.

Aber schauen wir mal, was der Autor uns weiterhin vermitteln will:

"Einige werden vielleicht sagen, dass Reinkemeier das Recht hat, zu warten, bis De Wolfe ihm seine Hand zeigt, aber in diesem Fall war dies irgendwie unsportlich oder anders gesagt: Die Hoffnung, daß ein Spieler ein Hand gewinnen oder sich einen zusätzlichen Bet ersparen kann, in dem er etwas macht, was eigentlich keine Verletzung der Regeln ist, was aber in dieser Situation irgendwie unpassend ist. Es ist das Verhalten, was mich verärgert. Wenn Spieler alles tun, um die Regeln zu ihren Gunsten auszulegen, wie es Reinkemeier in diesem Fall tat, als er darauf wartete, bis De Wolfe seine Hand weggeworfen hatte und dann triumphierend seine Hand zeigte, sollten sich alle Pokerspieler darüber aufregen."

Also dieser Abschnitt strotzt einfach nur so vor Schwachsinn. Aber Schritt für Schritt:
"Einige werden vielleicht sagen, dass Reinkemeier das Recht hat, zu warten, bis De Wolfe ihm seine Hand zeigt,
ganz genau so ist es auch, gem. den WPA Regeln
aber in diesem Fall war dies irgendwie unsportlich
Hä? Wieso? Weil es de Wolfe ist? Oder weil der Mond voll scheint, oder weshalb?
Ist doch Käse. Die Regeln sprechen hier eine eindeutige Sprache ...
oder anders gesagt: Die Hoffnung, daß ein Spieler ein Hand gewinnen oder sich einen zusätzlichen Bet ersparen kann, in dem er etwas macht, was eigentlich keine Verletzung der Regeln ist, was aber in dieser Situation irgendwie unpassend ist.
... in dieser Situation irgendwie unpassend .... noch mal, WARUM? Das ist doch einfach Blödsinn. Der Autor kann dies auch nciht begründen ...

Es ist das Verhalten, was mich verärgert.

Das mag eine persönliche Empfindung des Autors sein, weil er vielleciht ein Fan oder sogar ein Freund von de Wolfe ist; das tut hier aber nichts zur Sache.

Wenn Spieler alles tun, um die Regeln zu ihren Gunsten auszulegen, wie es Reinkemeier in diesem Fall tat, als er darauf wartete, bis De Wolfe seine Hand weggeworfen hatte und dann triumphierend seine Hand zeigte, sollten sich alle Pokerspieler darüber aufregen.

Und das ist der allergrößte Schmarrn überhaupt; Reinkemeier hat sich einfach nur regelkonform verhalten in dem er abgewartet hat. Das er vermutet, gehofft oder geahnt hat, dass er die hand nur gewinnen kann, wenn de Wolfe wegschmeisst tut dabei überhaupt nichts zur Sache.
ich wiederhole mich, aber de Wolfe hätte sich einfach nur regelkonform verhalten müssen und alles wäre ok gewesen. Er wollte aber den Bluff nicht zeigen, was im Grund aber auch schon wieder quatsch ist, weil er ja den König eh gezeigt hat. Und wenn er dann doch seine Hand muckt weiss jeder dass er einen Bluff durchgezogen hat. Dann kann er genau so gut auch die zweite Karte noch zeigen wie es eh Vorschrift ist.
Ich würde sogar soweit gehen, dass eigentlich de Wolfe haette eine Strafe bekommen müssen, weil er sich nciht regelkonform verhalten hat in dem er seine Karten ohne zu zeigen gemuckt hat, aber das ist vielleicht zu spitzfindig ...

Reinkemeier hat an diesem Punkt nicht betrogen; er tat alles, was in seiner Macht stand, um diese Hand zu gewinnen und war sich den offiziellen Regelungen voll bewusst.
Genau so ist es! Und das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen. Ganz im Gegenteil; ich finde es klasse dass ein derart junger Spieler die Regeln so gut kennt.

Das macht seine Vorgehensweise nicht richtiger und ich denke die Aktion von Reinkemeier verstieß gegen alle guten Regeln des Pokerspiels. Natürlich hat Poker, wie alle anderen Spiele auch, ein eigenes Regelwerk, aber wie alle anderen Sportarten gibt es beim Pokerspiel auch eine Menge ungeschriebener Regeln, welche von den Spielern eingehalten werden sollten.

Und jetzt kommen wir in den Bereich des esotherischen ...
alle guten Regeln des Pokerspiels
Was sind den die "guten" Regeln des Pokerspiles? Gibt es auch "böse" Regeln des Pokerspiels?
Was für ein Quatsch! Interessant ist, dass dieser Kommentar auf eine Zusammenfassung der Pokerregeln verlinkt ist. Dort werden aber lediglich die grundlegenden Spielregeln erläutert ... völlig sinnloser Link ...

... aber wie alle anderen Sportarten gibt es beim Pokerspiel auch eine Menge ungeschriebener Regeln, welche von den Spielern eingehalten werden sollten.
Also von der Grammatik mal ganz abgesehen geht hier der Blödsinn munter weiter. Was für ungeschrieben Regeln sollen das denn bitte schön sein? Und wenn sie ungeschriben sind, woher soll man denn wissen wie sie aussehen, wann sie gelten und wann nicht und bei welchem Turneir nun gerade mal welche ungeschribenen Regeln gelten und welche nicht (Stichwort: Hausregel)
Nehmen wir mal an, ein gaz junger, völlig unerfahrener Spieler hat sich über das Internet ein LivePackage erspielt und fährt zu seinem ersten großen LiveTurnier überhaupt, was gleich mal ein EPT Turneir ist. Gratulation!
Woher soll dieser Spieler denn nun bitte schön irgendwelche ungeschriebenen Regeln kennen, geschweige denn sie einhalten.
Und die Sportart, wo es solche ungeschriebenen Regeln gibt, an die sich jeder hält und die auch durchsetzbar sind im Falle eines Falles, die würde ich gerne mal sehen.
Selten so gelacht, ernsthaft ... ^^

Deshalb ist es beim Pokern halt nicht OK, wenn man wie im Fall von Reinkemeier erkannt hat, daß man die Hand verloren hat und dann alles versucht, um die Regeln zu den eigenen Gunsten auszulegen, um die Hand dann letztendlich doch noch zu gewinnen.
Wir wiederholen uns nun, aber gerne noch einmal. Er hat die Reglen NICHT AUSGELEGT!
Er hat sich einfach nur regelkonform verhalten! Punkt. Basta.
Und wie er nachher im Interview gesagt hat, hat er lediglich gehofft, dass de Wolfe geblufft hat und aufgrund dessen und aufgrund seines calls die Hand einfach aufgibt.
Er war sich zwar ziemlich sicher, dass de Wolfe auf einem Bluff unterwegs ist, einfach aufgrund der Line die de Wolfe gespielt hat, aber er sagt auch, dass er gegen einen echten Bluff mit Dame hoch oft noch gut ist, was ja auch stimmt.
Erst als de Wolfe seinen König umgedereht hat WEISS er dass er die Hand nur noch gewinnen kann, wenn de Wolfe wegschmeisst.
Und natürlcih hofft er in diesem Moment genau darauf. Das sit aus meiner Sicht aber völlig legitim, eben weil regelgerecht.
Warum soll er die Hand denn bitte schön freiwillig aufgeben. Wenn er so denken würde kann er mit dem Poekrn auch ganz aufhören ...

Weiter gehts ...
Pokerspieler sollten sich in jedem Fall an ihre eigenen ungeschriebenen Regeln halten und eine dieser Regeln lautet: Wenn man erkannt hat, daß die eigene Hand geschlagen ist und es keine weitere Action in der jeweiligen Hand gibt, sollte man das einzig richtige tun und dafür sorgen, daß der Spieler, welche die Hand gewonnen hat, auch den Pot bekommt, egal ob der Gewinner irgendwie gegen die Turnierregeln im Bezug auf das Mucken verstoßen hat. De Wolfe hätte eigentlich beide Karten als erster zeigen müssen, als Reinkemeier aber letztendlich sah, daß seine Dame hoch von De Wolfe’s König hoch geschlagen worden war, hätte er ehrenvoll und respektvoll handeln und die eigenen Karten an dieser Stelle wegwerfen sollen. Der Pot hätte an De Wolfe gehen sollen, da dieser rein technisch die Hand gewonnen hat. Wenn De Wolfe beide Karten weggeworfen hätte, ohne den König vorher zu zeigen und danach versucht hätte die Karten wieder aus dem Muck zu holen, bevor er die Hand von Reinkemeier gesehen hatte, hätte Reinkemeier meiner Meinung nach nichts Falsches gemacht. Aber egal, ein König war gezeigt worden, es war die Karte, mit welcher diese Hand eigentlich gewonnen war und deshalb denke ich, dass der Pot eigentlich an De Wolfe hätte gehen müssen.

Die Schlussfogerung ist einfach falsch. Tut mir ja leid, aber ist so.
Würde man eine Pokerhand ausschließlcih auf die Karten, die die Spielr halten reduzieren, dann wäre das ausgesagfte vielleciht korrekt.
Eine Pokerhand ist gem. den Regeln aber erst beendet, wenn im Falle eines Showdowns beide Spieler Ihre Karten gezeigt haben.
Und in eienr Pokerhand zählen eben nicht nur die Kartne alleine. Nciht umsonst heisst es ja "spiele nciht die Kartne, sondern spiele Deinen Gegner ...!" ... nicht wahr. Genau das hat Reinekmeier hier getan.
Auf das Thema der unegschriebenen Regeln gehe ich jetzt nicht noch mal näher ein.

und eine dieser Regeln lautet: Wenn man erkannt hat, daß die eigene Hand geschlagen ist und es keine weitere Action in der jeweiligen Hand gibt, sollte man das einzig richtige tun und dafür sorgen, daß der Spieler, welche die Hand gewonnen hat, auch den Pot bekommt, egal ob der Gewinner irgendwie gegen die Turnierregeln im Bezug auf das Mucken verstoßen hat.

Was für eine gequirlte Ka****. Mcih würde mal interessieren was ein Phil Helmuth oder auch andere Weltklassespieler dazu sagen würden ...

De Wolfe hätte eigentlich beide Karten als erster zeigen müssen,
RICHTIG! Fertig, aus, Punkt ...kein weiterer Kommentar ...

als Reinkemeier aber letztendlich sah, daß seine Dame hoch von De Wolfe’s König hoch geschlagen worden war, hätte er ehrenvoll und respektvoll handeln und die eigenen Karten an dieser Stelle wegwerfen sollen.
Aber wieso denn? Weil es de Wolfe war? Weil es ein bekannter Pro war? Hätte er das getan, hätte er sicher anschließend den Spot vieler geerntet, was er doch für ein Wiechei wäre und er doch eigentlcih im Recht war etc.pp.
Mag sein, dass dies eine Auffassungssache ist.
Meine Meinung ist, dass Tobias ABSOLUT im Recht war und er keinerlei Veranalssung ahtte de Wolfe den Pot zu "schenken".
Warum denn auch? Es war ein ziemlicher fetter Pot und es geht um viel Geld. Weshlab sollte er da Geschenke verteilen?

Wir sollten aber nicht zulassen, dass die Stereotype vom gierigen, egoistischen Pokerspieler, welcher alles tut, um eine Hand zu gewinnen, wahr wird. Diese Verhaltensweise schadet nur unserem Spiel und den Spielern, welche es spielen.

Das ist jetzt die Krönung des Schwachsinns überhaupt.
Poker ist so ziemlich der egoistischste Sport (wenn man Poker denn so bezeichnen will) den es gibt. Es geht einzig und allein darum, alle Chips alle meienr Gegner mit allen ERLAUBTEN Mitteln zu bekommen. Das bedeutet GIER ist eine der grundeigenschaften die ein pokerspieler mitbringen sollte.
Ich lach mich kaputt.

Auch die überschwengliche Freude von Reinkemeeier ist aus meienr Sicht nachvollziehbar, der in diesem Moment einen schon verloren geglaubten Pot doch noch gewinnen konnte.

Und zwar, wie schon mehrfach belegt

VÖLLIG REGELKONFORM!

just my 2 Cents ... ^^

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